Gesundes Eis?!

Alva´s Glitzerschuhbande 

Ich probiere mit meinen Kindern oft etwas Neues aus. Vor allem wenn es den Namen „gesund“ trägt und dennoch unter Süßigkeiten gehandhabt wird, bin ich nicht müde alles zu versuchen. Also backe ich mit Datteln, süße mit Bananen und sogar die Stevia-Welle ging nicht spurlos an uns vorbei. Aber: Entweder ich machte bei der Verarbeitung einen entscheidenden Fehler oder es schmeckt mir persönlich einfach nicht. Und meinen Kindern sowieso nicht.

Die Bohnenkekse neulich wurden zwar gegessen, aber erstens wussten sie nicht, dass die Grundlage des Teiges aus Bohnen bestand, und zweitens habe ich sie zu guter Letzt in Schokostreusel getaucht, damit sie wenigstens irgendeinen Geschmack hatten. Den Kuchen mit den tausend Zutaten in der Creme, der auf der Internetseite als „gesund und unwiderstehlich schokoladig“ angepriesen wurde, dessen Grundlage wieder Datteln und zusätzlich Avocados bildeten, schmeckte vor allem gesund. Wenn man ihn nicht als Kuchen, sondern als Brot mit seltsamer „gemüsig-kaokaoiger“ Creme ansah, und nur dann, war er sogar recht interessant.

Auch die selbstgemachten Gummibären fanden in unserer Familie nicht den erwünschten Anklang. Wir ließen nichts unversucht und probierten Smoothies, Fruchtsäfte, Früchte zu gelieren. Wir nahmen dazu Geliermittel deren Namen ich mir nicht gemerkt habe, aber eines davon hatte Ähnlichkeit mit „Gaga Gaga“ und roch bei der Verarbeitung nach Fisch. Letztendlich entstand doch nur Gelee. Es sah aus wie Gelee, roch auch am Ende der Herstellung noch nach Fisch und schmeckte langweilig. Daran änderten weder die hinzugefügte Kokosmilch noch die kleinen Kokosblütenzuckerstreusel etwas. Also „Gummibärenkonsistenzähnlichkeit“ hatte nichts davon und landete allesamt in meinem Mund, weil es ja immerhin gesund war, und aufwendig gemacht, und ich es daher nicht wegschmeißen konnte.

Vor kurzem probierten wir selbstgemachtes Eis. Fruchtzwerge einfrieren ist out. Wir wagten uns an Früchtesorbets. Aber ohne Eismaschine hat das einen schwerwiegenden Nachteil. Man sollte nicht vergessen, das Eis immer wieder aufzurühren. Sonst hat man einfach einen gefrorenen Klumpen Zitronenwasser mit Birkenzucker. Und warum der Saft mit dem Zucker nach unten gesunken war und das Ganze oben nur nach gefrorenem Wasser geschmeckt hat, weiß ich eigentlich auch nicht.

Fakt ist, wir haben die Küche verwüstet (zugegeben wenigstens hat es uns allen Spaß gemacht) und sind am Schluss erst recht in das nächste Eisgeschäft gelatscht. Was gab es da für Sorten! Herrlich!! Die herkömmlichen: Vanille, Schokolade, Erdbeere sowieso. Aber man setzte auch voll auf die neuesten Trends, denn eine Sorte hieß zum Beispiel „Schokolade-Chiasamen“. Na gut, die geschmacklosen, kleinen Körner störten wenigstens den Geschmack von Schokolade nicht. Und bei Zitrone-Ingwer-Marzipan waren ja ebenfalls zwei Zutaten voll im Gesundheitstrend. Und da verstand ich. So funktionierte das. Man mischte einfach in etwas, im Wesentlichen aus Fett und Zucker bestehenden, ein oder zwei vermeintliche „Superfood-Zutaten“. Dann konnte man gleichzeitig genießen, und auch etwas Gutes für den Körper tun. Völlig logisch. Ob der Anteil an Chiasamen wohl sehr hoch war?

Auf die Frage meiner Mittleren warum gesundes Eis bei uns daheim so grauslich schmeckte, hatte ich keine Antwort, denn vielleicht gibt es ja Menschen die tatsächlich gesundes Eis und überhaupt gesunde Süßigkeiten herstellen können. Aber solange Stevia schmeckt als hätte ich in meine Zimmerpflanze gebissen und Birkenzucker bei meinen Kindern Blähungen verursacht, als hätten sie 10 Mal hintereinander Bohneneintopf gegessen, solange werde ich vermutlich nicht auf konventionelle Süßigkeiten verzichten können. Und meine Kinder so wie es aussieht auch nicht. Eissaison eröffnet!

Bild: Susanne Binder

Heute (1.7.) ist der internationale Tag der kreativen Eissorten – Mahlzeit 😉

Ein Kommentar zu „Gesundes Eis?!

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