Das Haushaltsduell

Alvas´Glitzerschuhbande

Mein Mann unterstützt mich wo er kann, nur im Haushalt hilft er mir höchst ungern. Angeblich, weil er nicht besonders gut darin ist und nie etwas findet. Ebenso verhält es sich bei Angelegenheiten, die das „Fertigmachen der Kinder“ betreffen. Zum Beispiel das Anziehen des Babys. Er schaut in den Kleiderschrank und schreit mir in regelmäßigen Abständen, dass er leider keinen Body findet, oder keine Windel, oder aber kein T-Shirt. Also verlasse ich meinen Platz, wo immer ich mich gerade befinde um ihm zur Hilfe zu eilen und ihm zu zeigen, dass das T-Shirt vor seiner Nase, der Body rechts daneben und die Windeln vor ihm auf einem Stapel liegen.

Dieses Spiel spielen wir momentan mehrmals wegen irgendetwas, bis ich aufgebe und ihm entweder alles herrichte oder es selbst mache.
Darum war ich extrem erstaunt, als ich ihn neulich bat mir doch die Wäsche aufzuhängen, während ich mit den Kindern einkaufen ging, als er ohne meckern sofort einwilligte. Er fragte mich nicht einmal was für Art von Wäsche sich denn in der Waschmaschine befand, was er sonst tat. (Nicht, dass er die Wäsche insgesamt in den letzten neun Jahren schon öfter gemacht hätte als, sagen wir sieben Mal). Denn klarer Weise, Bettwäsche war schnell erledigt, Jeans auch, Kinderkleidung nicht. Da offenbarte meine Waschmaschine eine Fülle, dass man gut und gerne zwei Kleiderständer füllen könnte, wenn man platzmäßig nicht gut haushaltet.

Ich kam als nach zwei Stunden zurück und alles hing tatsächlich. Wobei das Wort hing es nicht wirklich traf. Eher lag alles auf der Wäschespinne. Und zwar genauso wie es aus der Maschine gekommen war. In Nestern drapierten sich die Kinderleiberl und die Hosen hingen mehrere übereinander. Ich sah es, sagte aber nichts, wusste ich doch, dass Meckern der Tod der freiwilligen Hilfe war. Außerdem unterstellte ich ihm, dass er sich absichtlich so anstellte um mir zu „beweisen“ wie wenig er das konnte.
Ich ließ alles hängen und trocknen, was mehrere Tage dauerte, denn in diesem Zustand der Wäsche verzögerte sich der Trocknungsvorgang merklich. Und dann räumte ich so gut es ging die Sachen weg. Einiges musste ich bügeln, was wenn man es ordentlich aufgehängt hätte nicht der Fall gewesen wäre.

Nur die Leiberl meines Mannes, die legte ich fein säuberlich zusammen und in seinen Kasten mitsamt dem Knitterlook. Ein paar Tage später fischte er ein solches heraus und zog es an. Er zog das Shirt in die Länge und strich darüber, doch es sah immer noch aus als wäre ein Bus darüber gefahren. Er nahm ein neues und es war dasselbe. Ich ignorierte seinen Blick und tat, als ob ich nichts Besonderes an dem Teil bemerkte. Nach einer Weile fragte er: „Sag wieso schauen diese Leiberl so arg verknittert aus. Liegt das am Material oder bügelst du die normalerweise.“
„Nein, ich bügle sie nicht. Hmmmm. Vielleicht hab ich sie nicht gut ausgeschüttelt nach dem Waschen und einfach über die Wäschespinne geworfen. Keine Ahnung.“

Er beobachtete mich bei diesen Worten genau, ich ihn auch. Clint Eastwood gegen den unerschrockenen Bösewicht. Auf einmal trat die Erkenntnis in seinen Blick. Ich verkniff mir ein Grinsen und blieb ganz ernst. Er auch und sagte: „Na, dieser Knitterlook gefällt mir eigentlich recht gut. Das sieht ja sogar beabsichtig aus oder?“ Ich nickte und erwiderte: „Das ist praktisch, dann muss ich mir in Zukunft mit der Wäsche nicht so viel Zeit nehmen und mach das jetzt öfter so.“ Was ich natürlich nicht tat, doch die paar T-Shirts bügelte ich nicht, da musste er durch. Wobei zwei sind neulich einfach im Wäschekorb gelegen und ich kann mich nicht erinnern, dass mein Mann sie zuvor getragen hatte. Da hielt er es wohl wie meine Älteste, die einmal meiner Mittleren in einem, wie sie glaubte, unbeobachteten Moment ins Ohr flüsterte: „Wenn du etwas aus dem Kasten nimmst und es nicht selber zurückräumen willst, schmeiss es in den Wäschekorb. Dann kommt es ein paar Tage später zurück, hängt an seinem Platz oder ist wieder ganz schön zusammengelegt.“

Bild: Susanne Binder

Wer hat bei uns die Hosen (das Röckchen) an?

Eva & Markus´ Ansichtssache

Eva:

Unser kleiner Sonnenschein strampelt wie wild und quietscht vergnügt in Richtung Eingang. Der Grund: Der lustige Kerl ist wieder da! Ja genau, Markus ist gerade nach Hause gekommen. Nach einem arbeitsreichen Tag im Büro ist endlich Babyzeit angesagt. Eins vor ab: Einen Mann sollte Frau nie zu viel loben, aber ein bisschen „Bauchpinseln“ ab und zu ist schon okay. Also schreiben wir uns heute einmal etwas Nettes.

Markus ist ein großartiger Papa. Aber das war mir eigentlich eh immer schon klar. Er hilft mir, wo er nur kann, zickt nicht beim Windeln wechseln oder wenn die Kleine in der Nacht weint. Ganz im Gegenteil. Manchmal steht sogar er nachts auf und lässt mich weiterschlafen. Alles mit der kleinen Prinzessin macht ihm Freude. Die kleine Zuckerschnecke hat ihn schon ganz schön fest um den Finger gewickelt. Er sitzt praktisch in der Falle. Aber in einer, in der er gerne sitzt. Sie kriegt noch gar nichts mit und er möchte ihr schon alles zeigen. Die ganzen kleinen und großen Wunder dieser Welt. Und er möchte ihr jeden Wunsch erfüllen. So hat unsere Maus mit 6 Wochen ihr erstes Geschenk von Papa erhalten. Eine Krabbel- bzw. Erlebnisdecke mit Spielbogen und Musik. Die Musik bleibt jetzt aber noch aus, hat er mir versprochen. Beim Spazierengehen nimmt er sie immer aus dem Kinderwagen, damit sie auch alles sieht. Ich war ja der Meinung wir haben diesen Kinderwagen gekauft, damit sie darin einschläft. Aber gut. Er würde ihr auch am liebsten jetzt schon Eis und Wurstsemmeln füttern. Aber sogar er weiß, dass das wirklich noch nicht geht. Sie soll eben alles Glück auf Erden erfahren und dazu gehören (für ihn jedenfalls) auch Eis und Wurstsemmeln. Ich halte, wie mein nicht mehr ganz so lobender Unterton vielleicht schon verrät – bei allem vehement dagegen. Mein oberstes Gebot: Die Kleine nur nicht überfordern. Alles braucht seine Zeit und die werden wir ihr auch geben. Und zuckerhaltiges Essen gibt es im ersten Jahr sowieso nicht, wenn überhaupt. Und alles andere darf sie erst mit 18! So ergänzen Markus und ich uns recht gut. Er alles, ich nichts. Dazwischen der Kompromiss. So klappt es dann auch mit der gemeinsamen Kindererziehung. Aber in Wahrheit hat unsere Zuckerpuppe, obwohl sie noch kein Wort sprechen kann, schon das Sagen im Haus.
Markus:

Meine Mädels sind ein Hit! Und die Kleine hat es schon richtig faustdick hinter den Ohren. Wie die Mama. Die Beiden wissen ganz genau, welchen Knopf sie bei mir drücken müssen, um mich dort zu haben, wo sie möchten. Manchmal merk ich es, meistens aber vermutlich nicht. Ich frag mich, wie das in einigen Jahren sein wird, wenn unsere kleine Maus auch verbal auf die Tube drückt? Verbünden sich meine Mädels dann (noch mehr) zu etwas mir unbegreifbar Mächtigem? Bin ich als Papa dieser Macht hilflos ausgeliefert? Kann ich mich dann überhaupt noch bei irgendetwas durchsetzen?

Dafür habe ich, nicht ganz uneigennützig, eine Strategie entwickelt:
Ich werde ganz viel Zeit mit meiner Tochter verbringen. Ich zeige ihr die Welt, so früh es geht, und lasse sie an allem Schönen teilhaben. Hin und wieder darf sie dann auch etwas bei mir machen, was sie bei Mama nicht darf. Das stärkt das Vater-Tochter-Band. Ja genau, so werde ich das machen! Aber ich habe akzeptiert, dass Eva die Nummer Eins bei unserer Kleinen ist. So lasse ich mich treiben im tiefen Ozean des Familienlebens, in vollem Vertrauen darauf, dass mich meine Mädels niemals untergehen lassen.

Der gefressene, imaginäre Schmetterling

Alvas´Glitzerschuhbande
Die Theamtik „Sterben“ verlangt, so finde ich, je nach Kind extrem unterschiedliche Herangehensweisen. Meine Große ist sehr sensibel. Und seit sie ungefähr drei war, kam das Thema „Tod“ in regelmäßigen Abständen: Warum? Was passiert dann? Ich will das nicht. Sterben alte Leute früher? Was kommt danach? Was ist eine Seele? Um nur ein paar Fragen zu nennen, um die es sich dann dreht. Das Einschlafen wird für sie zum Problem, weil Ängste in ihr aufkommen, dass sie nie wieder aufwacht. Und das Einschlafen der anderen wird auch zum Problem, denn sie werden regelmäßig geweckt, um nicht im Schlaf das Zeitliche zu segnen. Mit Logik kann man hier nicht vorgehen. Dass wir alle gesund sind, damit kann man sie auch nicht trösten, weiß sie doch um das Leid des einen und des anderen Bescheid, der auch bis vor kurzem gesund war. Irgendwann ist diese Phase dann vorbei und die Welt dreht sich eine Weile wieder nur um Schule, Freunde, Theaterspielen…

Meine Mittlere wirkt dahingegen fast emotionslos. Sie sagt maximal: „Schade, dass der Soundso gestorben ist“. Wobei unklar ist, ob sie auch diesen Satz nicht nur von uns Erwachsenen nachplappert.

Als ich unlängst das Baby fütterte, saß sie fasziniert gegenüber und sah zu. Das jüngste Mädchen, das zumeist alleine isst, liebt hin und wieder noch das Spiel „Füttere mich und mache Geräusche“. Also brummte ich Löffel für Löffel einen Lastwagen, ein Auto … Irgendwann kamen wir zu den Tieren und sie rief: „Ling, Ling.“ Nachdem ich manchmal ihre Sprache spreche, wusste ich, dass das der Code für „Schmetterling“ war. Da ich nun nicht sicher war, welche Geräusche ein Schmetterling von sich gibt, entschied ich mich für ein: „Flapp, Flapp, Flapp.“ Klein Mädi lachte, öffnete den Mund und hatte Riesenspaß, als sich der „Flappflapplöffel“ darin versenkte. Die Mittlere schaute hingerissen zu, wartete bis die Kleinste das Essen hinunter geschluckt hatte und kommentierte dann grinsend: „Und jetzt ist er tot.“ Ich warf ihr einen kurzen mahnenden Blick zu. Die Kleinste, die nun ständig schrie: „Nomal!!Nomal!!“, wurde belohnt und der nächste Schmetterling machte sich auf, um in ihrem Mund zu verschwinden. Nicht ohne einem weiteren Satz: „Jetzt ist der Nächste tot.“ Das Spiel spielten wir noch ein paar Mal mit den Kommentaren meiner Mittleren: „Wieder tot.“ „Noch einer gestorben.“ Und „Oh ja, du hast jetzt echt schon viele Schmetterling tot gefressen.“ Als ich sie etwas länger und vermutlich auch nachdenklich ansah, rutschte sie mit einem Achselzucken vom Sessel und meinte: „Na, stimmt ja. Oder?“ Dann ging sie ins Kinderzimmer, offenbar gelangweilt von den vielen Morden an den Schmetterlingen. Ich war erstaunt, aber doch recht froh, dass dieses Mädchen so einen ganz anderen Umgang mit dem Thema hatte. Denn meine Große, der ich am Abend die Geschichte erzählte, reagierte mit einem: „Die armen Schmetterlinge.“ Auf meinen Einwand, dass es die doch gar nicht gab, erwiderte mein Sensibelchen: „Ja, trotzdem!“

Obwohl manchmal war es mit der sensiblen Art doch nicht so weit her und sie überraschte mich neulich mit einer Aussage enorm. Denn, als ich nachdenklich, an meinen Mann gerichtet, anmerkte, dass ich bitte nach meinem Tod verbrannt werden wollte und die Asche wenn möglich in ein fließendes Gewässer gestreut werden sollte, bedachte sie mich mit einem langen Blick, um dann weiter in ihrem Malbuch zu malen und festzustellen: „Ist gut. Dann streuen wir die Asche in den Ausguss. Fließt auch und rinnt vermutlich in die Donau.“ Na aber hallooo!!!?

 

Bild: Susanne Binder

Ausflugskurztipp: Fossilienwelt

Bevor es richtig kalt wird, noch schnell ein paar Ausflugsziele für die es sich lohnt das Haus zu verlassen;-)

Die Fossilienwelt Stetten, nahe bei Wien, bietet eine interessante Geschichte mit einem Themenpark und einem tollen Aussichtsturm. Aber für meine Kinder das Spannendste dort: Das Schürfen im Sand nach Perlen, Haifischzähnen und versteinerten Knochen.

Bis 31.Oktober geöffnet. Link: Fossilienwelt

 

Gewinnspiel: Fotoshooting!!!!!!

Bei diesem Gewinnspiel kann man etwas ganz Besonderes gewinnen:

Ein Outdoor-Shooting im Raum Steyr oder Wien inklusive 25 Stk. digitale und bearbeitete Fotos im Wert von 245 Euro. Entweder von verliebten Mamis und Papis oder den Kindern oder allen zusammen.

Wer macht die Fotos?

Kristina Brandstetter. Meiner Meinung nach die beste Fotografin überhaupt. Nie wieder hüpfe ich oder meine Kinder (oder mein Mann) jemals wieder jemand anderem vor die Linse.

Sie macht die schönsten Fotos und trifft immer den perfekten Moment. Nebenbei scherzt sie mit den Kinder und schafft eine entspannt lockere Atmosphäre. So schön wie auf den Fotos war ich in Wirklichkeit noch nie;-)

Egal ob Porträt oder Weihnachtskarte. Ob Familie oder nur die Kinder. Ein professionelles Foto ist immer eine wunderschöne Erinnerung.

Wer mehr von Kristina sehen will hier gehts zur Homepage: Kristina Brandstetter Fotografie

Einfach den Beitrag auf unserer Facebookseite liken und ihr seid dabei. Das Gewinnspiel endet mit 30. September.

Viel Glück!!!!!

Unsere AGBs: Link

Eine für alle? Oder eine für eine?

Alvas´Glitzerschuhbande 

Meine große Tochter legt im Moment großen Wert darauf, auch Zeit mit mir oder dem Papa alleine zu verbringen. Egal ob einkaufen gehen oder sonstiges, immer betont sie, dass sie ja immer ihre Schwestern im Schlepptau hätte.
Womit sie natürlich völlig recht hat und obendrein genau die richtigen Knöpfe drückt, mein schlechtes Gewissen zu aktivieren. Denn seit ich drei Kinder habe, habe ich ohnehin ständig das Gefühl nicht allen gerecht zu werden und immer eine zu vernachlässigen.

Also habe ich einen Plan erstellt, der vorsah mit jedem Kind Zeit zu verbringen und die anderen beiden irgendwo anders unterzubringen. Ein schwieriges Unterfangen, denn wem soll ich denn auf die Schnelle einmal zwei Kinder andrehen.

Aber gesagt getan. Als meine Mittlere unlängst auf ein Geburtstagsfest eingeladen war, bat ich die Nachbarin, eine Weile auf die Jüngste aufzupassen. Dann fragte ich meine Große spontan worauf sei denn Lust hätte und was sie gerne mit mir unternehmen wollte. Zuallererst fiel ihr nichts ein. Nach einer Weile, in der kostbare Minuten verschwendet wurden, einigten wir uns auf einen Kaffeehausbesuch.
Wir stapften los und in den ersten 30 Minuten sprudelte sie drauflos und erzählte mir enthusiastisch alle Geschichten und Sorgen, die sie mir in letzter Zeit immer schon mal unbedingt erzählen wollte. Als wir dann im Kaffeehaus angekommen waren, wurde sie auf einmal still. Auf meine Frage, ob denn alles ok ist, meinte sie: „Ja, klar. Nur schau, da gibt es den Schokokuchen, den meine Schwester so gerne isst.“
Ich nickte. „Und glaubst du, Mama, die N. macht das gut mit der ganz Kleinen oder weint sie schon?“ Auf meine Antwort, dass ich mir sicher bin, dass die Jüngste sehr viel Spaß mit N. hat und ganz bestimmt nicht weinte, zuckte sie mit den Schultern. „Vielleicht gehen wir doch lieber wieder nach Hause und nehmen meinen Schwestern etwas zum Naschen mit.“ Ich hielt den Kopf schief und betrachtete meine Tochter fragend. Sie zuckte mit den Schultern: „Ja ich weiß, ich wollte unbedingt mit dir alleine sein und jetzt vermisse ich die beiden irgendwie.“ Ich lachte.

Als ich der Fairness halber ein paar Tage später mit der Mittleren eine Stunde alleine verbrachte, dauerte es keine Sekunde, bis sie wusste was sie tun wollte. „Barbie spielen!“ Nach 5 Minuten, in denen ich mir ständig anhören musste, dass die große Schwester aber viel besser spiele und ich das nicht richtig mache, war klar, auch dieses Mädchen war eigentlich recht glücklich mit den anderen. Bei der Kleinsten brauchte ich das Experiment nicht weiterführen. Die war ja jeden Vormittag außer in den Ferien mit mir allein. Und da lief sie alle paar Minuten in ein Zimmer um die Namen der Schwestern zu brüllen.

Außerdem war sie, wenn die Großen dabei waren, viel besser gelaunt und freute sich jedes Mal wie ein Honigkuchenpferd, wenn wir sie von der Schule und dem Kindergarten abholten. Mein neuer Vorsatz lautet daher: Einmal im Monat werde ich die „Alleinetage“ weiterhin durchführen, um meine Kindern das Gefühl zu geben, wenn sie es wirklich wollen und brauchen, dann nehme ich mir die Zeit auch. Und die restlichen Tage werde ich mich in der Gewissheit wiegen, dass auch wenn sie streiten wie zwei Wikinger, sie sich lieben und vermissen sobald die anderen außer Sichtweite sind.

Bild: Susanne Binder

Erlebniswanderung Burg Prandegg

Habt ihr euch auch schon mal gefragt, wie die Ritter und Burgfräulein so lebten? Angeblich gab es ja auf jeder Burg ein unheimliches Burggespenst …. Das Geheimnis könnte bald gelöst sein, denn nächsten Sonntag gibt’s eine Erkundungstour der besonderen Art auf OÖs zweitgrößter Burgruine.

Geplant ist eine kurze Wanderung vom Parkplatz zur Burg. Dabei gibt es eine kinderwagentaugliche Variante und eine etwas längere für sportliche Besucher (ca. 1 Stunde). Es besteht auch die Möglichkeit mit dem PKW direkt bis zur Burgtaverne zu fahren. Beim Ausgangspunkt der beiden Wanderungen werden die Familien mit einer kleinen Wegzehrung versorgt. Anschließend geht’s zur mittelalterlichen Burgführung. Besonders Abenteuerlustige können sich auf eine Rätselreise durch den Burgrundweg begeben, der Wald- & Wiesenpädagogin lauschen oder selbst Brot backen. Für das leibliche Wohl für fleißige Entdecker sorgt die liebevoll restaurierte Taverne am Fuße der Burg.

Wann: Sonntag, 18. September von 10-17 Uhr
Wo: Burg Prandegg, Prandegg 3, 4274 Schönau
Eintritt ist frei 😉
Weitere Infos findet ihr hier: http://www.ooe.familienbund.at/

Ich hab am Sonntag leider keine Zeit, drück euch aber die Daumen zwecks schönem Wetter! Eure Sarah

Bild: Burgverein Prandegg

Die schnellsten Apfelküchlein

Oh ja, ich darf wieder ein Backrezept schreiben.
Dann gebe ich hier einmal eines meiner Lieblingsrezepte zum Besten. Eines für komplett Ungeübte, das sogar bei mir immer gelingt (bis jetzt;-)). Quasi mein Notfallsrezept, wenn jemand kommt und ich vergessen habe etwas Süßes einzukaufen:

Man nehme:

  • einen Fertigblätterteig
  • einen Apfel/bei kleineren zwei
  • Zucker und Zimt
  • Ein Glas

 

Zuerst schäle und schneide man die Äpfel in kleine Stücke.
Wenn man so ein Schälerding hat, dessen Namen ich nicht kenne, mit dem man in der Mitte den ganzen Putz rausdrehen kann, dann kann man auch einfach Apfelringe machen und dann wie folgt fortfahren. Ich mische zu den Äpfel nun etwas Zucker und Zimt. Die Menge variiere ich je nach Süße der Äpfel. Dann nimmt man das Glas (wenn man Apfelringe gemacht hat, sollte es größer sein, als der größte Ring, sonst kann man irgendein Trinkglas nehmen) und sticht lauter Kreise aus.
Dann platziert man ein wenig von den Äpfeln in die Mitte eines Kreises (oder eben den mit Zucker und Zimt bestreuten Apfelring )und deckt das ganze mit einem weiteren Kreis zu und drückt den Rand ein wenig fest.

Meine Töchter lieben es nun mit der Gabel Muster in den Rand zu drücken…Nun sticht man noch ein zwei mal vorsichtig in den Teig und dann ab ins Rohr. Je nach Herd und Blätterteig so um die 180 Grad für circa 15 min.

Aus dem vom Ausstechen übrig gebliebenen Teig mache ich meist einen Mini-Apfelstrudel.

Schmeckt wirklich gut und ist so schnell gemacht…ohne Herumgepatze!! Viel Spaß!!

 

 

 

Die Pubsertät

Alva´s Glitzerschuhbande

Manchmal läuft bei uns zu Hause die „stille Post“. Nein, wir spielen nicht „stille Post“, sondern sie „passiert“ einfach. Unlängst fragte mich meine Große aufgrund eines Liedtextes, was das Wort „Pubertät“ bedeute.
Ich erklärte es ihr, so gut ich konnte. Ich redete von dem „Erwachsenwerden“, das nicht so einfach ist. Von den Hormonen. Und von den unvermuteten Gefühlsausbrüchen, die schon einmal (ja genau, einmal! Ha, ha!!) vorkommen können. Nachdem meine Tochter neuerdings in einer Phase steckte, in der sie auch des Öfteren unkontrollierte Gefühlsausbrüche hatte, fragte sie mich ob es denn das schon war. Ich sagte ihr, dass die Pubertät meist nicht mit 8 Jahren begann, aber dass es eine Art Vorpubertät tatsächlich gab. Und um das Thema schnell abzuhaken, weil gerade die Jüngste vom Sessel gefallen war und weinte, fügte ich rasch und abwiegelnd hinzu, dass ich aber glaubte, dass ihre Heulattacken im Moment eher auf das Ende der Ferien und den herannahende Schulbeginn zurückzuführen waren. (Zumindest waren das die Beweggründe für meine derzeitige Laune). Sie begnügte sich vorerst mit dieser Antwort.

Nach einer Weile kam sie dicht gefolgt von ihren kleineren Schwestern wieder in den Raum und fragte: „Wenn ich diese Vorpumpertät habe, krieg ich sie dann später nicht?“ Ich konnte mir ein Lachen nicht verhalten. Ich sagte: „Schatz, das Wort heißt anders und ist ja keine Krankheit.“ Ihre mittlere Schwester nickte und brüllte: „Ha, ha, ich weiß es. Ich habe es mir gemerkt, das richtige Wort. Bitte darf ich´s sagen!? Es heißt Vorpopotät.“ Stolz blickte sie in die Runde. Ich lachte noch mehr. Die Jüngste drehte sich im Kreis und sang: „Pupsertät, Pupsertät!“ Wie sollte ich jemals ernste Antworten geben auf ernste Fragen, wenn sich diese als Slapstick tarnen?!!

Und außerdem werden die drei immer schlagfertiger. Richtig aufpassen muss man, was man sagt. Ich habe sie unlängst (klar liebevoll, aber doch in einer Situation in der sie mich ordentlich reingelegt hatten) als „kleine Kröten“ bezeichnet. Worauf meine Älteste meinte. „Tja, Krötenmama, die kleinen dieser Tiere sind wenigstens noch niedlich, aber die dicke große Kröte…“.

Wo sie recht hat. Also keine Tiernamen mehr. Denn als ich zu meiner Jüngsten einmal sagte: „Du bist aber eine kleine Laus.“ Drehte sich die Mittlere zu ihr um und sagte: „Läuse sind das Ekelige, das es manchmal in der Schule gibt. Da wo die Mama dann immer panisch unsere Köpfe anschaut. Also ich glaub nicht, dass die jetzt etwas Nettes zu dir gesagt hat.“ Diese Szene hatte Erklärungsbedarf. Tja, kluge Kinder sind ein Segen. Meistens;-)

Bild: Susanne Binder

Kommt ein Fischchen geschwommen…

Ein Basteltipp, der sogar für die Jüngsten ein Spaß ist. Und einer den auch ich gerne nachmachen werde. Sieht einfach aus und geht schnell. Die Kriterien, die für mich am wichtigsten sind;-)

Ja klar kleben manche Kinder den Kleber überall hin nur nicht an die vorgegebenen Stellen.
Und ich bin mir auch nicht sicher ob ich nicht demnächst ein paar Glitzersteine in der Windel meiner Kleinsten finden werde, aber der Fisch ist schnell fertig, sieht lustig aus und der Aufwand ist minimal. Danke Gisi für den Tipp und das Foto! (Leiterin des Familienbundzentrums Regau-Voecklabruck )

Für den Papptellerfisch braucht man

  • runde Pappteller (das war jetzt irgendwie klar oder?);-)
  • Dekomaterial (Stifte, Sticker, Glitzersteine, buntes Tixo…)

Zuerst schneidet man vom Pappteller ein Dreieck ab und klebt es auf die gegenüberliegende Seite als Schwanzflosse. Nun kann man den Fisch zum Leben erwecken  und nach Lust und Laune gestalten.

Und wer will schon nur einen Fisch. Besser sind ja doch zwei oder drei oder vier oder fünf…