So macht Lernen Spaß! (Hoffentlich!);-)

Hurra Schule! Früh aufstehen, den ganzen Tag ruhig sitzen und am liebsten den gesamten Abend lang Hausübungen machen. Hört ihr  eure Kinder auch schon jubeln? Hier ein paar Tipps, wie ihr eure Kind am besten bei den Hausübungen unterstützen. Denn mit dem Lernerfolg, steigt die Motivation und was man gerne macht, macht man gut!

Neugier wecken!
Erklärt den Kindern, warum Hausaufgaben wichtig sind. Sie helfen dabei, das Gelernte zu festigen, damit man es nicht vergisst. Zudem erhalten Lehrer Rückmeldung, ob der Stoff verstanden wurde oder ob es noch Defizite gibt. So kann das Lerntempo angepasst werden und Schwächen ausgebessert werden. Das schützt Ihr Kind vor Überforderung. Ihr könnt eurem Nachwuchs auch zeigen, wo sie das Gelernte in der Praxis einsetzen können. Wird der Schulstoff greifbar und erkennen die Kids den Sinn an der Sache, ist das Interesse geweckt. Lernen darf auch Spaß machen! Verknüpfen wird das Lernen daher mit spielerischen Elementen und die Motivation wird zum Selbstläufer. Um Dinge im Langzeitgedächtnis zu behalten, benötigt es nämlich Intelligenz, Motivation und Fleiß – und die letzten beiden hängen stark vom Interesse ab.

Die Lernumgebung macht’s!
Ganz wichtig ist auch, dass die Kinder einen ruhigen und hellen Platz haben, wo sie die Hausübungen machen können. Lasst die Kleinen mitbestimmen, wo sie lernen möchte. Das kann drinnen im Haus oder draußen im Freien sein, im Sitzen oder im Stehen. Ablenkungen durch Geschwister, Spielsachen, Fernseher, Handy oder Radio sollten vermieden werden. Bei leichten Aufgaben wie Ausschneiden, Kleben oder Ausmalen kann Musik aber der Kreativität sogar einen ordentlichen Schub geben.

Die richtige Zeit
Eine allgemeine Meinung ist, dass die beste Zeit zum Hausübung machen zwischen 13.30 und 16 Uhr liegt. Nach dem Essen sollte man zumindest eine halbe Stunde Pause einlegen, damit nicht zu viel Energie für den Bauch verbraucht wird. Jedes Kind hat aber seine Lieblingszeiten zum Lernen. Manche sind gleich nach dem Essen besonders leistungsstark, andere kippen fast vom Sessel. Einige Kinder kommen auch am Abend gut voran, wohingegen andere sich zu dieser Zeit schon aufs Rendezvous mit dem Sandmännchen eingestellt haben. Die Schüler sollten nicht zu lange bei den Hausaufgaben sitzen. Je nach Schulform und –stufe ist das unterschiedlich. Meist können die Lehrer darüber gut Auskunft geben.

Pausen einlegen!
Frische Luft, Bewegung und ein Getränk machen den Kopf wieder frei. Je nach Alter und Typ, können sich Kinder unterschiedlich lange konzentrieren. Fünf- bis Siebenjährige können sich in der Regel ca. 15 Minuten, Acht- bis Neunjährige ca. 20 Minuten und Zehn- bis Zwölfjährige ca. 30 Minuten auf etwas fokussieren. Beim Vokabellernen zum Beispiel ist ein Rhythmus von 3 x 10 Minuten mit jeweils kurzen Pausen zu empfehlen. Nach ein paar Stunden sollte dann das Ganze wiederholt werden, um es im Langzeitgedächtnis zu festigen. Jedes Kind ist aber auch hier unterschiedlich. Am besten hängt ihr eine Uhr über dem Schreibtisch auf und dann kann sich euer Kind die Pausen selbst einteilen.

Masterplan
Es kann eine Hilfe sein, einen Wochenplan zu erstellen, um die besten Lernzeiten herauszufinden und Stress zu vermeiden. Dabei sollte man Freizeitaktivitäten sowie die Länge der Schultage berücksichtigen und das Kind mitentscheiden lassen. Der Plan soll kein Druckmittel, sondern eine Hilfestellung sein. Generell wird Druck von außen immer Widerstand erzeugen.

Helfen erlaubt
Grundsätzlich sollten Kinder ihre Hausaufgaben selbstständig machen, sonst können Lehrer nicht erkennen, wo noch Defizite lauern. Zudem ist es ein gutes Training, um sich an strukturiertes und geregeltes Arbeiten zu gewöhnen. Am Anfang der Schulkarriere brauchen die Kleinen noch mehr Unterstützung, spätestens ab der 7. Schulstufe sollten Schüler alleine arbeiten. Als Eltern sollten wir uns daher mit dem Heranwachsen der Kinder Schritt für Schritt aus dem „Hausübungsbereich“ zurückziehen. Ständig daneben sitzen ist nicht gut, denn es ist unangenehm, lenkt ab und erzeugt Druck. Kontrollfragen sind ebenfalls eher kontraproduktiv.

Lerntechniken ausprobieren!
Mindmaps, Lernkarten oder Online-Lernhilfen können bei Hausaufgaben sehr hilfreich sein. Die Kids können verschiedene Techniken ausprobieren. Jedes Kind muss für sich selbst herausfinden, wie es am besten lernt und wie es vor allem auch Spaß macht. Der gute, alte Karteikasten zum Beispiel eignet sich hervorragend, um sich neue Wörter einzuprägen. Gelernte Vokabel wandern nach hinten in die Box, während Wörter, bei denen es noch hapert, ganz vorne aufs Wiederholen warten. Ein guter Tipp ist auch die Hausaufgaben in kleine, überschaubare Einheiten aufzuteilen. Wenn mit der leichtesten Aufgabe begonnen wird, erzielt man schnelle Erfolgserlebnisse und schöpft Kraft für die schweren Brocken. Das motiviert und nimmt viel Stress.

Bild: drubig-photo / Fotolia

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