Gewinnspiel Buch: Glück gehabt, kleiner Dino!

Oh wie schön, der Mann meiner Freundin, der Zeichner Helmut Breneis, hat ein Buch illustriert. Und zwar ein Erstlesebuch im G&G Verlag, in der Reihe Lesezug, 1. Klasse. Mein größeres Mädchen mit 9 ist für den Inhalt schon ein wenig zu alt, aber sie findet die Zeichnungen dafür „voll cool“. Nicht zuletzt, weil sie ja den Zeichner kennt.

Die Lesezug-Reihe hat ein wirklich gut durchdachtes Konzept. Und auch vor meinem Gespräch mit der sympathischen Vertriebsleiterin des G&G Verlages Isabella Scheuringer, hatte mein großes Mädchen schon viel Kontakt zu den Büchern aus genau dieser Reihe.

Das Buch beginnt, passend zur Motivation (mein Kind war als Leseanfängerin regelrecht überfordert und entmutigt, wenn auf der ersten Seite gleich 10 Zeilen geschrieben standen) und zum Tempo der Leseanfänger/innen mit einem Satz pro Seite und steigert sich dann ein wenig.
Die Bücher sind in Fibelschrift mit „eindeutigen Buchstaben“,  groß gedruckt und mit viel Abstand zwischen den Zeilen. Und am Ende des Buches gibt es in allen Lesezugbüchern tolle Spiel und Spaß-Seiten mit altersgerechten Aufgaben und Fragen.

Meine Tochter hat genau diese Argumente vor kurzem vorgebracht, warum sie z.B ihr geliebtes „Valerie Vampir“ vom G&G Verlag lieber liest, als andere Bücher. Damals wusste ich noch nicht, welches ausgeklügelte Konzept hinter der Lesezugreihe steckt.

Und nun wird hier „Glück gehabt, kleiner Dino“ verlost. Mit ganz vielen lustigen Bildern.

Wer das Buch gewinnen möchte, einfach das Gewinnspiel auf der FB-Seite mama-papa-blog.com bis einschließlich 12. April 2017 liken. Ein Kommentar mit dem Namen des Erstlesers, dem das Buch gehören soll, verdoppelt die Gewinnchancen.

Der G&G Verlag freut sich über einen Daumen hoch https://www.facebook.com/gugkinderbuchverlag.

Und auch der Illustrator der Bilder  hat eine ganz tolle FB-Seite https://www.facebook.com/HelmutDinoBreneis/ und freut sich über ein Like.

Der Gewinner/die Gewinnerin wird über FB benachrichtigt.

Für nähere Infos:

http://www.ggverlag.at

https://www.helmutbreneis.com

Unsere AGBs: http://ooe.familienbund.at/de/agb.html

Wir haben seit kurzem MehrSchweinchen

Alvas Glitzerschuhbande

Nun hab ich mich also doch noch überreden lassen. Beziehungsweise mein Mann. Denn bis jetzt war er gegen jegliches Tier in unserem Haushalt und ich hatte die wunderbare Rolle der verstehenden Mutter, die ja gerne würde, aber der die Hände gebunden waren weil: „Ihr wisst ja, der Papa ist da strikt dagegen.“ Nun fand das Flehen der drei Mädchen (wobei die dritte keine Ahnung hatte, warum sie ständig: „Bitte mehr Schweinchen“ schreien musste) ein Ende und der Herr des Hauses gab sein Okay zu kleinen Nagetieren. Ich zuckte leicht zusammen, als mir meine Kinder diese freudige Mitteilung machten, wusste ich doch genau, jetzt musste ich gute Miene zum bösen Spiel machen. Und konnte nichts mehr auf den Papa schieben.

Also was sollte es werden? Mäuse mochte ich nicht. Hamster auch nicht. Hund und Katze hatte ich in meiner Kindheit, aber ich war halt vom Land. Kommt für mich in der Stadt nicht in Frage. Vögel wollten die Kinder nicht. Blieben nur mehr Meerschweinchen übrig. Die fand ich wenigstens auch ganz herzig.

Ich hab mich eingelesen und war anfangs etwas irritiert von der Tatsache, dass man diese Tierchen nur zu zweit halten durfte und wenn eines stirbt für das übrig gebliebene einen altersgemäß passenden Begleiter suchen sollte. Das heißt eines geht, eines kommt nach, dann geht das andere und ich musste wieder eines besorgen. Ja hatten denn dann die Meerschweinchenbesitzer bis ans Ende ihrer Tage solche Viecher? Oder bis alle beide auf einmal, zufällig gleichzeitig, am selben Tag abdankten? Aber es gab anscheinend ein paar Stellen, an die man sich wenden konnte und die dann das einzelne Schweinchen aufnehmen, wenn man nicht vorhat, diesen Kreislauf aufrecht zu erhalten.

Beruhigt widmete ich mich der Frage nach Käfig, Haltung, Zucht und Co.
Gebraucht fand ich dann einen Käfig, Häuschen, Futternäpfe, Tränken, Heuraufe und noch so einiges, das ich nicht kannte, bei einer Person. Der Preis war vernünftig, denn ich wollte auf kurz oder lang einen hübschen Holzkäfig finden oder bauen lassen, konnte meine Kinder aber nicht noch länger vertrösten. Und, so dachte ich, bis dahin tut es auch ein normaler Käfig.

Als wir uns zu fünft auf die Fahrt zu dem Käfigmenschen machten (denn auch die Transportbox bekamen wir von ihm, und wir wollten dann sogleich die Meerschweinchen holen) fragte mein Mann im Auto nach, ob ich mir die Maße in der Anzeige genau angeschaut hatte. Ich winkte ab und nuschelte: „Ja, klar, das Ding hat so ein normales Maß wie man es nehmen sollte.“ Es regnete und so huschte ich alleine schnell aus dem Auto in das Haus, wo der Mann mir die erstandene Ware übergeben sollte. Als ich im Vorzimmer, den überdimensionalen Käfig und die anderen tausend Sachen stehen sah, wurde mir a) sofort klar, dass ich meinen Mann aus dem Auto brauchte, um die Sachen zum Auto zu bringen und b) ich mir ziemlich sicher war, dass der Käfig mit uns allen im Auto keinen Platz hatte und c) ich sowas von der Gutmütigkeit meines Mannes abhängig war. Denn wäre ihm so etwas passiert, ich würde fragen ob er nicht in den Käfig einziehen wollte.

Mein Mann war aber überraschend cool, der Käfig wurde über den Köpfen der Kinder transportiert und wir holten die Meerschweinchen. Das ging schnell und unkompliziert und wir haben, soweit ich das bis jetzt beurteilen kann, auch zwei sehr entzückende ausgesucht. Paul (angeblich kastriert) und Lilli. Mein Mann wollte einen Hektor, aber wir weigerten uns, dieses kleine erstarrte Wesen so zu nennen.

Zu Hause angekommen richteten wir den Kaninchenstall (wie ich mittlerweile erfahren hatte) ein. Gut, das Klavier steht seitdem hinter dem Kasten, aber auf dem spielt sowieso selten jemand.

Und der Käfig schaut auch nicht besonders hübsch aus. Die Tiere fühlen sich aber offensichtlich recht wohl und flitzen ständig hin und her. Die Kinder sind glücklich. Mein Mann macht einen auf cool, holt die kleinen Viecher aber verdammt oft aus ihrem Terrain, um mit ihnen zu schmusen. Nur ich bin ein wenig neidisch und schiele manchmal heimlich auf die Tiere samt deren Behausung.

Ich meine, die zwei kommen als letztes in diese Familie und haben definitiv um einiges mehr an Platz als ich. Wenn sie einmal nicht mehr sind, dann richte ich mir das Gehege ein. Ganz für mich alleine!

Tolle Ausstellung in Oberösterreich!

Am 2. April beginnt eine wirklich interessante und gut durchdachte Ausstellung im Schlossmuseum Linz. In der Sonderausstellung „Wir sind Oberösterreich! Staunen, Entdecken, Mitmachen“ erzählen 26 historische Persönlichkeiten bekannte und teilweise völlig neue Geschichten über Oberösterreich. Dabei sind das ganz bewusst nicht nur die Berühmtesten und Besten aus unserem Land. Es sind auch Menschen darunter, die vielleicht nicht so bekannt sind, aber exemplarisch von der Geschichte Oberösterreichs erzählen: lebendig, vielfältig und jeder auf seine besondere Weise.

Interaktive Stationen laden ein, selbst aktiv und kreativ zu werden, mehr Informationen über ausgewählte Bereiche zu erfahren oder im wahrsten Sinne des Wortes Dinge zu be-greifen.

Bei der Künstlerin Margret Bilger besteht die Möglichkeit, ein Glasfenster-Puzzle zum Strahlen zu bringen. Feuerwehrhelme ausprobieren (und Selfie machen) heißt es an der Station zu Konrad Rosenbauer. Mit selbst gebastelten Schmetterlingen können die Besucher/innen „Spuren aus Schmuckstücken“ in der Ausstellung hinterlassen, die an die Naturwissenschafter Michael Denis und Ignaz Schiffermüller erinnern.

Freier Eintritt für alle jungen Menschen bis 19 Jahre während der gesamten Ausstellungsdauer!

Oster-Special! Ein besonderes Highlight für alle Familien mit der Familienkarte zu Ostern: freier Eintritt für Familien und freies Vermittlungsprogramm von 14:00 bis 16:00 Uhr.

Sa, 8.4. / So. 9.4. / Di, 11.4. / Mi, 12.4. / Do. 13.4. / Sa. 15.4./ Di, 18.4
(das heißt ausgenommen sind: Mo, 10. 4. / Karfreitag 14.4./ Ostersonntag 16.4. / Ostermontag 17.4.)

Der Mini Markt Vienna öffnet erneut seine Pforten

Wer erinnert sich noch an das sympathische Interview mit der wunderbaren Isabelle Spiegelfeld-Oliveira, die gemeinsam mit Luisa Siller den Mini Markt Vienna gegründet hat?

Wer verabsäumt hat es zu lesen, kann dies jetzt nachholen: Interview.

Denn der  Mini Markt geht in die nächste Runde. Das Thema ist dieses Mal „Jungle“ und vorab sei verraten, es sind wieder tolle Aussteller mit wunderbaren Produkten dabei. Altbekannte sowie ganz neue. Eine großartige Zusammenstellung der inspirierendsten Labels und Läden. Mit den hippsten, coolsten und interessantesten Produkte aus den Bereichen Mode, Spielzeug und Pflege für Kinder und Erwachsene.

Und auch das Rahmenprogramm für die Kleinen und die Verköstigung für die Großen läßt nichts zu wünschen übrig.

Das Motto „Play. Live. Love“ perfekt umgesetzt!

Wann?

24. & 25.3.2017, jeweils 10.00-18.00

Wo?

Markterei – Markthalle Alte Post
Dominikanerbastei 11 und Postgasse 8, 1010 Wien www.facebook.com/minimarktvienna bzw. www.markterei.at

Unser Arbeitsplatz: neben der Küchenrolle und hinter dem Müsli

Ich wurde unlängst nach einem Bild meines Arbeitsplatzes gefragt. Doch ich gehöre nicht zu den Menschen deren Arbeitsplatz viel hermacht. Also weder liegt er in einer Finka in Ibiza noch in einem grandiosem Haus am See.

Als ich also unkommentiert das gewünschte Foto versendet habe, erntete ich ein großes Fragezeichen. Erst verstand ich nicht warum, doch als der Empfänger mir schrieb: „Bitte ein Foto von deinem Schreibtisch“, war alles klar. Ja konnte er denn den Schreibtisch nicht sehen? Neben dem Müsli, den Bananen, der Küchenrolle und dem anderen Alltagswahnsinn der zu dieser Familie gehörte. Na sowas aber auch.

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Ich versendete dasselbe Foto noch einmal mit einem Hinweis auf den Laptop links im Bild, der auf den Tischsets stand und erntete einen Smiley.

Denn um hier die ganze Wahrheit zu schreiben: ich habe weder einen Arbeitsplatz noch einen Schreibtisch. Genau genommen habe ich überhaupt keinen eigenen Platz. Denn wir sind zu fünft, und alles bei uns an Platz ist genauestens verplant und besetzt. Das meiste mit Kinderzeug.

Auch meine Arbeitszeit ist eine sehr flexible und müsste eigentlich Arbeitsgelegenheit heißen. Denn ich arbeite, wenn sich gerade die Gelegenheit dazu anbietet.

Manchmal wenn die Große Hausübung macht, die Mittlere auf einem alten Computer Wörter nachschreiben möchte und die Kleinste puzzelt. Dann habe ich in etwa 15 Minuten, bevor die Erste etwas braucht und der Zweiten langweilig wird.

Mein Mann hat unlängst einen Satz getätigt der in etwa diesen Wortlaut hatte: „Mann, zu Hause kann man ja nicht eine Sekunde in Ruhe arbeiten.“ Ja, stimmt.

Ich koche hin und wieder um 6.45 das Mittagessen, damit ich wenn die Jüngste schläft, 20 Minuten Zeit habe. Vorausgesetzt die Wäsche hängt schon und ich habe auf Vorrat eingekauft. Denn um 12.45 hol ich die beiden Großen und dann ist immer was los.

Nur in den Pausen in denen sie alleine spielen oder malen… in denen entstehen dann meine Texte. Und auch die Bücher. Und manchmal nehme ich dafür sogar ein überschwemmtes Bad in Kauf. Übrigens 90% von allem entsteht im Stehen. Soll auch gesünder sein. Und angeblich hat sogar Hemingway so geschrieben. Also es besteht die Hoffnung, dass das Stehen ja irgendwann Wirkung zeigt.

Und weil ich weiß, dass Mütter nun einmal oft so arbeiten, hab ich meine wundervolle Schwägerin Susi gefragt wie ihre Illustrationen entstehen. Ich wäre überrascht gewesen hätte sie dafür eine fixe Zeit oder einen fixen Ort genannt. Nein, sie malt genau wie ich auf Etappen.
Neben Spielzeug wegräumen, kochen, Kindern beim Spielen helfen, Kinder abholen, Trotzphasen ertragen und sooo vielem mehr.

Und die Frage, die wir uns beiden immer stellen, wenn wir aufeinander treffen ist: Wären wir auch so kreativ und würde uns genauso viel einfallen, wenn wir nicht in diesem Alltagswahnsinnskinderundhaushaltsirsinn gefangen wären?

Wir werden es rausfinden, aber es wird wohl noch eine Weile dauern.

Darum: ein Hoch auf alle Mütter (und Väter) deren Arbeitsplatz das zu Hause ist und an die, die zusätzlich noch  zuerst den Laptop unter den Spielsachen und dem Stapel frischer Wäsche hervorkramen müssen!

 

 

 

Heute schon gewünscht?

Vom Fasten halten besonders meine Jüngsten nicht viel. Sie titulieren es mit: die Mama ist gemein und gibt uns wenig Süßigkeiten (ganz so dramatisch ist es allerdings nicht).

Also musste ich den Fokus ein wenig vom süßen Essen wegnehmen und daher spiele ich mit meinen drei als „Nachspeise“ nun immer ein Spiel. Und dieses hier ist ganz wunderbar.  Es heißt: Ich wünsche dir…Süßigkeiten ausgenommen;-)

Dazu benötigt man nur Papier (am besten für jedes Kind eine andere Farbe, aber ich hatte nur weißes), Stift, Schere und eine große Schüssel mit Wasser.

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Anfangs habe ich befürchtet jede wünscht der anderen viel Spielzeug, aber ich wurde überrascht. Es gab Gesundheit, Glück, mehr kuscheln, viel spielen, oft küssen und noch so einiges.

Wenn man fertig geschrieben hat, faltet man die Blütenblätter nach innen. Und dann legt man die ganzen Blumen gleichzeitig ins Wasser. Und wie durch ein Wunder öffnen sie sich. Manche sehr schnell und manche sehr langsam. Sieht toll aus.

Dann darf jedes Kind seine Farbe herausholen und die Wünsche werden vorgelesen.

Das ganze kann natürlich auch auf Geburtstagsfesten gemacht werden wobei jedes Kind dem Geburtstagskind einen Wunsch schenkt. Der Fantasie sind wieder einmal keine Grenzen gesetzt.

Viel Spaß beim Nachmachen!

Nein, das ist nicht von mir! Oder?

Alvas Glitzerschuhbande

Heute hat mich meine Steyrer-Freundin M. angesprochen, ob das kleine rote Gefährt, das sie derzeit noch für ihre Dreijährige verwendet, von mir ist. Ich dachte kurz nach und mir fiel folgendes Szenario ein, das sich drei Jahre zuvor abspielte: Meine Waldviertler Freundin S. kommt mit einer vollen Autoladung zu uns, um all das von mir Geborgte zurückzugeben, das sie nicht mehr benötigte. Es sei dazugesagt, die Familienplanung von S. war zu diesem Zeitpunkt vollkommen abgeschlossen. Sie wollte nicht mehr als drei Kinder und war froh über jedes noch so kleine Spielzeug oder Kleidungsstück, das ihre Wohnung dauerhaft verließ.

Damals war ich gerade schwanger mit Nummer drei, hormongeschüttelt und auch ein wenig konfus. Doch als sie ein blaues Puky-Gefährt mit den Worten „das wirst du ja wieder brauchen“ aus ihrem Auto hievte, war ich komplett irritiert. „Ist das von mir?“, hörte ich mich daher sagen. S. nickte heftig. Kein Aha-Erlebnis stellte sich bei mir ein. Ganz im Gegenteil. Ich war mir sicher, dass ich dieses Teil noch nie gesehen hatte. Beziehungsweise hatte ich es noch nie in dieser Farbe gesehen. Denn zwar nannte ich bei Tochter Eins ein solches Fahrzeug unser eigen, aber dieses war – und da war ich mir zu hundert Prozent sicher – Rot gewesen und außerdem nach Benutzung bei einer anderen Freundin gelandet. Das wusste ich aber nicht mehr so ganz genau.

Doch S. ließ nicht mit sich diskutieren. Froh das ganze „Klumpert“ los zu werden, ignorierte sie meine Einwände, packte das Zeug aus und sprang mit den Worten:, „Du, ich muss jetzt los“, ins Auto und brauste davon.
Ok. Dann hatte ich eben jetzt ein blaues Puky. War ja egal. Ob es tatsächlich unseres war? In dieser Farbe?

Wie auch immer, das dritte Kind kam zur Welt, wurde größer und fuhr schließlich mit 1 1/2 mit dem blauen Teil durch die Wohnung und ich hatte den Vorfall komplett vergessen. Bis heute. Denn als M. mich fragte, ob das rote Fahrzeug meines war, schloss sich kurz der Kreis.
Vielleicht war das ja das verborgte Puky. Aber hatte ich es tatsächlich damals M. gegeben? Das würde schon Sinn machen. Denn ich hatte ja die ganze Zeit über das Gefühl, dass ich recht gehabt hatte und unser Gefährt ein rotes gewesen war. Eigentlich was es egal. Ich wollte das Ding auf keinen Fall mehr wieder haben. Denn nun war unsere Familienplanung definitiv abgeschlossen. Und da war ich froh über alles, was raus war aus dem Haus.

Also merkte ich vorsichtig an, dass es sein könnte, dass es zwar meines war, ich es aber um nichts in der Welt mehr zurück haben wollte. Eine andere Freundin von M. hatte in der Zwischenzeit behauptet, dass es ihr Fahrzeug war, das sie einst an M. verliehen hatte. M‘s Mann war sich wiederum sicher, dass es unseres war. Und ich war wieder einmal verwirrt. Egal. Wir einigten uns schnell, da ja eine das Ding sowieso nicht mehr haben wollte (ich) und die andere es so schnell wie möglich kriegen sollte (die Freundin von M.). Denn auch M‘s Planung sah momentan von weiteren Kindern ab.

Aber die Frage stand für mich trotzdem noch im Raum: wessen Puky war das Rote nun wirklich? Und wessen war eigentlich das Blaue? Ich weiß genau, irgendwann wenn ich viel Zeit habe, werde ich alte Fotos sichten. Denn auf irgendeinem finde ich sicher mein erstes Töchterlein, sitzend auf einem roten oder blauen Puky.
Hoffentlich ist es dann nicht gelb!

Illustration: Susanne Binder