Stille Nacht, heilige Nacht?

Für Familie Richter ist die Weihnachtszeit etwas ganz besonderes. Und jetzt, wo der kleine Maximilian schon fünf Jahre alt ist, möchte auch er das Weihnachtsfest mitgestalten. Gemeinsam den Baum schmücken, leckeres Essen genießen und miteinander Weihnachtslieder singen – darauf freut er sich seit Wochen. Doch irgendwas ist dieses Jahr anders. Die Atmosphäre zuhause ist unruhig, die Eltern wirken gestresst und Vorfreude kommt nur schwer auf. Und zu allem Überfluss lässt sich die Oma, die im Advent normalerweise immer zum Kekse backen kommt, heuer auch nicht blicken. Es scheint fast so, als würden sich schon alle darauf freuen, wenn die hektischen Feiertage endlich vorbei sind.


Antwort unserer Expertin

Unsere Familienberaterin Mag.a Gudrun Ebenhofer-Schinnerl kennt die Herausforderungen rund um Weihnachten und hat wertvolle Tipps für die schönste Zeit des Jahres für Sie und Ihre Familie parat:

Viele Menschen verbinden die eigentlich ruhige Weihnachtszeit mit Hektik und Stress. Oft stellen sich Eltern die gleiche Frage wie Familie Richter: Wie können wir, als Familie, diese besinnliche Zeit intensiv miteinander erleben?

Um den Advent bewusst mit den eigenen Kindern zu feiern, können schon ganz kleine Rituale helfen:

Stellen Sie das abendliche Vorlesen ganz unter das Motto „Weihnachten“. Lesen Sie den Kindern Geschichten, Gedichte oder Wissenswertes zu unseren Traditionen vor. Basteln Sie gemeinsam einen Adventkranz und nehmen Sie sich mit der ganzen Familie an den Adventsonntagen Zeit, um miteinander eine Kerze anzuzünden. Setzen Sie sich an den Tisch, während Sie im Kerzenschein ein Lied singen. Nehmen Sie sich jeden Tag ein paar Minuten Zeit, um durchzuatmen und sich auf dieses, besonders für Kinder, magische Fest einzustimmen und zu freuen.

Dabei gilt: weniger ist oft mehr! Sei es bei den Geschenken oder beim Kekse backen. Es macht keinen Sinn, sich abzustrampeln um alles unter einen Hut zu bekommen. Vielleicht kann man ja eine kleine Kooperation mit befreundeten Familien eingehen? Jede Familie backt eine Sorte Weihnachtskekse und dann wird untereinander getauscht – so hat jeder mehr davon! Kann man die Anzahl der zu beschenkenden Menschen reduzieren, etwa durch ein Wichtelspiel?

Gerade zu Heiligabend haben viele Menschen besonders hohe Erwartungen und eine ganz spezielle Vorstellung vom Weihnachtsfest. Kann ich meinen Perfektionismus überdenken und auch mit einem weniger aufwändigen Essen einen besinnlichen Abend erleben? Wo können wir als Familie alle zusammenhelfen?

Das gemeinsame Ziel sollte sein, etwas Leichtigkeit in diese besinnliche und doch hin und wieder hektische Zeit zu bringen. Vielleicht überlegt man sich als Familie auch, welche weihnachtlichen Rituale beibehalten und welche möglicherweise verändert werden sollten. Hilfreich beim Entschleunigen kann auch das Erinnern an das Wesentliche dieses Festes sein, nämlich eine ruhige Zeit mit seinen Liebsten zu verbringen.

Dabei hilft auch eine große Portion Humor, besonders wenn etwas nicht so gelingt, wie man es sich vorgestellt hat oder die Kinder vor lauter Weichnachts-Vorfreude etwas ungeduldig sind 🙂

 

Bildnachweis: Madhourse/shutterstock.com

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