Basteln mit Papi

Mit filigranen Bastel-Anleitungen kann ja doch mancher nicht so richtig viel anfangen. Aber damit auch weniger feinmotorisch Begabte mal zuum Basteln kommen, haben wir nun auch was gefunden, wo sich Väter mal austoben können. Und so richtig praktisch ist es auch noch!

Ihr kennt es vielleicht – die Kinder wollen überall dabei sein und überall mitmachen. Auch in der Küche. Klar kocht man viel lieber mit Mama und Papa mit als sich daneben in der Puppenküche zu betätigen. Da lässt man sie naürlich gerne helfen!

Leider treten hier neben Anbrennen, Aufgabenverteilung und „Mama, guck mal das große Messer“ noch weitere Herausforderungen auf. Eine davon stellen die vielen Höhenmeter, die zwischen den kleinen Köpfen und der Anrichte liegen, dar. Um die zu überbrücken wird ein Stuhl angeschleppt, auf den dann gekraxelt wird.

Wer soll denn aber bei all der Ablenkung noch darauf achten nicht vom Stuhl zu kippen?! Hier muss Abhilfe her! Zwar kann man sich den so genannten „Learning Tower“ mittlerweile auch auf Amazon bestellen, ihr könnt ihn allerdings auch selber machen – was natürlich mehr Spaß macht und auch noch weniger kostet.

Was ihr braucht:
Tritthocker (z. B. Bekväm/Ikea)
Hocker (quadratisch oder rechteckig, z. B. Oddvar/Ikea)
Schrauben

Den Tritthocker zusammenschrauben. Beim Aufbauen vom Hocker darauf achten, dass der Sitz an der Unterseite montiert wird und der Hocker oben offen ist. Eines der Verbindungshölzer der Beine lässt man weg, so entsteht genug Platz damit die Kinder später allein durchklettern können und sie nicht jedes Mal jemand hineinheben muss.

Nun werden nur noch beide Flächen der Hocker aneinander geschraubt und schon ist der Turm fertig! Je nach Geschmack kann dieser natürlich noch bemalt und verziert werden. Wer mehr Kinder hat, kann natürlich auch Hocker mit größerer Sitzfläche verwenden.

LearningTower

Ein großes DANKE an Elisabeth (Volksschullehrerin, Spielgruppenleiterin, leidenschaftliche Köchin und Mama) vom Familienbundzentrum Urfahr!
FBZ Urfahr

 

Ich bin okay, du bist okay

Letztens erreichten uns diese ehrlichen Worte, die wir euch nicht vorenthalten möchten… fragt man sich doch als Elternteil oft, wie andere fühlen und denken und ob man nur selbst manchmal überfordert ist. Wir sagen euch – nein, ihr seid nicht allein!

Darf man als Mama oder Papa auch mal überfordert sein oder einen schlechten Tag haben? Ja, das darf man!

Manchmal hab ich’s satt!

Oft will man sich einfach bequem durch die Social-Media-Welt scrollen und von amüsanten Inhalten berieseln lassen. Leider kommt man als Mutter nicht drum herum, andere von Eltern geteilte Inhalte zu sehen. Und da stolpert man teils über Dinge, die man als frischgebackene Mutter nun wirklich nicht sehen möchte. Schlanke aufgestylte Mütter, in hohen Schuhen und kurzen Röcken. Mit tollen Frisuren und frischem Make-Up. Ich selbst bin froh, überhaupt ein Shirt ohne Flecken gefunden zu haben.

Dann rollt man kurz mit den Augen und scrollt weiter. Und stolpert dann über Artikel mit so tollen Themen wie „Trotz Müdigkeit ins Fitnessstudio“ oder „Auch mit Baby was für sich tun“. Was für mich zu tun – das hieß nach der Geburt, kostbare fünf Minuten duschen oder telefonieren zu können. Den Körper nach den Strapazen einer Geburt mit geschwollenen Augen und fettigem Haar ins Fitnessstudio schleppen?! Sicher nicht!

Und doch wird einem ständig ein schlechtes Gewissen von außen eingeredet, ist doch das Bild der Über-Mutti allzu präsent. Ja, ihr könnt alles schaffen, liebe Frauen, ihr müsst nur die Motivation finden euch die Beine zu rasieren, Sport zu treiben, dem Mann stets lächelnd eine tolle Partnerin zu sein und niemals etwas wie Frust oder Überforderung zu empfinden. So hat man zu sein, oh ja.

Auch viele Frauen die ich kenne, schrammen oft am schmalen Grad zwischen dem, was man zu sein hat und dem, was man wirklich ist. Zu groß ist die Scham, zu viel Angst hat man vor den Blicken und bissigen Kommentaren anderer Eltern. Daher möchte ich ihnen und euch allen sagen: es ist okay. Wir wissen es alle und trauen uns trotzdem oft nicht, es zuzugeben.

Es ist okay, zu müde zu sein, um etwas zu unternehmen.
Es ist okay, die Zeit für sich auf der Couch statt im Sportkurs zu verbringen.
Es ist okay, sich keine Gedanken über Haare und Make-Up zu machen.
Es ist okay, einmal nicht frisch zu kochen und dem Baby ein Glas aufzumachen.
Es ist okay, genervt und überfordert zu sein.
Es ist okay, sich nicht immer beherrschen zu können.
Was ich empfinde, ist okay – was du empfindest, ist okay.

Ja ich schaffe es oft nicht, alles unter einen Hut zu bringen – aber das macht mich weder zu einer schlechten Mutter noch zu einem schlechten Menschen. Denn ein Regentag bringt noch keine Überschwemmung. Was zählt, ist was ich meinen Kindern für ein Gefühl entgegenbringe und diese Basis wird von einem bösen Wort oder einem schmutzigen Leiberl nicht umgestürzt. So lange ich mein Leben authentisch und liebevoll lebe, wird auch mein Kind zufrieden sein.

Einen Gruß an alle Mütter, ihr macht das toll!

Wir bedanken uns dafür. Ehrlichkeit ist die Voraussetzung, sich auszutauschen zu können, in den Erfahrungen anderer wiederzufinden und zu merken – damit steh‘ ich nicht allein da!