Eiswürfelfarbe: Für die coole Malerei

Der heutige Basteltipp für die vielleicht letzten heißen Sommertage und das tolle Foto kommen dieses Mal von Gabi Mayr, Familienbundzentrum Mondseeland. Und das ist wirklich eine der coolsten Ideen, die wir in diesem Sommer hatten. Meine drei Mädels waren begeistert. Nur die Jüngste hat nicht so recht eingesehen, warum sie dieses Eis nicht essen soll. In Zukunft wird sie vermutlich dafür mit dem Twini malen wollen;-)

Ihr braucht dazu:

  • Eiswürfelbehälter,
  • Bastelfarbe
  • Wasser
  • Eisstiele

Und dann kann es schon losgehen. Die Eiswürfelschale wird mit ein wenig Farbe befüllt. Dann fügt man Wasser hinzu bis jedes Fach voll ist. Nun verrühren, damit die Farbe und das Wasser komplett vermischt sind. Dann die Eiswürfelschale in den Gefrierschrank stellen. Das Wasser für etwa 30 Minuten frieren lassen, die Eiswürfelschale herausnehmen und einen Eisstiel in jedes Fach stecken, um einen Handgriff zu machen. Nun wieder ab ins Gefrierfach bis das Wasser vollständig gefroren ist.

Und los geht die Malerei!!

Wir hatten übrigens keine Bastelfarbe und haben einfach Wasserfarben aufgelöst und eingefroren. Funktioniert genauso gut. Und wer bei den ganz Kleinen auf Nummer sicher gehen will: auch Lebensmittelfarbe kann man toll im Wasser auflösen.

Danke Gabi für diesen super Basteltipp!!!

Familienbundzentrum Mondseeland

Schloßhof 6, 5310 Mondsee

0664 / 8262715

fbz.mondseeland@ooe.familienbund.at

 

Wettex-Schildkröten

Heute wurde gebastelt und sogar meine Kleine hatte bei dieser Bastelei riesig Spaß, weil man von Anfang an sehen kann, was das Gebastelte wird. Eine tolle Upcycle-Bastelei. Der neue Trend. Um es mit den Worten meiner Großen Tochter zu sagen: „Aha, da wird aus Müll was Nettes gemacht.“ Ja, stimmt. In unserem Fall kam die Idee, Anleitung und das süße Foto von Manuela Katzmaier Leiterin des FBZ Gramastetten. Vielen Dank für diesen tollen Beitrag!

Und so wird es gemacht:

Man benötigt dazu:

  • Wettex (am besten in verschiedenen Farben
  • leere Petflaschen
  • Gummiringe
  • optional Kulleraugen (die eigenen sind auch nett, aber hier meinen wir gekaufte aus Plastik;-))
  • Schere/Messer/Kugelschreiber

Und dann kann es losgehen. Zuerst schneidet man von den gesäuberten PET-Flaschen  mit einem Messer den Boden ab. Anschließend umrandet man die Flasche auf einen Wettex. Das ist dann der Körper der Schildkröte. Dazu kommen Füße und der Kopf. Für gänzlich ungeübte gibt es unzählige Vorlagen im Internet.  (Tipp: Wenn ihr mehrere Schildkröten aus gleich großen PET-Flaschen bastelt, dann müsst ihr diesen Schritt nur einmal durchführen und verwendet diesen Schildkrötenkörper als Schablone für die weiteren Schildkröten.)

Dabei ist zu beachten, dass noch ein paar Millimeter Wettex über stehen müssen, damit wir später den Panzer befestigen können.
Den Flaschenboden nun mit Gummiringen oder Faden am Wettex befestigen.
Bevor ihr fertig seid, bekommt eure Schildkröte noch ein Gesicht mit Wackelaugen und ihr könnt die Bäuche der Schildkröten mit unterschiedlichen Materialien füllen. Die Augen einfach mit Alleskleber festkleben oder aufmalen und den Mund mit Kugelschreiber oder Filzstiften malen.

Fertig ist das nette Dekotier! Vielen dank für diesen süßen Vorschlag!

Manuela Katzmaier
Leiterin des Familienbundzentrum Gramastetten
Linzerstraße 10
4201 Gramastetten

Tel: 0664/8524350

fbz.gramastetten@ooe.familienbund.at

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Einer is(s)t glücklich. Zwei dürfen sich beschweren. Fair ist fair.

Ich habe ein Problem. Okay. Zugegeben, ich hab sicher mehrere. Aber eines, das mich im Moment besonders beschäftigt, betrifft die Ernährungsgewohnheiten meiner Jüngsten. Also, hier von Ernährungsgewohnheiten zu sprechen, wenn es sich um eine Zweijährige handelt, ist sicher nicht ganz korrekt. Vermutlich müsste es die bevorzugten Ernährungsweisen heißen, aber wer nimmt das schon so genau.

Es geht auf alle Fälle um Folgendes: Mein Kind isst mit Vorliebe Fleisch bzw. stark gewürzte Wurst. Hört sich ja jetzt gar nicht so schlimm an. Aber wenn ein kleines Mädchen den ganzen Tag am liebsten die dicksten Cabanossis und Salami essen würde und das meiste andere vehement verweigert, wird es schon schwieriger. Unlängst waren wir zu Gast am Grundlsee. Mädimausi und ihren Fleischtick fanden alle süß. Bis sie den anderen sieben Anwesenden beim Frühstück auch noch den Rest des ganzen Aufschnittes weggefuttert hat.

Denn kaum war die Salami weg, kam gnädiger Weise der Schinken dran. Semmel oder Brot wurde nur unter Androhung von absolutem Fleischverbot gegessen. Und auch nur wenig. Im gekochten Zustand werden ebenfalls alle Beilagen und Gemüsesorten verweigert. Zum Glück isst sie im Rohzustand Gemüse und Obst. Also bekommt die Jüngste dann zu Mittag einen Teller mit Fleisch und Rohkost. Sogar Nudeln werden abgelehnt. Außer ich ertränke sie in Sauce Bolognese, sodass sie nicht auffallen. Trennkost der Extraklasse.

Was ich auf meine alten Tage noch so alles lernen kann. Nun hab ich ein anderes Mädchen, das beinahe alles isst. Beinahe. Und eines, das sich am liebsten von Nudeln pur und Süßem ernähren würde. Wäre ich eine leidenschaftliche Köchin, würde mich das vermutlich an den Rand des Wahnsinns treiben und ich wäre mit meinem Latein schnell am Ende. Zum Glück kann ich nur mäßig kochen und bei Latein komme ich schon zu einem Ende, bevor ich überhaupt angefangen habe. Es gibt eben ab jetzt jeden Tag für eine etwas, das sie gerne isst und zwei dürfen sich lauthals beschweren. Fair ist Fair. Und irgendwann hört man die Beschwerden ohnehin nicht mehr und machen im Ohr nur noch ein kleines leises Fipsen aus.

Und ich? Ich musste mit Entsetzen feststellen, dass ich nicht einmal mehr so genau weiß, was ich gerne esse. Als ich unlängst von einer Freundin in ein vornehmes Restaurant ohne Kinder zum Essen ausgeführt wurde und ich somit nicht das obligatorische Schnitzel mit Pommes der Kleinen oder die Reste der Großen verspeiste, war ich restlos überfordert. Bei jeder Speise fragte ich mich, als würde ich sie zum ersten Mal hören, ob ich sie denn mochte. Nach 10 Jahren Kinderessen hatte ich keine Ahnung mehr von meinen Essenswünschen. Ich wählte Fisch. Und ich kann jetzt zumindest sagen: Ich mag Fisch, sogar ohne Panier und in nicht gepresster Form.

Illustration: Susanne Binder