Back to School – was nun?!

In den letzten Tagen läuft die kleine Nina etwas unrund. Sie hat wenig Hunger, keine Lust rauszugehen, zieht sich lieber zurück und ist schnell gereizt. Das ist natürlich auch ihrer Mama und ihrem Papa schon aufgefallen, ist Nina doch normalerweise ein richtiger Sonnenschein. Ihre Eltern haben eine Vermutung. Kommenden Montag fängt die Schule wieder an. Also sprechen sie Nina darauf an und diese bricht darauf in Tränen aus: „Ich habe den ganzen Sommer lang nichts gelernt. Ich habe solche Angst, dass ich im Unterricht nicht mehr mitkomme. Zudem ist meine beste Freundin weggezogen. Was ist, wenn mich die anderen Kinder nicht mögen?“ Ninas Eltern zerbricht es bei diesen Worten das Herz. Sie möchten ihrem Schatz unbedingt helfen, sind aber ziemlich ratlos, wie sie das anstellen.

Ratschläge unserer Expertin
Unsere Psychologin Elina kennt diese Thematik nur zu gut und hat nützliche Tipps für Ninas Eltern parat:
Reden Sie mit Ihrer Tochter über ihre Ängste und Sorgen und nehmen Sie diese ernst. Es ist ganz als normal, dass sie traurig ist, wenn ihre beste Freundin wegzieht und auch Bammel vor der Schule sind nichts Außergewöhnliches. Sagen Sie ihr, dass gute Freundschaften halten, auch wenn man nicht unmittelbar nebeneinander wohnt und fragen Sie Nina, welche Kinder sie sonst noch aus der Gegend kennt und mag. Vielleicht fällt ihr ja dann schon jemand ein, mit dem sie in Zukunft Zeit verbringen möchte.

Stärken Sie den Selbstwert Ihres Kindes und machen Sie ihr Mut! Überlegen Sie gemeinsam, was Ninas Stärken in der Schule und außerhalb sind. Denken Sie mit Ihrer Tochter nach, worauf sie stolz sein kann. Was habe ich im letzten Schuljahr gut gemacht bzw. was lief in den Ferien toll? Wie kann mir das helfen, das neue Schuljahr wieder gut zu meistern? Sagen Sie ihr auch, dass Fehler machen erlaubt ist. Nehmen Sie den Leistungsdruck etwas raus und bestärken Sie Ihre Kleine, dass ihr alles wieder prima gelingen wird.

Besprechen Sie mit Nina, wie das neue Schuljahr wohl werden wird. Was bleibt gleich? Welche Lehrer wird sie haben und wie ist die Beziehung zu ihnen? Zu wem kann sie gehen, wenn sie Sorgen hat? Versuchen Sie herzauszufinden, was ihr Spaß macht und gut tut. Wecken Sie ihre Vorfreude, indem sie Ihre Tochter beim Kauf von Schultasche und Co. mitentscheiden lassen. Schmieden Sie sich einen Plan, wie Sie die Tage vor Schulbeginn gemeinsam nutzen, um einerseits was tolles zu erleben und andererseits langsam wieder den Schulrhythmus zu finden.

Lassen Sie sich für den ersten Schultag Ihrer Tochter etwas Besonderes einfallen, das zeigt, wie lieb Sie sie haben – z.B. einen besonderen Glücksbringer oder eine Notiz mit netten Worten. Oder basteln Sie ihr eine Schatzkiste für die Schule mit Dingen, die ihr in Stresssituationen gut tun.

Zudem ist es hilfreich, wenn Sie die Situation auf einer „Das-ist-schlimm-Skala“ von 1 bis 10 gemeinsam mit Ihrer Tochter bewerten, um ein besseres Gefühl für die Lage zu bekommen. Und es ist ratsam, sich Hilfe von Experten, z.B. in einer Familienberatungsstelle, zu holen. Oft ist eine fremde Sicht auf die Dinge nützlich und manchmal vertraut man sich Außenstehenden leichter an. So findet Nina sicher eine Lösung, die anschließend mit der gesamten Familie umgesetzt werden kann.

Unsere Familienberater stehen Ihnen bei vielen Herausforderungen des Lebens unterstützend zur Seite! Holen Sie sich hier anonym Rat.

Bildnachweis: OÖ Familienbund/Andreas Schleifer

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