Gemüsekrokodil…das neue cool!

Früher saßen wir nebeneinander in der Schule oder ließen diese gemeinsam sausen. Auf alle Fälle waren wir cool. (Und sind es noch;-))

Und heute sehen wir uns, wegen der Entfernung und weil unsere Leben so schnell und dicht sind, wenig. Aber, dass meine coole Freundin aus Steyr tatsächlich nun Krokodile aus Gemüse macht, hat mich dann doch irgendwie vom Hocker gerissen. Wo sind die Zeiten in denen wir Red Bull trinkend (wähhh) und laut Metallica singend (uaaa) durch den Park geschlendert sind? Na gut, ich gehe mal stark davon aus, die Zeiten kommen wieder!!

Und bis dahin, bitte schick mir weiterhin so geniale Fotos (auch wenn du sagst sowas gibt es schon 100 Mal im Netz, ich hab es noch nie gesehen), denn ich hab für sowas keine Geduld!! Und cooler als ein Gemüsekrokodil geht ja wohl nicht!!!

Für das ungefährliche Tierchen braucht man:

  • eine große Gurke
  • jede Menge Gemüse (angeblich kann man auch Wurst und Käse nehmen, aber dann ist es weniger bunt)…Karotten, Paprika, Radieschen, Gurken…
  • ziemlich lange Spießchen…gibt es in jedem größeren Lebensmittelgeschäft (und in diesem Fall waren sogar wunderschöne Glitzersteine darauf)

 

Zuerst flacht man die Gurke mit dem Messer an der Unterseite ab, damit sie nicht wegrutschen kann…einfach ein bißchen der Länge nach wegschneiden. Dann spalten man die Gurke an einer Seite ca.5 cm lang und schneidet die Zähne aus. Ist laut meiner Freundin ein bißchen ein „Gefuzel“. Aber mit einer dünnen Schnitte Karotte als Zunge schaut es einfach großartig aus.

Nun spießt man Gemüse auf die Staberl und dann steckt man sie in die Gurke. Das Gesicht läßt sich ganz individuell gestalten. Für die Augen eignen sich z.B. auch hervorragend kleine Mozzarellabällchen.

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!! Viel Spaß und danke Mim!

 

Kochen für Papas

Eva & Markus‘ Ansichtssache

Markus:

Ich koche sehr gerne. Jedoch nur nach Intuition und leider auch nicht sehr gesund. Ich vermeide Kochbücher und verachte Dampfgarer. Ich liebe es würzig und scharf – am besten gegrillt oder gebraten. Wenn ein Essen eine Geschmacksexplosion im Mund auslöst, ist es meiner Meinung nach gelungen. So – und seitdem ich in Karenz bin, ist das alles vorbei.

In den letzten Wochen, in denen Eva noch zuhause und Herrin der Küche war, wurde ich beim Essen immer öfters aufgeklärt, wie gesund gekocht wird.

Ganz ohne Pfeffer, Salz, E-Stoffe oder sonstige Geschmacksverstärker. Ich war mir sehr wohl bewusst, dass dieser Wink mit dem Zaunpfahl mir galt. Innerlich wurde mir sogar etwas bang, denn ich wusste nicht, wie und was ich in der Karenz jeden Tag kochen sollte. Thailändisch oder meine berühmten Spaghetti al Diavolo konnte ich mir wohl abschminken.

Und gleich am ersten Tag meiner Karenz-Koch-Karriere, traf es mich mit voller Wucht. Ich kochte Nudeln mit Schinken-Käse-Schlagobers-Sauce, wenig gewürzt. Lauter Dinge, die unsere Maus eigentlich sehr gerne aß – einzeln zumindest. Mein Gericht wurde verschmäht und auf den Boden verteilt. Der Einheitsbrei von Hipp wurde bevorzugt und verschlungen. Nacktes Unverständnis machte sich in mir breit. Als ich am Abend unsere Kleine bei Eva verpetzte, wie heikel sie denn sei, wurde mir die Frage gestellt, ob ich auch einen Suppenwürfel in die Sauce gegeben hatte. „Natürlich habe ich das“, antwortete ich, „sonst schmeckt es ja nach gar nichts.“ Augenrollen und ein „für dich vielleicht“ war die Antwort von Eva.

Also habe ich meinen Kochstil von „viel Geschmack“ auf „ohne Geschmack“ umgestellt und siehe da – unserer Kleinen schmeckts jetzt tatsächlich. Das freut den Papa natürlich, der dann jedes Mal zu Mittag der Mama whatsapped, wie viel die Kleine schon wieder von Vaters Hausmannskost vertilgt hat.

Eva:

Das Essen von Markus und mir war vor dem Leben zu dritt pädagogisch nicht sehr wertvoll: Gerne scharf und oft auch Junk. Aber das änderte sich – zumindest bei mir – mit der Schwangerschaft. Ich versuchte mich an die gängigen Empfehlungen zu halten.

Meinen erhöhten Energiebedarf deckte ich also nicht mehr nur mit Schokolade, sondern auch mit einer Extraportion Nährstoffe. Außerdem mied ich gewisse Produkte, da ungesund oder zu gefährlich für unser Baby. Sushi vermisste ich schon etwas, aber sonst war es eigentlich ganz leicht!

Das bewusst-gesunde Ernährungsprogramm zog ich später dann auch bei unserer Kleinen durch. Da ließ ich nichts über uns kommen. Es gab selbstgemachte Gemüse-, Fleisch-, Milch- und Getreidebreie fürs Schlemmermäuschen. Natürlich bio und schonend zubereitet.

Im ersten Jahr kein Salz und Zucker nur dann, wenn er von Natur aus darin vorkam. Das war schon recht anspruchsvoll und meistens eine Mega-Patzerei für einen kleinen Batzen Brei. Aber das war es mir wert.

Ganz so „gesund um jeden Preis“ ist es aber dann doch nicht gelaufen, weil mir Markus natürlich auch immer dazwischen funkte. Er nahm es und nimmt es nicht so genau. Seine Einstellung ist: „Alles mit Maß und Ziel. Ein bisschen schadet nie!“ Das konnte ich doch tatsächlich noch von ihm lernen.

Aber als er in Karenz ging, musst ich tatenlos mitansehen, wie er weiter beim Kochen herum experimentierte. Unsere Zuckerpuppe war gerade mal ein Jahr als er mit ihr die erste Pizza beim Lieferservice bestellte. Dieses Experiment ging aber wortwörtlich in die Hose und war damit gegessen. Seither war er echt bemüht gesund zu kochen und vor allem so, dass es unsere kleine Feinschmeckerin nicht verschmäht. Und mittlerweile isst sie zum Glück fast alles.

Frische Fische fischt mein Mann…

Alva´s Glitzerschuhbande

Mein Mann hat ein neues Hobby. Er geht neuerdings fischen. Und da das in Wien gar nicht so einfach zu bewerkstelligen ist, fahren wir derzeit öfters zu meinen Eltern aufs Land. Denn die haben vorm Haus einen Bach und in dem schwimmen herrliche Forellen. Kaum angekommen verschwindet er also und kommt erst wieder ins Haus, wenn entweder ein oder mehrere Fische das Zeitliche gesegnet haben. Oder aber wenn ihm die Finger abfrieren oder es mittlerweile stockdunkel ist.

Anfangs habe ich diese neue Leidenschaft milde belächelt und noch ziemlich erheiternd gefunden. Mittlerweile nervt es mich gewaltig. Nicht nur, dass ich ihn das ganze Wochenende nicht zu Gesicht bekomme, und daher sowohl meine Kinder als auch meine Eltern ungebremst 12 Stunden um mich habe. Nein, auch die Euphorie einen Fisch gefangen zu haben, konnte ich nach dem x-ten Mal nicht mehr nachvollziehen.

Und ein Beispiel dafür, dass diese Fischerei ein wenig überhandnimmt, habe ich auch. Am 24. Dezember in der Früh schlich sich mein Mann wieder aus dem Haus und ward verschwunden. Um 11.00 war ein Verwandtenbesuch angesagt und ich war mir sicher, mein Mann hat es nicht eilig mitzukommen. Ich schickte also meine zart besaitete, überaus sensible große Tochter hinaus um den Papa zu holen. 5 Minuten später kam ein extrem verweintes Töchterlein zurück. Kam sie doch genau in diesem Moment zum Vater, als dieser den Fisch tötete. Was offensichtlich nicht ganz reibungslos von der Hand ging und daher etwas dauerte.

Schockiert und entsetzt beschloss meine Große, die auch einen gehörigen Hang zur Dramatik besitzt, den ganzen Tag immer wieder schluchzend den Kopf zu senken und zu betonen, nun nie wieder einen Fisch essen zu können.
Sie tat mir leid, denn ich wusste, dass ihr das wirklich nahe ging. Was mein Mann ja nicht mitbekam, weil er gleich nach dem Verwandten-pflichtbesuch wieder bei seinen neuen Freunden stand. Und beinahe den Heiligen Abend versäumte. Denn um 5 vor „Wir essen jetzt“ kam er schmutzig und nach Fisch riechend, mit seiner Trophäe herein und tat, als wäre es das normalste der Welt, kurz bevor das Christkind kam noch zu angeln. Im Übrigen essen wir am Hl. Abend Truthahn und nicht Fisch. Also gebraucht hätte man keinen.

Der Wunsch nach Ausgleich zu uns 4 überaus mitteilsamen Frauen war allzu verständlich. Und Fische plauderten bekanntlich wenig. Aber ein wenig mehr Familie und weniger frische Fische hätten es meiner Meinung nach auch getan. Außerdem wer sollte die ganzen Fische denn essen.
Die Kleine verweigerte derartige Tiere von Anbeginn. Die Größere spätestens seit oben genanntem Zwischenfall und die Mittlere aß sie manchmal. Und manchmal nicht. Ich riss mich auch nicht besonders darum. Und mein Mann sagte lapidar: „Na irgendwer wird sie schon essen. Nur ich nicht, denn ich mag sie eigentlich nicht. Ich will sie nur fangen.“
Nun denn! Ich glaube im Grunde geht es nicht einmal ums Fangen sondern ums dort Sitzen, einen tiefen, mir verborgenen Sinn darin zu sehen, ins Wasser zu glotzen und zu warten. Auf? Erleuchtung? Nein, auf Fische die keiner will.

Zum Glück gibt es Nachbarn und Freunde und Schwiegereltern. Und wenn die dann auch keinen Fisch mehr sehen bzw. essen können, muss sich mein Mann eben andere stumme Freunde suchen, die er anhimmelt. Eine Schneckenzucht würde sich da anbieten.

Konfetti! Konfetti! Konfettikanonen selbst gebastelt!

Na klar ist es nicht ganz dasselbe, wie die Konfettikanonen von www.babymoments.at, deren bekennender Fan ich ja bin, und mit denen ich zum Geburtstag gleich dreimal abgeschossen wurde.

Aber den Glitzer von den Kanonen haben meine Mädels fleißig eingesammelt und nun heißt es: Wir verschießen ihn sooft bis es der Mama reicht!!

Man benötigt für unsere tolle Kanone:

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  • leere Klopapierrollen (bei uns: so viele wie Kinder)
  • Farbe, Kleber (der auf dem Foto wieder einmal fehlt) und Papier um die Rollen zu verzieren
  • Luftballons (so viele wie Rollen)
  • Konfetti (wir hatten wie gesagt noch so schön glitzernde…aber wir haben auch schon ganz oft Konfetti mit einem Locher hergestellt…buntes Papier lochen und los)

 

Nun verziert man die Rolle je nach Geschmack. Meine Drei waren dieses Mal viel zu ungeduldig. Sie wollten es rieseln lassen und alles wurde nur mit mäßigem Elan gezeichnet.

Dann nimmt man den Luftballon (unaufgeblasen), macht einen Knoten hinein und schneidet von dem Teil ohne Knoten ein Stückchen ab. Dann stülpt man den Ballon über die Rolle.

Nun füllt man Konfetti in die Rolle und klar, je mehr, desto mehr…

Nun kommt der lustigste Teil. Man zieht fest an dem Knoten und läßt ihn dann blitzartig los…und hurraaaaaa!!! Es schneit! Zumindest in unserem Wohnzimmer!!!

Viel Spaß beim Nachmachen und für die Mamis (beim Wegräumen)!

 

Gewinnspiel: 100 Euro von Dormando!

Der Online-Shop Dormando/Emma hat uns um einen Blogbeitrag zum Thema Matratzen gebeten. Wie wichtig eine gute Matratze ist, weiß ich erst seit ich ein paar Mal im Kinderzimmer auf der 100 Jahre alten Couch geschlafen habe. Möchte nicht wissen, was meine Kinder mit der Couch machen, wenn ich nicht hinsehe! Na zum Glück bin ich in der Früh überhaupt aufgekommen…und das Kreuzweh lag nicht an meinem hohen Alter.

Dieses Mal gibt es daher für euch einen 100 Euro Gutschein der Firma Dormando zu gewinnen! Ob Matratzen, Betten, Bettwäsche hier gibt es alles, was für einen gesunden und angenehmen Schlaf nötig ist. Einfach reinschauen: www.dormanda.de

Die 100 Euro sind an keinen Wert gebunden und können jederzeit eingelöst werden. (Lieferkosten sind allerdings nicht inkludiert.)

Alles was ihr dafür tun müsst, ist das Gewinnspiel auf unserer fb-Seite (www.facebook.com/mapablog) zu liken und ihr seid dabei!

Und: Auch Dormando freut sich über euren Daumen nach oben auf: www.facebook.com/Dormandos (ist aber nicht Pflichtvoraussetzung).webmail-media-data-at

Das Gewinnspiel endet am 3. Februar um 24.00. Viel Glück!!!

Unsere AGBs: Link

Hinweis: Bezahlte Werbung

„Unechte“ Gnocchi

Ich hab diese Woche einmal, weil es ausnahmsweise schnell gehen musste (;-)), gefälschte Gnocchi ausprobiert. Mit dem Ergebnis, dass es meine Kinder nicht einmal merkten und sie genauso stehen ließen wie sie es mit den Echten tun;-)

Und im Gegensatz zu den echten Gnocchis sind diese wirklich schnell zubereitet.

Die Mengenangabe ist für 2 Personen gedacht, wobei es nicht sehr große Portionen sind. Ich habe vorsichtshalber die dreifache Menge genommen. Und auch gegessen.

Man benötigt für dieses tolle Rezept:

  • 175 g Mascarpone (ich hatte Philadelphia zu Hause und das hat genauso funktioniert)
  • 150 g Mehl
  • 50 g Parmesan (gerieben)
  • 1 Ei
  • Salz, Pfeffer

Die Zubereitung ist wirklich sehr simple. Man reibt den Parmesan (falls er es noch nicht ist) und mischt alles in einer Schüssel zusammen. Dann läßt man die Menge kurz rasten. Formt den Teig (der ein wenig klebrig sein darf, aber nicht zu viel, sonst sollte man mehr Mehl reingeben) zu langen Würsten und schneidet kleine Gnocchi ab. Nun muss man diese nur noch in einer Pfanne anbraten bis sie goldbraun sind.

Serviert mit Pesto, Sauce oder natur mit Butter und Salbei. Mir haben sie hervorragend geschmeckt. Und meine heiklen Kinder haben ein Butterbrot bekommen.

 

 

Ohne Brille geht die Mama nirgends hin, nirgends hin,…

Alva´s Glitzerschuhbande

Vor einigen Wochen begann ich schlechter zu sehen. Und das obwohl ich schon Kontaktlinsenträgerin war. Es stellte sich heraus, dass ich nun zusätzlich eine leichte Alterssehschwäche (und das mit Anfang 30;-)) entwickelt habe.

Außerdem, so gab mir der Augenarzt die Anweisung, musste ich meine Linsen etwas weniger häufig tragen, damit meine Augen nicht darunter leiden. Seine genauen Worte waren: „Wenn Sie zu Hause sind und vor dem PC arbeiten, nehmen Sie die Brille und wenn Sie rausgehen, die Kontaktlinsen. Alles andere ist Verschwendung. Sie setzten sich ja auch nicht mit dem Abendkleid vor den Computer…“

Na gut. Das erste Problem, dass sich dadurch ergab war, dass meine Brille nicht mehr passte. Also optisch gesehen hat sie das ja nie und das hat sich in den 22 Jahren, in denen ich sie hatte und selten trug, auch nicht verändert. Aber auch die Sehstärke hatte nichts mehr mit meiner jetzigen Dioptrieanzahl zu tun. Und obwohl ich mich immer damit brüstete, recht uneitel zu sein, (gemessen an den anderen Familienmitgliedern stimmte das auch), eine Brille, so fand ich, machte mich nicht gerade hübscher.

Daher beschloss ich, dass ich einfach blind durchs Leben laufe, bis ich die Muße hatte mir eine Neue, die mir besser gefiel, zu besorgen. Nach ein paar Tagen der Eingewöhnung stellte ich fest, dass so eine verschwommene Art der Wahrnehmung auch Vorteile hatte. Zwar bekam ich offensichtlich durch das Zusammenziehen der Augenbrauen viele Runzeln auf der Stirn, aber der Küchenboden wirkte dafür immer sauber. Auch wenn wir etwas mit Couscous gegessen hatten, musste ich nur kurz aufkehren. Ohne Brille sah das alles tipp- topp aus. Gut, an den Füßen klebte der Couscous dann doch und ich holte den Staubsauger. Aber bei den Fenstern gefiel es mir, dass die nun für mich keine sichtbaren Fingertappser mehr hatten.

Ein bisschen blöd war es anfangs, dass ich wenn ich meine Kinder abholte, nicht mehr feststellen konnte, wen ich denn tatsächlich kannte und grüßen sollte und wen nicht. Da ich nicht als unfreundlich abgestempelt werden wollte, winkte ich vorsichtshalber schon von der Ferne jedem, der in mein Sichtfeld kam und grüßte alle laut und deutlich. Ich fand, so konnte nichts schiefgehen. Ich war freundlich und gut gelaunt, die Wohnung war viel sauberer als sonst, was wollte ich mehr. Zwar verrichtete ich die meisten Dinge nun langsamer, aber dafür fand ich eine plausible Erklärung. Ich glaube, das lag daran, dass ich in meinem Kopf ja den „ich stehe auf und gehe ins Bad, gebe die Linsen rein und bin voll da“-Modus komplett umging und quasi im „gerade aus dem Bett“-Modus blieb. Nach einer Weile gesellten sich noch ein fester, aber eigentlich nicht sehr störender Schnupfen zu meinem Augenproblem, durch den ich dann auch noch schlechter hörte. Irgendwie wolkig das Ganze.

Ein Ende fand dieser Zustand, als ich wieder einmal lächelnd vor der Schule stand und fleißig in alle Richtungen nickte, als meine Freundin S. auf mich zustartete und mir ins Ohr zischte: „Es reicht! Hör sofort auf mit der Nickerei und dem blöden Grinsen! Kauf dir eine gscheite Brille!! Oder gib deine Linsen wieder rein! Egal, aber mach was! Es fragen schon alle, wer diese Bekloppte vor der Schule ist, die immer jedem winkt und so verklärt lächelt. Außerdem werden schon Mutmaßungen angestellt ob du vielleicht auf Männerfang bist!“

Oh mein Gott! Na, das wollte ich dann doch nicht. Mit gesenktem Kopf und das hochrote Gesicht in meinem Schal versteckend, brachte ich mein Kind nach Hause. Und zog am nächsten Tag, los um mir eine schicke Brille zu kaufen. Sie ist in Arbeit und bis dahin nicke und lächle ich nur noch verhalten, wenn Leute auf der anderen Straßenseite gehen. Und sollten sie mich für unfreundlich halten…die eine Woche werden sie verkraften.

Bild: Susanne Binder

Eine großartige Idee und ein echt cooler Blog: helloplace

Es gibt da einen Blog, den ihr euch unbedingt merken müsst!
www.helloplace.net

Wir haben Gregor (rechts im Bild; links: Christoph Hochstrasser) einen der beiden Betreiber des Blogs gebeten, die Idee und das Konzept des Blogs vorzustellen:

helloplace – Der Online-Kompass für Familien

„Was könnten wir denn heute mit den Kindern unternehmen?“ Jeder, der Kinder hat, kennt diese Frage nur zu gut. Auch ich, Gregor Haslinger, selbst Vater von zwei Töchtern mit 4 und 6 Jahren, stellte mir diese immer wieder. Ich suchte also im Internet. Dies war oft vergeblich, da keine passenden Schlagwörter vorhanden waren und ich nicht wusste, nach welchem Ort ich suchen sollte. Ich erkannte auch, dass tolle Orte für Kinder oft nicht bekannt sind, obwohl sie sich in der Nähe befinden. Und von Veranstaltungen in der Nachbarortschaft erfuhr ich oft erst im Nachhinein.

Gemeinsam mit Webentwickler Christoph Hochstrasser führte ich eine Umfrage unter 350 Eltern durch. Mit dem Wissen, dass es auch anderen Eltern so geht, tüftelten wir an einer Lösung. Das Ziel: Eltern sollen immer und überall sehen, wo Kinder in der Nähe Spaß haben können. Egal ob zu Hause, unterwegs oder im Urlaub. Dies war die Geburtsstunde von „helloplace“ – einer Art Online-Kompass für Familien.

Das Besondere dabei ist, dass jeder selbst Ausflugsziele und Veranstaltungen für Kinder eintragen kann. Vom Spielplatz bis zum Tierpark, vom Kasperltheater bis zum Kinderkonzert. Damit hilft man mit jedem Eintrag anderen Familien, eine schöne Zeit zu haben. Jeder Eintragende kann dabei auch tolle Preise gewinnen und wird Teil der Entdecker-Familie. So profitiert jeder von der wachsenden Anzahl an Einträgen – und das kostenlos.
Zukünftig kann man auch Fragen zu Ausflugszielen stellen, welche andere Nutzer beantworten können.
Es wird auch die Möglichkeit geben, einen Newsletter mit den familienfreundlichen Veranstaltungen in der eigenen Umgebung zu abonnieren und es gibt noch viele weitere Ideen, die wir, die Gründer von helloplace umsetzen wollen.

Derzeit ist der Eintrag und die Suche von Ausflugszielen nur für registriere Nutzer möglich. Bereits jetzt kann man sich aber auch ohne Registrierung im Blog von helloplace Inspirationen für die Freizeitgestaltung mit Kindern holen.
Von Ausflugsberichten bis hin zu Buch-, Bastel- und Spieletipps ist für jeden etwas dabei!

Gleich mal reinschauen. Es ist für jeden etwas dabei!

Wir vom Familienbund finden es ist eine großartige Idee!! Vielen Dank Gregor!

www.helloplace.net

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Zu viele Worte? Ich doch nicht!

Alva´s Glitzerschuhbande

Da mein Geburtstag mit riesigen Schritten heranschreitet, hab ich mir ein paar Gedanken gemacht.

Ich bin schon ein Viertel meines Lebens Mama. Ich bin außerdem seit einem Viertel meines Lebens verheiratet und mit meinem Mann zusammen. Und da fiel mir noch etwas auf. In manchen Bereichen meines Mutterdaseins und meiner Ehe sagte ich seit 10! Jahren dieselben Sätze. Also ein Viertel meines Lebens verschwendete Sätze, die entweder niemanden interessierten oder die gekonnt ignoriert wurden.

Ich war entsetzt. So entsetzt, dass ich am nächsten Tag eine Kehlkopfentzündung hatte und gar nicht mehr reden konnte. Ja, normalerweise glaube ich ja auch nicht daran, dass so eine psychosomatische Krankheit so schnell vonstatten geht. Aber dieses mal war es so. Ich schwöre.

Und als ich da in Stille (also ich war still) am Tisch saß, und meine Kinderlein samt Ehemann beobachtete, bemerkte ich wie viel unnützes Zeug ich oft rede. Also wenn das Stimmliche reduziert wird auf das Wesentliche, weil es beim Reden weh tut, dann kommt man (oder in dem Fall ich) drauf wie oft man einen Satz im Normalfall auch wiederholt. Und wie oft ein Nicken ausreichen würde.

Ich war ob dieses Aha-Erlebnisses wirklich begeistert. Ich nahm mir vor meine Taktik zu ändern. Gut bei meinem Mann und denn immerwährenden Sätzen wie „Würdest du bittte..?…Könntest du bitte..?“ war vermutlich Hopfen und Malz verloren. Hier würde auch eine andere Herangehensweise, so denke ich, nicht den für mich gewünschten Effekt haben. Aber bei meinen Kinder würde es vielleicht funktionieren. Ich wollte versuchen meine Regeln/Bitten/Wasauchimmer anders zu formulieren. Ich wusste nur nicht genau wie. Gut, die Kehlkopfentzündung gab mir einen weiteren Tag Zeit.
Als ich dann stimmlich wieder voll da war, versuchte ich aus den bekannten Mustern auszubrechen. Ich sagte nicht mehr tausend Mal, dass das Spielzeug bitte jetzt weggeräumt werden sollte, sondern erklärte meinen Plan. In Zukunft wird alles nur noch einmal gesagt. Danach würde das herumliegende Klumpert in einem Sack verschwinden und wenn es ein Monat keinem der Kinder auffällt, dass es fehlt, wird es gespendet. Die Kinder fanden die Idee toll, denn, so formulierte es die Große: „Also räumst du weiter auf und die unwichtigen Sachen bekommen Kinder, die sich darüber freuen. Find ich gut.“

„Hä?“ Außerdem hatte auf einmal jedes Teil, das irgendwo herrenlos herumlag angeblich meine Kleinste, die von allen Regeln ausgenommen war, dort abgelegt. Und wenn diese verneinte hielten die großen Beiden zusammen und riefen unisono: „Dann weiß sie es eben nicht mehr. Sie ist ja erst zwei.“ Die Jüngste sträubte sich am Anfang noch gegen die Beschuldigungen, doch am Ende des Tages rief sie schon, als sei es ein Spiel: „Ich wars. Ich da hingelegt.“

Gut, so kam ich nicht weiter. Aber irgendwie fiel mir nichts mehr ein. Ich konnte doch nicht die nächsten 10 Jahre immer noch die gleichen Sätze sagen. Sollte ich es ihnen in Zukunft vorsingen? (Hab ich kurz probiert. Anfangs fanden sie es ganz lustig, aber am Schluss glaub ich hatten sie doch Angst, dass ich jetzt komplett durchknalle. Vor allem als ich bei dem gesungenen Satz: „Willst du noch mehr Kartoffeln?“ eine ungeahnte Höhe erreicht und meine Stimme wieder zu versagen drohte.)
Nun gut ich hatte ja noch Zeit mir etwas Neues zu überlegen. Im Schnitt denke und hoffe ich, habe ich erst so die Hälfte meines Lebens hinter mir. Anders sah das meine Mittlere. Denn es ergab sich folgender Dialog:
„Mama, wie alt wirst du?“
„40.“
Sie nahm ihre Hände und begann zu zählen, während ihr Gesichtsausdruck immer trauriger wurde. Als sie merkte, dass die Finger nicht ganz bis zur Zahl 40 reichten begann sie zu weinen und rief: „Ich will aber nicht, dass du stirbst!“
Aha. Also doch alt. Ich. Nun denn. Mein Vorsatz fürs mein nächstes Lebensjahr. Keine unnötigen Sätze sprechen. Das Schreiben ist da mal ausgenommen. Wo kämen wir denn da hin…

Rassel, Rassel!!! Esst mehr Überraschungseier!!!

Perfekt für den Fasching. Und eine wirklich lustige und schnelle Bastelei. Wir hatten alles zu Hause, außer den Überraschungseiern…und für die sind alle drei Kinder schnell in die Stiefel gesprungen, damit wir sie kaufen und anschließend aufessen konnten.

Man braucht dazu:

  • Überraschungseier
  • etwas Reis oder Linsen
  • zwei Plastiklöffel (wir haben nur einen pro Rassel genommen, funktioniert genauso)
  • hübsche Klebebänder oder Acrylfarben oder farbiges Tixo
  • eventuell Malerband (falls man die Rasseln bemalen will)
  • eventuell Geschenksbänder

 

Zuerst füllt man in die leere, gelbe Verpackung des Überraschungseis ein bißchen Reis (man kann es ja zumachen und den „Klang“ ausprobieren). Dann klebt man wie auf dem Foto oben den Löffel auf das Ei (entweder man nimmt zwei Löffeln und „klemmt“ das Ei mit Tixo damit ein oder man nimmt wie wir, einen sehr stabilen Plastiklöffel..haben wir der Jüngsten gestohlen). Dann umwickelt man die Rassel entweder mit hübschen Klebebändern oder mit einem Malerband und bemalt die Rasseln…Zum Schluss bekamen unsere Rasseln noch ein Gesicht und eine Schleife.

Und es kann losgerasselt werden!!!