Der Stollenbissen mit Nüssen und Schokolade

Heute habe ich ein Traumrezept für euch. Geht wie immer sehr schnell und schmeckt einfach nur himmlisch. Das Rezept ist einfach ganz toll, das Ergebnis köstlich, wir haben noch mehr Nüsse und Schokolade hineingegeben, weil die Kinder so Spass daran hatten.

Das Rezept ist übrigens aus dem Buch Fingerfood&Feines von Martina Lessing, deren Orangenkuchen uns auch schon geschmeckt hat.

Man braucht für ca. 50 Stück:

  • 250 g weiche Butter
  • 150 g Kristallzucker
  • 2 Eier
  • 250 g Topfen
  • je eine Handvoll Walnüsse und Mandeln (wir hatten nur Mandeln)
  • 150 g dunkle Schokolade (es wird zu 70% Kakaoanteil geraten, unsere war aber nicht ganz so dunkel…eher gar nicht dunkel)
  • 1 Pkg. Vanillezucker
  • 1 El Backpulver
  • 500 g Mehl

Für den Guss: 125 g Butter, Staubzucker

Und so gehts: Den Backofen auf 160 Grad Umluft vorheizen.
Die Butter mit dem Zucker schaumig schlagen und dann den Topfen und die Eier unterrühren. Nüsse und Schokolade grob hacken und mit dem Vanillezucker und dem Backpulver unter die Buttermischung rühren. Zum Schluss Mehl dazugeben.

Wahlnussgroße Kugeln formen und in eine Minimuffinform drücken. (Wir hatten nur so ein Muffinpapier. Darin werden sie zwar nicht so schön, aber es funktioniert genauso)

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Nun 20 Minuten backen und zum Schluss noch heiß mit geschmolzener Butter bepinseln und mit Staubzucker bestreuen.

Wenn man den Teig in nur zwei Teile teilt, kann man auch einfach zwei ganze Stollen backen. Dann dauert die Backzeit allerdings 50 Minuten.

Eigentlich wollte ich  wunderschöne Fotos von unseren ersten selbstgebackenen Stollenbissen posten. Aber ich war zu langsam! Sie schmeckten herrlich und darum wurden leider alle Stollenbissen von uns aufgegessen, bevor ich sie fotografiert habe. Darum hab ich sie kurzerhand heute noch einmal gebacken…und wieder sind sie soooo gut.

PS: Das Buch ist im Braumüller Verlag (www.braumueller.at) erschienen und im Buchhandel erhältlich, Infos zu Autorin und ihren anderen Werken gibt es unter www.atable.at.

 

 

Produkttest und Gewinnspiel: Das Klingelhäuschen!! Sooooo cool!!!

Heute freue ich mich besonders, euch mein erstes getestetes Produkt vorzustellen. Das Klingelhäuschen (bei uns zu Hause heißt es Schlüsselhäuschen;-)). Ich habe es bekommen und war sofort begeistert. Aber nur, weil mir etwas gefällt, heißt das noch lange nicht, dass es auch meine Kinder gut finden oder gar damit spielen. Ich zeigte allen Dreien (obwohl es eigentlich am besten für die Mittlere mit ihren 4 Jahren geeignet wäre) das wirklich toll gemachte Häuschen. Jede Seite hat eine eigene Glocke, die anders läutet. Einen eigenen Schlüssel, der am Häuschen festgemacht ist und ein kleines Püppchen im Inneren.

Nach anfänglichem Streit, wer denn nun beginnen durfte, mit dem Häuschen zu spielen, zogen die drei nach ein paar Minuten ins Kinderzimmer ab, um sage und schreibe über zwei Stunden nicht mehr herauszukommen. Seitdem ist das Häuschen täglich mehrmals im Einsatz. Am Vormittag spielt die Jüngste, die sich von mir absolut nicht helfen lassen will und darum alleine alles ausprobiert. Und am Nachmittag spielen die größeren Zwei damit und verstecken abwechselnd ihre Geheimsachen in dem Haus. Fakt ist, wir können dieses Häuschen leider nicht mehr zur Verlosung geben und haben es gekauft (hoffentlich wird das nicht mit allen Testprodukten so weitergehen), aber zum Glück gibt es unter www.smallbut.at noch ein paar davon.

Der Onlineshop smallbut bietet aber außer den Klingelhäuschen noch viel, viel mehr wunderbares und einzigartiges Spielzeug. Taschenlampen mit einklickbaren Bilder. Damit Mami oder Papi eigene Geschichten an die Wand projizieren und erzählen kann, magnetische Weltkarten, Wendepuppen und vielerlei anderes, wirklich liebevoll ausgesuchtes und außergewöhnliches Spielzeug für Kinder. Also ich weiß schon wo ich für meine Neffen die Weihnachtsgeschenke herzaubere.

Hinter smallbut steht übrigens Martina Mossig, selbst Mutter einer Tochter im Kleinkindalter. Sie war, als ihre Tochter noch kleiner war, immer auf der Suche nach (laut eigenen Angaben) „kniffeligem Spielzeug. . . Spielsachen mit mehreren Funktionen und auf jeden Fall Spielzeug, das jahrelang immer wieder aktuell sein kann. . . Materialien die sich hervorragend anfühlen und Designs, die wunderschön sind. . . Spielzeuge mit denen Kinder ihre Vorstellungskraft entwickeln können . . . Spielzeug, das auch zum Mitwachsen und Neu zu Entdecken ist. . .“

Nachdem sie aber kein Geschäft mit diesen Ansprüchen gefunden hat, hat sie sich selbst auf die Suche nach originellen Spielwaren begeben und um Gleichgesinnten die Suche zu erleichtern, alles zusammengetragen und einen Onlineshop errichtet. Einfach traumhaft!!

Das Angebot ist für Kinder bis 10 Jahren und Kindern von 10-99 Jahren eingeteilt.

Und nun zum Gewinnspiel. Ihr könnt auf fb ein wunderbares Klingelhäuschen gewinnen. Alles was ihr dafür tun müsst, ist mir auf der fb-Seite in einem Kommentar zu schreiben was für ein Spielzeug euch sonst noch auf der www.smallbut.at -Seite gefällt und ihr seid dabei!!

Das Gewinnspiel endet am 11. Dezember!

Unsere AGBs: LINK

 

Adventskalender einmal anders

Wow! Karin Graf-Kaplaner vom dem absolut wunderbaren Blogazine www.jubeltage.at (mit immer wunderschönen Fotos und Basteleien, von denen ich, mit meinen nicht vorhandenen Fingerfertigkeiten und meiner fehlenden Geduld, maximal träumen kann) und Judith List vom Blog www.stadtmama.at (ein ganz toller Blog rund ums Mama-sein) haben ein gratis Familien-eBook mit achtsamen Aktivitäten für den Advent geschrieben! Ein Adventskalender der besonderen Art. Einfach toll!!

Hier gehts zum e-Book: Familienzeit – Ein Adventskalender mit 24 achtsamen Aktivitäten

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Happiiii börthdääääää to youuu and youu

Alva´s Glitzerschuhbande

Wenn zwei Kinder am selben Tag Geburtstag haben, dann ist das nicht nur logistisch eine ziemlich große Herausforderung, sondern auch emotional wird man als Elternpaar stark gefordert. Bei Mädchen 1 war der erste Geburtstag ein „Riesentamtam“. Bei Mädchen 3, mussten wir uns letztes Jahr immer wieder gegenseitig daran erinnern, dass sie beim Feiern mit aufs Foto sollte, weil es eben auch ihr Ehrentag war. 
Aber letztes Jahr ging das noch. Heuer krähte sie schon seit längerem, dass sie und die Große bald „Purstag“ haben. Sie hatte keine Ahnung was das sei, aber dass man da Torte und Geschenke bekommt reichte aus, um sich darauf zu freuen. Kurz habe ich überlegt, weil sich die Große aufgrund des geteilten Geburtstages immer etwas benachteiligt vorkommt, die Kleine an dem Tag auszuquartieren und ihr einfach einzureden, sie hätte am nächsten Tag. Aber nur kurz.

Und um das Dilemma halbwegs zu lösen, gab es nun einfach mehrere Feiern. Eine einmal am „richtigen Tag“. Für beide mit Cake Pops. Die Mittlere wollte sie mit mir backen. Ungefähr sieben Kugeln und drei Rippen Schokolade lang. Dann gab es vorläufiges Naschverbot, und das wars dann mit der großartigen Hilfe. Sie hatte keine Lust mehr. Also hab ich die restlichen 50 Pops (wie hätte ich wissen sollen, dass der Teig für soooo viel ist) alleine gemacht und verziert. Und alleine dekoriert, weil sich aaaaalle lieber überraschen lassen wollten. Ja genau, meinen die denn, ich durchschaue den Trick mit der unterlassen Hilfestellung immer noch nicht?

Am Wochenende eine Torte mit den Verwandten meinerseites und einmal mit den Verwandten der Vaterseite, mit je einem Kuchen oder wahlweise Torte. Dann eine Diskoparty für die Große mit den Schulfreundinnen und Torte (siehe Mittwochseintrag). Und eine „Frühstücksparty“ für die Kleine (Party ist aber zu viel gesagt…es kam ein Kind). Diese mit Kipferln. Ich bin die einzige, die schon vor der gefürchteten Adventszeit und den dazugehörigen Keksen fünf Kilo zunimmt.

Dass die Vierjährige, die Mittlere, jedes Jahr verzweifelt wegen diesen ganzen Geburtstagsgelagen, versteht sich von selbst. Sie hat im März und das ist, für sie, klarerweise ewig aus. Das logische Argument, dass sie schon Geburtstag hatte, in diesem Jahr, zieht hier gar nicht. Denn in ihrer Welt beginnt das Jahr immer mit dem Kindergarten, also im September. Und dann hat gleich ihre beste Freundin Geburtstag, der Onkel, die Tante und nun eben beide Schwestern. Also wie ich es auch drehe, mein schlechtes Gewissen dreht sich mit. Wobei ich mir bezüglich meiner Jüngsten ja noch wenig Gedanken mache. Doch ich bin sicher in ein paar Jahren kommt die auch drauf, dass sie lieber alleine an einem anderen Tag feiern möchte. Die Tatsache, dass sie ein ganzes Monat zu früh kam und ihre Schwester sogar zwei, und das daher etwas ganz besonderes ist, dass sie an ein und demselben Tag auf die Welt gekommen sind, finde nur ich so faszinierend. Und eventuell ihr Vater. Aber der machte sich über das alles viel weniger Gedanken. Denn der hatte einen wichtigen Termin an dem Tag mit der ersten Feier und der Diskofeier, und am Tag der nächsten Feier, egal wann die dann genau sein wird, ja, da leider auch.

Aber es dürfte alles sehr zur Zufriedenheit meiner großen Tochter gewesen sein, denn mein Töchterlein hat nach der letzten Feier geweint: „Jetzt ist die Geburtstagswoche um und ich muss wieder ein ganzes Jahr warten.“ Und die Mittlere hat gestrahlt: „Das nächste Kind in der Familie, das Geburtstag hat bin ich.“ Tja, that´s life. Die nächste von der Familie die nämlich Geburtstag hat bin ich. Ein runder noch dazu. Ob ich wohl auch weine, wenn der vorbei ist?

Kurztipp!! Merry Mini Markt

Könnt ihr euch noch an das tolle Interview mit der wunderbaren Isabelle erinnern, die gemeinsam mit ihrer Freundin Lusia den Mini Markt gegründet hat?

Nun es ist soweit, er ist mit heute 10.00 eröffnet, geht bis Samstag 18.00 und ich war vorab dabei und kann euch sagen, es gibt alles was das Kinderherz (und auch mein Mamaherz blieb nicht kalt) begehrt. Von wunderschönen Puppen, hübschen Kleidern, tollen Lampen, zu gut duftender Naturkosmetik und echt genialem Spielzeug ist alles vorhanden. Nehmt eure Kreditkarten mit, ihr werdet sie brauchen!! Und die Location „die Markterei“ ist echt beeindruckend und bietet unglaublich gute Schmankerl an.

Ich hab jedenfalls einen großen Teil der Weihnachtsgeschenke nun schon zu Hause!

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Diskoparty für 10 Neunjährige

Meine Tochter feierte heute ihren 9. Geburtstag. Zu Hause. Kostete mich sehr viel weniger Geld, als die ausgelagerten Feiern in den Jahren davor und viiiiel mehr Nerven. 10 Neunjährige mit unterschiedlichen Interessen und Stimmlagen und ich. Animateurin, Empfangsdame, Köchin und begnadete „Birthdaysängerin“;-)
Es war sehr lustig. Die Torte hat das Töchterlein übrigens am Tag davor mit der wunderbaren Nachbarin gebacken und verziert (Dem Himmel sei Dank!, denn ich fand die 56 Cake Pops an ihrem tatsächlichen Geburtstag waren genug Backerei für mich). Die Dekoration habe ich bei einem großartigen Onlineshop (www.babymoments.at) bestellt, der ganz besonders tolle Dekosachen und auch kleine Geschenke hat. Der Renner waren die Pom Poms und die Konfettikanone.

Und für alle die auch zu Hause feiern, hab ich unsere Top 3 der Partyspiele hier kurz zusammengefasst.

Top 1:

Tanz mit Körperteil an Körperteil.

Und so funktioniert es: Die Musik wird aufgedreht. Irgendwann stoppt die Musik und die Animationsperson (ich) nennt ein Körperteil. Dann müssen sich immer zwei (in unserem Fall waren nur Mädchen auf der Party eingeladen) mit diesem Körperteil zusammenstellen. Tja, Stirn an Stirn ist leicht, aber Hinterkopf an Hinterkopf ist schon schwieriger. Und beim Schlüsselbein an Schlüsselbein erlebte man so manche Überraschung. Man kann wenn man will das letzte Pärchen immer ausscheiden lassen. Wir haben ohne Gewinner gespielt, einfach wegen dem Spaß.

Top 2:

Flaschendrehen.

Immer ein Renner. Aber nachdem es natürlich keine Teenie Party ist (Himmel bin ich froh!), gibt es nicht Wahrheit oder Tat sondern Wissen oder Tat. Und falls es tatsächlich jemanden gibt, der dieses Spiel nicht kennt hier die Anleitung:

Die Kinder setzen sich auf den Boden in einem Kreis auf. In der Mitte liegt eine leere Flasche. Nun dreht man die Flasche und die Person auf die der Flaschenhals zeigt, muss sich aussuchen, ob sie Wissen oder Tat (wobei wir die Tat vorher immer gemeinsam ausgemacht haben, wie z.B. einmal auf einem Bein durch die Wohnung hüpfen und wie ein Affe brüllen) nimmt. Und falls diejenige sich für Wissen entscheidet, bekommt (bei uns immer reihum) sie eine Wissensfrage gestellt (ich hab ganz leichte Fragen genommen). Wenn das Mädchen die Frage nicht weiß, muss sie dennoch die „Tat vollbringen“. Auch hier gibt es keine Gewinnerin, was so manches Konfliktpotential stark reduziert.

Top 3:

Es ist eine Diskoparty, darum gibt es natürlich noch ein Tanzspiel. Stopptanz:

Die Musik wird wieder aufgedreht und es darf getanzt werden. Wenn die Musik aus ist müssen alle in der Bewegung innehalten. Die, die wackelte oder sich bewegte, musste bei uns raus. Nachdem die Kinder so toll stillhalten konnten, haben wir die Regeln im Spiel etwas modifiziert und ich hab sie erschrecken dürfen, wenn sie stillstehen mussten. Das beschleunigte das Spiel, sonst würden wir es vermutlich immer noch spielen.

Dann hatten wir noch in peto: Sinnespiel (hab ich am Blog schon einmal vorgestellt), Schokolade schneiden, Wäscheklammernwerfen, Karaokesingen und Luftballon am Fuß des anderen zerplatzen.

Aber dazu sind wir nicht gekommen, weil mein persönlicher Geheimtipp: die Musik bei den Spielen immer recht lange laufen lassen, denn das Tanzen macht ihnen sowieso am meisten Spaß;-)

 

So, ich hab es für dieses Jahr hinter mich gebracht und brauch einmal um mich zu erholen. Bis morgen, da ist Adventkranzbinden im Kindergarten.

Und wer tatsächlich der Meinung ist, Kindergeburtstage sind ein Kinderspiel, der melde sich bitte bei mir persönlich. Ich hab das eine oder andere Video gedreht. Oder noch besser der- oder diejenige ist gerne eingeladen mir das nächste Mal zu helfen;-)

Viel Spaß beim Tanzen!!img-20161123-wa0022

 

Rollentausch – Papa ist jetzt Mama oder umgekehrt

Eva & Markus‘ Ansichtssache

Sie ist da. Die Zeit, die sich Papa schon so sehnlichst herbei gewünscht und Mama schon ein bisschen gefürchtet hat. Die Zeit, in der Mama und Papa ganz plötzlich, von einem Tag auf den anderen die Rollen tauschen. Die Frage, die ich mir, als ihre einjährige Tochter jetzt stelle: Soll ich jetzt zu Papa Mama sagen? Mir ist es aber eigentlich ganz gleich.

Das sagen die beiden nach der ersten Woche Rollentausch:

Aus Mamas Sicht:

Ein sehr aufregendes Jahr ist um! Und es ging alles so wahnsinnig schnell. Klar, war dieses Jahr nicht nur Honiglecken, aber die vielen schönen Momente überwiegen eindeutig! Und jetzt – glaubt es mir oder nicht – freue mich ganz wahnsinnig auf das was kommt: Meine Arbeit! Nach ein paar äußerlich dringend notwendigen Veränderungen (neue Frisur, Jeans statt Jogginghose, Hand- statt Wickeltasche, Make-up statt eingetrocknetem Brei …) fühle ich mich so was von bereit für die kommende Herausforderung. Und ich muss zugeben, mir taugt die Zeit in der Arbeit jetzt schon extrem. Ich genieße es wieder nur „ich“ sein zu können, aber ich freue mich auch am Abend ganz verrückt auf meine kleine, süße, schnuckelige Zuckerpuppe. Ich vermisse sie schon, aber – ganz ehrlich – ich halte es gut aus. Ich weiß, sie wird von Markus besonders liebevoll umsorgt und ich weiß, sie genießt den Tag mit ihm (fast) genauso wie mit mir. Selbstverständlich habe ich Markus auch noch ein paar „Tipps“ mit auf den Weg gegeben, zum Beispiel: „wie er, meiner Meinung nach, die Wäsche richtig waschen sollte“ oder „was er, meiner Meinung nach, der Kleinen über den Tag zu essen geben sollte“. Er nickte dazu nur freundlich und macht es vermutlich, wie er will und das passt dann auch.

Es gibt Null Gejammer, wenn ich das Haus verlasse. Die Kleine winkt, lacht und spielt dann weiter. Ein bisschen packt mich da schon die Wehmut, aber in Wahrheit könnte es gerade nicht besser laufen.

Sie ist glücklich mit Papa und ich brauche kein schlechtes Gewissen haben, weil ich in der Arbeit sitze und es genieße. Für mich also, ein sehr gelungener Rollentausch.
Aus Papa Sicht:

„HALLO“ aus meiner Karenz! Endlich kann ich zuhause bleiben und auf unsere kleine Maus aufpassen. Sie bekommt jetzt das volle 24-Stunden-Papa-Rundum-Paket. Ich habe Nachtdienst, wechsle (echt viele) Windeln, versuche täglich etwas halbwegs Gesundes zu kochen und singe unsere Kleine in den Schlaf, den sie sooo gut zu verhindern weiß.

Das sind jetzt meine Herausforderungen, die mir aber gar nichts ausmachen, denn es gibt ganz viele Sonnenseiten. Ich kann mit ihr spielen, um den See spazieren, Enten füttern und ihr Quietschen hören, wenn sie durchs Laub stolpert. Ich genieße die intensive Zeit mit ihr und möchte keine Sekunde davon missen. Auch wenn ich an dieser Stelle gestehen muss, dass Oma bereits in der ersten Woche meiner Karenz, zwei Tage lang zu Besuch war. Aber die beiden Mädels verstehen sich prächtig – warum sollte ich da auf erfahrene Unterstützung verzichten?! Zudem bin ich auch noch immer ihr „Kleiner“ und sie ist mit einem Schlag die Mutter und Oma, die gerne für ihr Kind und Enkelkind kocht, wäscht und putzt. Eva wirft mir dann schon manchmal vor, dass ich das nicht verlangen soll. Aber ich verlange es ja auch nicht – sie macht das ja wirklich gerne!

Und nachdem es zuhause und auch bei Eva in der Arbeit gut läuft, wird meine Art die Dinge zu regeln, dann doch geduldet. Es tut uns beiden gut, aus dem Alltag auszubrechen und wieder etwas anderes zu erleben!