Hausfrauenqualitäten

Eva & Markus´ Ansichtssache

Eva:

Markus meint ich kann vieles gut. Kochen zählte er bislang aber definitiv nicht dazu. Diese Meinung ändert sich jetzt aber nach und nach. Ja, ich entwickle Hausfrauenqualitäten von denen wir vorher nichts ahnten. Ich koche, backe und staubsauge plötzlich und manchmal sogar gern. Wäschewaschen, -aufhängen und -zusammenlegen gehen praktisch von selbst. Bügeln habe ich auch wieder versucht, ist aber immer noch nichts für mich. Aber wer weiß, vielleicht wird auch das noch eine meiner Lieblingsbeschäftigungen. Vielleicht in Kombination mit Seifenopernschauen? Aber nur für ein Jahr. Denn dann darf Markus seine hausmännischen Talente in der Papa-Karenz unter Beweis stellen.

Markus:

Ich liebe Eva’s Suppen. Mann, sind die gut. Meine Frau ist eine wahre Suppenfee und ich meine sogar, sie könnte sich als Suppenköchin selbstständig machen. Unglaublich was man aus Zucchini, Kürbis, Karotten und anderem Grünzeugs, dem ich ja eher skeptisch entgegenstehe, alles zaubern kann. Einzig und allein der Verbrauch an Töpfen, Tellern und anderen Kochutensilien, die sie fürs Kochen braucht, grenzt meiner Meinung nach an heroische Verschwendung. Darum sträube ich mich auch gegen „Ich koche, du wäscht ab“, denn wenn ich koche, setzte ich unsere Küchengeräte sehr spartanisch ein. Daher gilt bei uns „Wer kocht, wäscht auch ab“. Auch sonst muss ich sagen, ist unsere Wohnung bei Eva in besten Händen und das, obwohl es nach Eva’s Aussage hier „besonders viel Staub“ gibt. Nur das Hemdenbügeln mag sie absolut nicht. Das Problem ist, ich auch nicht. Und wenn ich vorschlage, die ungebügelten Hemden ins Hotel Mama mitzunehmen, dann muss ich aufpassen, dass sie mir nichts entgegenschmeißt. Ich versteh das zwar nicht, halte meine Mutter aber seitdem da raus. Also muss ich meine Hemden selbst bügeln und das umgehe ich elegant, indem ich ganz selten welche anziehe. Ich trage sowieso lieber T-Shirts 😉

Unsere Maus muss raus!

Eva & Markus´ Ansichtssache

Eva:

Bereits im Alter von 6 Wochen feierte unser Pfirsichkuchen sein Ausflugs-Debüt, weil Papa es sich in den Kopf setzte. Ich, noch geschmeidig im Wochenbettfeeling, hatte gar keine Lust auf drei Tage Familienfeier am Land. Allein der Gedanke daran machte mich ganz wuselig. Wie können wir unseren Spatz 70 km in der Babyschale transportieren? Das ist doch nicht gut für den Rücken! Was machen wir, wenn sie weint oder hungrig wird? Wir müssen das genau planen. Und richtig viel Zeug einpacken! Haben wir soviel Platz im Auto? Der Kinderwagen beansprucht schon den ganzen Kofferraum für sich! Wir brauchen eine Checkliste! Noch besser: Wir fahren erst gar nicht! Ja, am besten wir bleiben einfach zuhause!

Markus:

Ich konnte unseren ersten Ausflug als Familie gar nicht erwarten. 6 Wochen nach der Geburt bot sich die optimale Gelegenheit – eine mehrtägige Familienfeier inkl. aller Onkeln, Tanten, Omas und Opas. Unsere Kleine hatte sich schon an ihr neues Zuhause gewohnt und war die meiste Zeit ziemlich entspannt. Daher stand meiner Meinung nach, einem neuen Abenteuer nichts mehr im Weg. Ich bündelte meine gesamte Überzeugungskraft gegen Evas Bedenken und siehe da – wir packten. Eine 2-seitenlange Checklist, 3 Reisetaschen, 1 Wickeltasche, 1 Tragetuch, 1 Kinderwagen und 1 Maxicosi später saßen wir im bis oben angefüllten Auto. Ein letzter Check, ob wir auch das Baby eingepackt hatten und los ging es zu Tagen voll „tututu“, „gutschi gutschi gutschi“ und „moiiii“. Da schwillt die Papabrust.

Wenn es schon sein muss (Zitat Eva), dann darf Folgendes bei den ersten Außeneinsätzen nicht fehlen:

Babypflege

  • ~ 10 Windeln pro Tag (safe side)
  • eine Menge Stoffwindeln
  • Feuchttücher (ohne Parfum!)
  • Vitamin D Tropfen
  • Wundcreme & Co

Klamotten

  • ausreichend Bodys und
  • Strampler oder wie ihr sonst euer Baby gerne kleidet

Schlafen

  • Vertraute Kuscheldecke
  • Nachtstrampler/Pyjama
  • Babyphone
  • Nachtlicht

Outdoor – je nach Jahreszeit

  • Babytrage/Tragetuch und/oder Kinderwagen
  • Haube/Sonnenhut
  • Handschuhe
  • Jacke
  • Kälteschutzcreme/Sonnencreme

Trage vs. Kinderwagen

Eva & Markus´ Ansichtssache

Eva:

Unsere Kleine mag beides: Kinderwagen und Babytrage. Aber in vollen Straßenbahnen machen sich Mütter mit Kinderwagen beim Bimfahr-Volk oft unbeliebt. Außerdem schläft unser süßes Babylein in der Trage leichter ein. Also gehen wir bevorzugt mit Babytrage raus. Dort trifft Mama mit zuckersüßem, alle Welt anlächelnden Baby auf viele wunderliche Menschen. Die sagen dann meistens: „So eine freundliche Maus!“, und wir finden das wirklich sehr nett. Außerdem haben wir gelernt, allzu aufdringlichen, Baby tätschelnden Muttis und Omis geschickt auszuweichen und uns mit freundlichen Worten an ihnen vorbei zu winden.

Manche Begegnungen sind aber anders. Manche sagen dann solche Sachen: „Kriegt das Baby da auch genug Luft?“, „Die kann sich da drinnen ja gar nicht rühren!“, „Kriegen Sie davon nicht Kreuzweh?“, „Haben Sie keine Angst, dass Ihr Kind da heraus fällt?“ Mit diesem letzten Satz machte mich die Verkäuferin an der Supermarktkasse tatsächlich kurz sprachlos. „Äähhh nein, da fällt nix raus, aber danke!“

Markus:

Wir haben uns extra einen geländetauglichen Kinderwagen gekauft – sozusagen einen Jeep. Denn schließlich sind wir ja ursprünglich vom Land und möchten das auch mit unserer Kleinen erkunden. So müssen wir es jetzt hinnehmen, dass unser Baby-Geländewagen für die Stadt äußerst ungeeignet ist. Ist aber egal, denn unsere Kleine möchte sowieso lieber getragen werden – da sieht sie mehr und ist immer live dabei. Deswegen haben wir uns ein Tragetuch ausgeborgt. Das war jedoch für unseren Geschmack, trotz offizieller Babytragetuch-Beratung, zu kompliziert. Darum haben wir auf Willhaben eine Babytrage ersteigert, die tatsächlich wesentlich einfacher zu handhaben ist und mit der auch Papa zurechtkommt. Unserer kleinen Maus gefällt die Trage, auch wenn sie lieber auf die Hand genommen wird. Mit ihrer Vorliebe rennt sie bei Papa offene Türen ein. Denn der ist auch der Meinung, dass das Baby auf der Hand sicher mehr Spaß hat. Zudem schwitzt man sich gegenseitig nicht so an, was bei der Babytrage im Sommer schon der Fall ist. Aber egal welches Tragemittel Mama und Papa lieber haben, wir geben sowieso nur eine Empfehlung ab. Am Ende entscheidet eh die Kleine, mit was wir ausgehen 😉

3 Fragen, 6 Antworten

Habt ihr eine Trageberatung gemacht?
Eva: Unsere Kleine hat sich immer so überstreckt, da wurde das Tragen zu einer richtigen Challenge. Daher habe ich mir von einer Trageberaterin die Kreuzwicklung im Tragetuch richtig erklären lassen, damit da nix sein kann. Zur Sicherheit.
Markus: Ja, Eva. Sie hat mir dann gezeigt, wie es richtig angelegt wird. Aber mir war das eindeutig zu kompliziert.

Welche Trage habt ihr?
Eva:Zu Beginn borgten wir uns vom Familienbundzentrum ein elastisches Tuch von „je porte mon bébé“. Das kann man vorbinden und ist optimal für eine Trageanfängermama wie ich eine war. Aus fitnesskurstechnischen Gründen tauschten wir das dann gegen ein gewebtes Tuch. Den langen Bodenaufwischer fand ich aber eher umständlich. Als die Kleine dann alt genug war, kauften wir eine gebrauchte Babytrage. Die Handhabung gegenüber dem Tuch ist so viel einfacher. Und der Maus taugt es auch.
Markus: Die Babytrage, die wir jetzt haben, benutze ich auch. Nur im Sommer ist es mir mit der Kleinen umgespannt zu warm.

Trage oder Kinderwagen – Wo seht ihr die Vorteile?
Eva: Die Trage finde ich super, wenn ich wo bin wo viel los ist. Zum Beispiel in der Bim oder bei Veranstaltungen, wo der Kinderwagen zu langsam vorankommt. Auch beim Großeinkauf nehme ich die Maus statt in der schweren Auto-Babyschale lieber in der Trage mit.
Markus: Der Kinderwagen ist für länger Ausflüge super oder wenn wir Essen gehen. Das Tragetuch ist optimal, wenn man die Hände frei haben möchte. Am liebsten trage ich unsere kleine Maus aber auf der Hand.

Bettgeschichten

Eva & Markus´ Ansichtssache

Eva:

Schlafen. Ach wie schön ist schlafen. Seit meiner Teenagerzeit finde ich lange schlafen großartig. Als Mutter ändert sich daran nichts. Schlafen ist wunderbar. Aber Babys sehen das wohl anders. Denn Einschlafen ist für kleine Wonneproppen oft eine Qual und lange schlafen sowieso. So auch bei unserer kleinen Windelrockerin.

Müde vom Tag gähnt sie mir entgegen. Heute schläft sie sicher bald. Die Hoffnung ist groß, aber hinter ihren müden Augen verbirgt sich eine noch ungeahnte Ausdauer. Frisch gebadet, eingecremt und gewickelt, ziehen wir den Wohlfühl-Schlafoverall an. Dann blättern wir noch im Bilderbuch und ich lese ihr eine Gute-Nacht-Geschichte vor. Danach – entscheide ich – ist Schlafenszeit. Also lege ich sie neben mich ins Bett und schalte das Licht aus. Mein Entschluss kam für unsere Kleine aber total unerwartet. Sie schreit los. Völlig betroffen vom abrupten Ende des Tages, dreht sie sich von einer Seite zur anderen. Licht an. Ihre blauen Augen leuchten. Plötzlich lacht und quietscht sie wieder. Ich kuschle mich zu ihr. Licht aus. Weinen. So geht das eine Weile.

Dann raffe ich mich auf und leite Stufe 2 ein. Ich nehme sie hoch und gehe im abgedunkelten Schlafzimmer hin und her. In meinen Armen liegend hat sie sich immer noch nicht mit meiner Absicht, sie zum Schlafen zu bringen, anfreunden können. Entschlossen dreht sie ihren Kopf nach hinten und schluchzt. Stufe 3 beginnt – das Vorsingen. Das beruhigt sie. Gespannt lauscht sie meiner Interpretation verschiedener Schlaflieder, das in eine LaLeLu-Dauerschleife übergeht.

Nachdem mir der Text langsam zu langatmig wird, beginne ich zu summen, dann werde ich immer leiser. Stille. Sie schläft. Ich lege sie in ihr Bettchen. Leider etwas zu voreilig, denn sie wacht wieder auf! Entrüstet blickt sie mich an. Zurück zu Stufe 2. Irgendwann schläft sie dann doch ein. Und ich auch.

Markus:

Wenn ich als Papa mit unserer Kleinen schlafen gehe, ist das so eine Sache. Sagen wir so – sie muss schon ziemlich müde sein, dass sie bei mir einschläft. Aber dass unsere Kleine müde ist, heißt noch lange nicht, dass sie einschläft. Für solche Fälle habe ich die „Papa-Rolle mit beinahe 100 % Schlafgarantie“ erfunden. Ein Mittel für all jene, die keinen Busen zur Bestechung haben. Eine detaillierte Anleitung zur Papa-Rolle findest du hier:

  1. Lege dein Baby diagonal auf eine kleine, aber nicht zu kleine, kuschelige Decke
  2. Wenn du Baby-Rechtsarmträger bist wie ich, dann platziere dein Kind eher etwas links von der Mitte der Decke.
  3. Jetzt ziehe zuerst die linke und dann die rechte Ecke über den Bauch deines Babys – ruhig mit etwas Spannung, aber bitte mit Gefühl.
  4. Jetzt klappst du den unteren Teil der Decke nach oben. Das ganze erinnert jetzt etwas an einen Wrap.
  5. Lege dein Baby mit dem Gesicht zu dir auf deinen Arm.
  6. Sofern noch nicht geschehen, sollte jetzt der Schnuller zum Einsatz kommen.
  7. Wichtig ist, dass sich dein Baby mit dem Kopf in die Decke kuscheln kann und dass so viel von der Decke übrig ist, dass der Schnuller nicht andauernd auf den Boden fällt.
  8. Jetzt kannst du dein Kind ruhig ein wenig an dich drücken, damit es deine Nähe spürt.
  9. Den oberen Zipfel der Decke kannst du noch etwas über den Kopf deines Babys legen. Immer darauf achten, dass es noch genug Luft bekommt!
  10. Wenn es noch hell ist oder dein Baby recht abgelenkt scheint, hilft es auch, eine Stoffwindel, sozusagen als Dach, über den Kopf des Babys zu legen. Das Näschen und der Mund bleiben dabei frei.
  11. Et voilà – Dein Baby fühlt sich wohl und schläft (hoffentlich) ein!

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Die ersten Tage zu Dritt

Eva & Markus´ Ansichtssache

Eva:

Auf der Geburtenstation starteten wir in unser neues Lebensglück. Die drei Tage dort waren gut, um sich einzugewöhnen. Ich nehme an, ein bisschen nervös und unbeholfen sind fast alle Eltern zu Beginn. Kein Wunder! Dieses kleine, noch ganz zerknautschte Wesen sieht so zerbrechlich aus und ist völlig auf einen angewiesen – Das macht schon mega Bauchkribbeln! Deswegen versuchte ich auch nicht zu schmunzeln, als der Mann meiner Zimmerkollegin beim Anziehen seines Sohnes sichtlich verzweifelte. Er hielt den Body in die Höhe, drehte ihn in alle Richtungen, schaute auf das Baby, dann auf seine Frau und meinte: „Ich weiß nicht wie ich ihm DAS anziehen soll?!“ Als Jungmami konnte ich hier gut mit ihm fühlen. In diesen ersten Tagen gibt es viele „Erste Male“. Und auf diese Ersten Male folgen viele weitere Erste Male. Gerade in den ersten Wochen lernen die kleinen Wunderkinder unheimlich viel Neues und wir Eltern müssen lernen, uns auf das Neuerlernte einzustellen.
Aber soweit waren wir noch nicht. Jetzt musste ich erstmal lernen unsere Kleine zu stillen. Leichter gedacht als getan. Unser Prinzesschen verlor an Gewicht. Bis zu 10 % des Geburtsgewichtes „dürfen“ Babys in den ersten Tagen verlieren. Ahhh!! Es wurde knapp. Am dritten Tag konnten wir trotzdem heim. Die Milch schoss ein und unsere Zuckermaus nahm fleißig zu. Wir lieben jedes Gramm an ihr 😉

Markus:

Die Zeit nach der Geburt, in der meine Mädels im Krankhaus waren, kam mir wie eine kleine Ewigkeit vor. Es waren zwar nur 3 Tage, aber gefühlt handelte es sich um Wochen. Sobald ich das Krankenhaus, immer am Ende der Besuchszeit für Väter, verlassen musste, wusste ich nicht, was ich mit meiner Zeit anfangen sollte. Ich kam mir hilflos vor und fragte mich andauernd, wie es wohl unserer kleinen Maus ging. Jeden Tag trottete ich widerwillig aus der Kinderklinik, staunte dann jedes Mal aufs Neue über den hohen Betrag, den ich für das Parkticket zahlte, ärgerte mich kurz und bekam darauf hin riesen Hunger. Denn Männer werden nicht nur ausgesperrt, sie bekommen auch nichts zum Essen im Krankenhaus. Und wenn die Jungmama etwas von ihrem leckeren Menü überlässt, dann müssen Väter den Rest möglichst schnell hinunterschlingen, bevor eine Krankenschwester kommt und dich mit vorwurfsvollen Blicken durchlöchert. Denn schließlich brauchen Jungmütter genug Nahrung, denn sonst kommt keine Milch. Und indirekt bist dann du Schuld, wenn deine Tochter abnimmt und deine Frau erledigt ist. Zumindest kam es mir so vor. Zweifel, die ich tagtäglich mit abendlichen Big Macs und Cola hinunterspülte. Anschließend fernsehen bis die Augen tränten und dann von selbst zufielen. Endlich ein neuer Vormittag! Ich darf wieder rein! Papa is back und heute nehme ich meine Mädels mit nachhause. Schlussuntersuchung bei der allmächtigen Ärztin, die über die Entlassung entscheidet. Unsere kleine Maus wird in alle Himmelsrichtungen gedreht und auf unseren gemeinsam erklärten Feind, die Waage, gelegt. Sie ist mit dem Gewicht an der Untergrenze. Blöde 10%-Regel. Wir fahren heim! Gott sei Dank sieht das auch die Ärztin so 🙂

3 Fragen, 6 Antworten

Was ratet ihr jungen Eltern in der Anfangszeit?
Eva: Lest nicht zu viele Elternforen – Die machen einen schnell wahnsinnig. Vertraut auf die eigene Intuition und fragt beim Kinderarzt oder der Hebamme nach, wenn ihr unsicher seid.
Markus: Lasst euch von den oft sehr unterschiedlichen Meinungen von Bekannten, Krankenschwestern, Hebammen und Ärzten nicht verunsichern.

Wie waren die ersten Tage zu Dritt?
Eva: Schön, aber anstrengend. Gerade am Anfang waren wir im 24h-Dauerbetrieb: Aber es pendelt sich ein und ja, es wird leichter! 😉
Markus: Unglaublich schön. Von da an drehte sich alles um unsere kleine Maus.

Was darf zuhause nicht fehlen?
Eva: Bodys, Windeln fürs Baby, Binden und Schokolade!
Markus: Ein Flascherl und HA-Nahrung für Säuglinge, sollte etwas mit dem Stillen nicht klappen. Eine Babydecke ist auch sehr hilfreich.

Der Tag der Geburt

Eva & Markus´ Ansichtssache

Eva:

Ich blieb solange zuhause bis Markus es nicht mehr aushielt. Um 16:00 Uhr sind wir ins Krankenhaus gefahren. Es folgten einige Wehen im Auto, in der Tiefgarage, im Lift und am Gang des Krankenhauses. Nach der Anmeldung hängten sie mich noch mal an den Wehenschreiber. Markus kaschierte seine Nervosität indem er mich über meinen Wehenverlauf laut CTG auf dem Laufenden hielt. Er: „Diese war jetzt nicht so stark wie die davor…!“ Ich: „Danke! Ich hab’s gespürt. Können wir jetzt über etwas anderes reden?“ Alles klar 😉 Da der Muttermund schon weit offen war, kamen wir gleich ins Kreißzimmer. Und das war gut so, denn um 18:22 war unsere Maus dann schon auf der Welt. In dieser Nacht habe ich auf der Geburtenstation kein Auge zugetan. Ich musste dieses Wunder die ganze Nacht betrachten.

Markus:

Ich schlafe grundsätzlich wie ein Stein. Doch am 11. November um ca. 5 Uhr früh hoben mich schleichende Schritte und ein leises Stöhnen aus dem Bett. Eva war wach und ging im Zimmer herum. Sie hatte Wehen. Ich wäre am liebsten gleich ins Krankenhaus gefahren. Das Kind konnte jederzeit kommen. Doch sie beruhigte mich und versicherte mir, dass alles in bester Ordnung sei. Schwer zum Überzeugen, schlief ich gleich wieder ein. Ein paar Stunden später ging ich daher wie gewohnt zur Arbeit. Meine stündlichen Kontrollanrufe zuhause, wurden als unnötige Besorgnis abgetan. Um 15 Uhr schickten mich meine Arbeitskolleginnen nach Hause, weil ich mit dem Kopf sowieso wo anders war. Daheim angekommen, erzählte mir Eva, dass sie jetzt plötzlich alle 5 Minuten Wehen hatte. In mir schrillten die Alarmglocken. Das war die Deadline, von der ich im Geburtsvorbereitungskurs gehört hatte. Auf eindringliches Drängen meinerseits, schnappten wir uns also die vor Wochen gepackte Tasche und ab ins Krankenhaus. Jetzt ging es Schlag auf Schlag. Um 16 Uhr waren wir im Spital angekommen, dann Aufnahme und gleich zum Wehenschreiber, der mich stark an einen Seismografen erinnerte. Ich wusste genau, wann Eva eine Wehe hatte und wie stark diese war. Das teilte ich ihr auch voller Enthusiasmus mit, bis sie mich höflich bat, das zu unterlassen. Dann ging’s in den Kreißsaal und um 18:22 war unsere wunderschöne Tochter geboren. Meine Tränensäcke waren randvoll. Ich war erledigt aber überglücklich.

3 Fragen, 6 Antworten

Wie habt ihr die Geburt erlebt?
Eva: Sie war anstrengend, aber unkompliziert und alles ging recht flott.
Markus: Die Geburt war intensiv, laut und unglaublich. Ich bewundere Hebammen.

Wie fandet ihr den Kreißsaal?
Eva: Er war sicher schön, aber ich hatte gar nicht so richtig Zeit mich dort genauer umzusehen.
Markus: Ich hätte mir viel mehr Metall und Chrom erwartet. Der Raum war eher wie ein Wohnzimmer, nur mit etwas gewöhnungsbedürftigen Turngeräten.

Habt ihr einen Tipp für Eltern, die den großen Tag erst vor sich haben?
Eva: Nicht zu früh und nur mit leichtem Gepäck ins Krankenhaus fahren.
Markus: Überlasst der Frau das Kommando.

 

Ansichtssache by Eva & Markus

Eva & Markus

Eva und Markus lassen uns hier am mama-papa-blog regelmäßig an ihren Erlebnissen als Eltern einer kleinen Tochter teilhaben.

Eva über Markus: bodenständig, rational, leidenschaftlich, sozial, Hobby-Kicker und Tischtennisspieler (Marktwert 145 Euro😉 ). Er geht gerne Schwammerlsuchen, kocht gerne und bügelt seine Hemden selbst. Er mag das Meer (am liebsten schnorchelnd), grillen, Buttermilch und Nutella.

Markus über Eva: verträumt, emotional, kreativ, Hobby-Sportkursbesucherin, Sicherheitsbeauftragte und Sozialromantikerin. Sie liebt Erdbeeren, die Berge, die Sterne, den Sommer, Schokolade und ihre Familie sowieso.

Das Paar: versteht sich blind, kann streiten wenn’s sein muss, versöhnt sich innig, ist etwas verrückt und (war) auf jeder Party der Knaller. Sie lieben das Leben, ihre Wohnung, das Reisen, thailändisches Essen, die Natur, ihre Familie und sie lieben einander. Deswegen auch seit 9.8.2014 verheiratet und seit 11.11.2015 nun zu dritt. Mit ihrem kleinen Schatz beginnt eine neue Ära für sie. Als Erstlingseltern werden sie hier ihre Erfahrungen mit euch teilen.

Unsere Maus: zuckersüß, superfreundlich, hat Pfeffer im Hintern, pfeffert auch gern in die Windeln, strampelt fest, ist in ein Äffchen verliebt, hält Mama und Papa auf Trab und ist ganz bestimmt überdurchschnittlich intelligent😉

Hier geht´s zu Eva & Markus´ Beiträgen: Ansichtssache

Wir sind schwanger

Eva & Markus´Ansichtssache

Eva

Die ersten drei Monate sind hart. Das kommende Glück ist noch ein großes Geheimnis und obwohl ich noch nicht schwanger aussah, fühlte sich mein Körper schon sehr schwanger an: Mir war übel, nicht speiübel, aber doch richtig unangenehm schlecht. Komischerweise reckte es mich vor allem beim Zähneputzen. Außerdem war ich müder als Dornröschen. Schlafen gehörte während der ersten drei Schwangerschaftsmonate zu meiner Lieblingsfreizeitbeschäftigung. Danach ging es aber – wie von vielen Seiten prophezeit – richtig bergauf. Ab der 12. Woche etwa war alles schwangerschaftsglowgenial. Ich spürte die ersten Bewegungen meiner kleinen Mitbewohnerin und das Bäuchlein wuchs. Manchmal überkam mich eine Woge des Glücks und ich wurde richtig sentimental. Ich war gern schwanger. Nachdem ich zwölf Kilogramm zugenommen hatte, war meine Schwangerschaftsgrazie aber völlig dahin. Glücklicherweise wurde es auch unserer Kleinen langsam zu eng.

Markus

Ich habe unsere Schwangerschaft als sehr angenehm empfunden. Manche werden jetzt sicher gleich aufschreien und sagen: „Eh klar, für den Mann ist’s ja ein Kinderspiel.“ Und darauf kann ich nur antworten: „Ihr habt Recht – zumindest in meinem Fall.“ Meine Frau Eva war erstaunlich unlaunisch. Ich hatte mich ehrlich gesagt schon auf Gröberes eingestellt. Gut, sie hatte zwar ein paar neue, divenmäßige Ansätze, aber ich muss sagen, das hatte sie sich mehr als verdient. Sie war taff und gleichzeitig relaxed. Nur bei der Programmwahl im Fernsehen mussten wir aufpassen, dass wir nicht zu sehr auf die Tränendrüse drückten. Ein Duett beim Disney-Film „Die Eiskönigin“ beispielsweise stellte sich als extrem grenzwertig heraus. Alles in allem war die Zeit aber einfach nur genial. Unsere kleine Maus war für uns vom ersten Tag an ein vollwertiges Mitglied unserer Familie. Wir erzählten ihr von harten Arbeitstagen, lustigen Begegnungen und auf was sie sich alles in der Welt da draußen freuen kann. Wir jubelten, wenn wir ihre Tritte fühlten und waren etwas besorgt bei ihrem täglichen, abendlichen Schluckauf. Wir konnten es kaum erwarten, unser kleines Mädi endlich in den Händen zu halten.

 3 Fragen, 6 Antworten

Welche Vorteile brachte die Schwangerschaft?
Eva: Ich war stolz auf meinen Bauch, hatte immer einen Platz in der Straßenbahn und bekam viele Komplimente.
Markus: Ich durfte mit jedem auf das Vaterwerden anstoßen, hatte immer eine Chauffeurin und die war meistens noch dazu gut drauf.

Welche Nachteile brachte die Schwangerschaft?
Eva: Übel- und Müdigkeit und ich sah kaum einen Film bis zum Ende.
Markus: Papa´s Gewichtzunahme.

Wie habt ihr euch auf die Geburt vorbereitet?
Eva: Mit Büchern und zahlreichen wohlgemeinten Ratschlägen von Freunden und mir völlig Fremden.
Markus: Im Geburtsvorbereitungskurs und mental.