Oh du lieber Sommer!

Alva´s Glitzerschuhbande 

Sollten meine Beiträge im Sommer etwas verworren klingen, und auch den Geschichten oft der nötige Zusammenhang fehlen, so habe ich eine gute Ausrede. Ich habe 9 Wochen 3 Kinder zu Hause, die in Alter, Ansprüchen und Vorhaben nicht unterschiedlicher sein könnten.

War ich immer ein großer Freund von längeren Abständen bei den Kindern (meine sind 8, 4 und 1,5) so revidiere ich meine Meinung immer mehr. Die Große will schwimmen, in einem Bad mit Rutsche. Aber ich muss mit ihr ins Wasser, weil so viele Leute sind, dass sie Angst hat, es könnte ihr jemand auf den Kopf springen. Die Mittlere will sich in einem Pool treiben lassen. Aber ohne die vielen Leute und mit mir in der Nähe, damit sie sich notfalls bei mir festhalten kann. Die Kleinste will ständig raus aus dem Becken, hineinspringen, sich auffangen lassen und wieder hinausklettern. Dass sich das alles nicht gleichzeitig bewältigen lässt, ist vermutlich jedem klar. Also machen wir immer abwechselnd im Radl einmal das eine, einmal das andere. Was nicht minder anstrengend ist. Vor allem auch weil immer zwei unzufrieden sind und meckern.

Dazwischen spielen sich „Eisdramen“ ab, weil es nur noch zwei Twinis gibt und der Hunger nach dem Schwimmen ist so groß, dass wir es unmöglich nach Hause schaffen. Darum gibt es des Öfteren die anspruchsvolle Kost „Pommes aus dem Stanizel“. Auch die Jüngste brüllt schon danach, dafür geniere ich mich in regelmäßigen Abständen. Zum Glück versteht sie niemand, wenn sie dazwischen in der Straßenbahn nach „Masia, Bär und Schipis“ verlangt. Was so viel heißt wie ihre Lieblingssendung, die sie mit den Großen ab und zu mitschauen darf, „Masha und der Bär“ und „Chips“, die es dazu 1 Mal!!, ich schwöre es, gegeben hat.

Am Abend bekomme ich sie nicht ins Bett, dafür schlafen alle mittlerweile bis 9. Morgens wird die Wohnung verwüstet, ich renn hinterher, um den Kollateralschaden zu begrenzen, was mir nicht immer gelingt. Unlängst hat meine Jüngste, während ich die Wäsche aus der Waschmaschine geholt habe, es irrsinnig lustig gefunden, das ganz wenig gefüllte Plantschbecken vom Balkon zur Balkontür zu ziehen und dann von innen auf den Rand zu steigen und zuzusehen wie das Wasser in die Wohnung läuft. Ich habe sie noch nie so laut lachen gehört. Hauptsache sie hatte Spaß! Wen interessiert in dem Alter auch eine überschwemmte Küche.

Zu Mittag koche ich etwas Gesundes. Dass es gesund ist, erkennen die Kinder an Farbe und Form. Und ich daran, dass es beinahe unangetastet zu mir zurückkommt. Alle nicken heftig auf die Frage, ob sie satt sind. Und fragen 15 Minuten später nach einem Butterbrot und einem Eis, weil sie am Verhungern sind. Dann geht es wieder ab ins Schwimmbad.

Mein Mann, der seine Zeit im Büro verbringt, beneidet mich jeden Tag darum, mit den Kindern ins Schwimmbad zu gehen. Genau so lange bis er an einem Wochenende mit uns gemeinsam ein öffentliches Bad besucht. Entsetzt über den Ablauf dort und den Mangel an der Befriedigung der eigenen Bedürfnisse, fragt er mich am Abend, ob das in etwa immer so abläuft. Auf mein Nicken hin ernte ich einen erschreckten Blick aus großen Augen. Setze ich dann noch ein: „Aber heute haben sie viel weniger gestritten als sonst.“, hinzu werden seine Augen noch größer und er geht montags pfeifend und gut gelaunt ins Büro.

Nun muss ich aber bei aller Anstrengung zugeben: ich mag den Sommer, das Chaos, meine lärmenden Kinder, die Badeaktionen und alles was dazu gehört. Einfach auch, weil ich so unendlich viel Zeit habe und nirgends mit den dreien hin hetzen muss. Ich komme nur zu nichts anderem mehr. Und das, genau das, ist der Grund, warum ich für meine Beiträge mitunter ganze Tage brauche. Obwohl mir untertags wirklich viele Ideen für Geschichten einfallen, vergesse ich sie immer aufzuschreiben und am Abend falle ich um 9 mit meinen Kindern ins Bett und schlafe. Und am nächsten Tag ist leider mein Hirn auf „Ausgangsmodus“ zurückgesetzt und nicht einmal die Einkaufsliste vom Vortag hat irgendeine Chance sich wieder in meine Erinnerung zu schleichen. Fühlt sich an, als würde jemand jeden Tag von Neuem den „Delete Button“ drücken. Aber ich schätze das ist wichtig, denn nur so habe ich immer in der Früh das Gefühl es ist alles neu, spannend, aufregend und leicht und ich halte locker die 9 Wochen durch.

Bild: Susanne Binder

Unsere Maus muss raus!

Eva & Markus´ Ansichtssache

Eva:

Bereits im Alter von 6 Wochen feierte unser Pfirsichkuchen sein Ausflugs-Debüt, weil Papa es sich in den Kopf setzte. Ich, noch geschmeidig im Wochenbettfeeling, hatte gar keine Lust auf drei Tage Familienfeier am Land. Allein der Gedanke daran machte mich ganz wuselig. Wie können wir unseren Spatz 70 km in der Babyschale transportieren? Das ist doch nicht gut für den Rücken! Was machen wir, wenn sie weint oder hungrig wird? Wir müssen das genau planen. Und richtig viel Zeug einpacken! Haben wir soviel Platz im Auto? Der Kinderwagen beansprucht schon den ganzen Kofferraum für sich! Wir brauchen eine Checkliste! Noch besser: Wir fahren erst gar nicht! Ja, am besten wir bleiben einfach zuhause!

Markus:

Ich konnte unseren ersten Ausflug als Familie gar nicht erwarten. 6 Wochen nach der Geburt bot sich die optimale Gelegenheit – eine mehrtägige Familienfeier inkl. aller Onkeln, Tanten, Omas und Opas. Unsere Kleine hatte sich schon an ihr neues Zuhause gewohnt und war die meiste Zeit ziemlich entspannt. Daher stand meiner Meinung nach, einem neuen Abenteuer nichts mehr im Weg. Ich bündelte meine gesamte Überzeugungskraft gegen Evas Bedenken und siehe da – wir packten. Eine 2-seitenlange Checklist, 3 Reisetaschen, 1 Wickeltasche, 1 Tragetuch, 1 Kinderwagen und 1 Maxicosi später saßen wir im bis oben angefüllten Auto. Ein letzter Check, ob wir auch das Baby eingepackt hatten und los ging es zu Tagen voll „tututu“, „gutschi gutschi gutschi“ und „moiiii“. Da schwillt die Papabrust.

Wenn es schon sein muss (Zitat Eva), dann darf Folgendes bei den ersten Außeneinsätzen nicht fehlen:

Babypflege

  • ~ 10 Windeln pro Tag (safe side)
  • eine Menge Stoffwindeln
  • Feuchttücher (ohne Parfum!)
  • Vitamin D Tropfen
  • Wundcreme & Co

Klamotten

  • ausreichend Bodys und
  • Strampler oder wie ihr sonst euer Baby gerne kleidet

Schlafen

  • Vertraute Kuscheldecke
  • Nachtstrampler/Pyjama
  • Babyphone
  • Nachtlicht

Outdoor – je nach Jahreszeit

  • Babytrage/Tragetuch und/oder Kinderwagen
  • Haube/Sonnenhut
  • Handschuhe
  • Jacke
  • Kälteschutzcreme/Sonnencreme

Alles langweilig?!

Alva´s Glitzerschuhbande 

Ich werde manchmal aus meinen Kindern nicht schlau. Da mach ich einen „Freizeitaktivitätenvorschlag“ und bin mir sicher, dass er bei allen dreien auf absolute Begeisterung trifft und dann wird er von der Großen gerade mal so angenommen. Klar, außer Prater oder andere Vergnügungsorte, die gehen immer. Also meine Große ist diesbezüglich schon etwas in die Pubertät gerutscht und reagiert so, wie ich es noch von mir als ungefähr 13-jährige in Erinnerung habe. Ich frage: „Gehen wir in den Gemeinschaftsgarten? Deine Freundinnen sind auch dort.“ Sie antwortet: „Nein, das war letztes Mal schon so langweilig.“ Erinnerungsfetzten tauchen bei mir auf, unterscheiden sich aber offenbar enorm von denen meiner Tochter. Denn ich seh in Gedanken die schreienden und lachenden Kinder durch die Sprenkelanlage laufen und das Trampolin malträtieren.

Auch das Versteckspiel unter den Bodendeckern habe ich noch in Erinnerung. Aber für meine Größte ist es offenbar fad gewesen. Nun denn. Auch das Schwimmen gehen hab ich als sehr lustig in Erinnerung. Immer wieder rutschten die beiden Großen ins kalte Nass und probierten die neuen Spritzpistolen aus. Aber als ich vorschlage, wieder ins Bad zu gehen, kommt ein genervtes: „Schon wieder ins Bad? Ohne Freundinnen mitzunehmen, mag ich das gar nicht. Dort ist es so heiß und fad.“

Gehen wir dann nach unendlichem Herummaulen und Herumgezicke trotzdem auf den Spielplatz, in den Garten oder ins Bad, wird meistens gelacht, gelaufen, gejodelt und auch angemerkt wie „super“ es hier ist. Aber das Kurzzeitgedächtnis meines großen Töchterleins scheint ihr am Ende des Tages einen Streich zu spielen zu wollen und speichert den Tag in der Erinnerung als „langeilig“ ab. Oh was macht mich das rasend. Obwohl ich es verstehen kann. Ich war ja auch eine Zeitlang so. Aber wie gesagt mit 13!! Und im Nachhinein betrachtet gehe ich mir sogar damit selber auf die Nerven.

Unlängst waren wir eingeladen zu einem klassischen Konzert. Reaktion der Großen: „Uaaahhh! Da geh ich sicher nicht mit! Klassische Musik ist so langweilig!“ Ok es handelte sich um Werke von Johann Strauss. Nicht unbedingt sehr schwere Kost und zusätzlich mit Balletttänzerin und Sängerin untermalt, also durchaus auch für Kinder geeignet. Ich bot an hinzugehen. Mit den zwei Großen. Sie dürften auch bis spät in die Nacht aufbleiben. Die Mittlere jubelte. Die Große überlegte. Hin und her. Und änderte ihre Meinung, ob sie es langweilig fand und nicht hin wolle, oder es doch wagen sollte ca. 20 Mal. Bis ich explodierte. Dann war sie beleidigt.

Als die Mittlere und ich uns in Schale warfen, entschloss sie sich gnädiger Weise mitzukommen. Wir hatten Ehrenkarten in der ersten Reihe. Und siehe da. Beide Kinder saßen mucksmäuschenstill, beobachteten die Musiker gespannt und es gefiel ihnen sichtlich sehr. Nach dem Konzert nickte die Große und stellte fest: „Na gut dass ich mitgekommen bin. Ich hätte ja wirklich was versäumt.“ Ich rollte die Augen. Ja, ich weiß es wird vorübergehen! Wie alle diese Phasen. Ein schwacher Trost, wenn man sich mitten drinnen befindet. Und die Kleineren die derzeit alles mit Begeisterung mitmachen und froh sind, dass wir nicht zu Hause bleiben, kommen ja vermutlich auch noch in diese Phase. Oder sie beginnen die Schwester zu imitieren, weil sie doch die „Coole“ ist. Und wenn diese „Esistallesschrecklichfad-Welle“ in der Pubertät noch einmal kommt dann erlebe ich es insgesamt satte 6 (!!!) Mal. Ist so ähnlich wie bei „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Hurra!

Bild: Susanne Binder

Ab in den Wald

Einen herrlichen Ausflug in den Wald wissen die Kleinen nicht immer zu schätzen. Doch durch ein paar kleine Anregungen wird der Spaziergang schnell zum aufregenden Erlebnis!

Wer findet als erstes einen runden Gegenstand?
Gut, das ist vielleicht schnell gelöst. Aber jetzt geht’s an die nächste Aufgabe: Wir suchen etwas Glattes. Und dann wollen wir noch etwas Schweres als Andenken mitnehmen.

Wenn die Kinder schon lesen können, bekommen sie die Aufgaben auf einem Zettel.

Auch die Geräusche sind im Wald für die Kinder oft überraschend interessant. Ganz still sein fällt ihnen meist schwer, aber dafür dürfen sie raten welches Geräusch sie hören.  Bei manchen Kindern kennt die Fantasie keine Grenzen. Meine Vierjährige hat tatsächlich Dinosaurier gehört. Sie schwört es bis heute.

Und auch in Gruppen macht das Suchen von Tieren, Gegenständen und vielleicht auch Pfotenabdrücken von Tieren großen Spaß!

Tipp von Isabella, Familienbundzentrum Pregarten

Bild: http://www.pixabay.com/

Ich packe meinen Koffer und nehme mit…

Alva´s Glitzerschuhbande 

Der Urlaub naht. Und während verliebte Pärchen ihre kleinen Koffer packen, in denen sich ein paar Abendoutfits und Bikinis tummeln, sieht unser Auto nach einem Umzug ins Nachbarbundesland aus. Fliegen mit drei Kindern macht mir wenig Spaß und ist auch preislich die kostspieligere Variante. Darum wird bei uns seit drei Jahren gefahren.

Im Vorfeld diskutieren mein Mann und ich schon wann der beste Zeitpunkt zum Wegfahren ist. Er plädiert für „in der Nacht“ oder „ganz zeitig in der Früh“. Er hat offensichtlich unseren Italien Urlaub vor zwei Jahren verdrängt/vergessen. Wir sind in der Nacht weggefahren und es waren alle wach. Angekommen sind wir mit extrem grantigen Kindern um fünf Uhr morgens. Keiner hatte geschlafen. Das Apartment war erst ab 14.00 Uhrbeziehbar. Der Tag war gelinde ausgedrückt ein Wahnsinn. Aber ich verstehe seine Argumente, dass Kinder im Dämmerschlaf zumindest nicht alle zwei Minuten etwas verlangen können bzw. ihre Musikwünsche äußern können. Wenn, und das ist der Punkt, sie sich im Dämmerschlaf befinden. Aber das wäre dann das erste Mal, denn die Mehrheit der Kinder neigt dazu, egal zu welcher Zeit sie aufwachen, aus dem Bett zu springen und loszusingen.

Kind Mittel ist noch am ehesten schläfrig, aber ich befürchte wenn eine längere Reise bevorsteht siegen die Nervosität und Aufregung und auch sie würde dann um 3 Uhr morgens den Bibi und Tina Soundtrack in voller Lautstärke hören wollen. Natürlich haben wir Kopfhörer, aber nur zwei Paar. Und die Kleinste ist dafür auch zu klein und notgedrungen muss diese in der Mitte sitzen. Man würde annehmen ein Auto, das den Beinamen Siebensitzer trägt hat Platz für eine fünfköpfige Familie. Tut es vermutlich auch, aber erst nachdem alle Familienmitglieder der Kindersitzpflicht entkommen sind.

Ich will mich hier aber nicht beklagen, denn bis vor kurzem bin ich am Rücksitz mit Baby und der Mittleren gesessen, weil mit Maxi Cosi nicht einmal die vorhandenen zwei Kindersitze hinten Platz gefunden hatten. Nun hat die Mittlere einen neuen bekommen und alle nehmen hinten Platz. Irgendwie und sicher nicht ganz optimal. Außerdem muss die Mittlere jedes Mal beim Einsteigen unter dem Gurt durchschlüpfen, weil das Anschnallen sonst beinahe unmöglich ist und so viel Zeit in Anspruch nimmt, wie eine Fahrt von Wien nach Kärnten.

Vor und während dem ersten Kind hatten wir einen VW Lupo, haben ihn aber nach der Geburt schnell gegen einen dreitürigen Golf eingetauscht. Doch mit drei Kindern wäre mir jetzt am liebsten ein Lastwagen. Ich höre, seit ich gesagt habe wir packen, nur noch: „Bitte die Roller!!!“ „Und bitte alle 320 Kuscheltiere.“ „Ich kann ohne meinem Polster nicht schlafen!“ „Nein nicht ein Paar Schuhe, ich mag zu jedem Kleid die passenden tragen!“ „Bitte darf die aufblasbare Insel mit, wir haben dort doch einen Pool.“

Ach ja ganz zu schweigen, dass in diesem Urlaub meine Schwägerin samt Kind mitkommt. Also ist eine Dachbox in Planung. Nachdem deren Sohn schon ein wenig älter ist, bin ich gespannt, was er von den Musikwünschen meiner drei Grazien hält. Na sind ja nur 8 Stunden. Wenn kein Stau ist. Und niemand aufs Klo muss. Und niemand ein Eis will. Und ich das Baby nie wickle…

Bild: Susanne Binder

Trage vs. Kinderwagen

Eva & Markus´ Ansichtssache

Eva:

Unsere Kleine mag beides: Kinderwagen und Babytrage. Aber in vollen Straßenbahnen machen sich Mütter mit Kinderwagen beim Bimfahr-Volk oft unbeliebt. Außerdem schläft unser süßes Babylein in der Trage leichter ein. Also gehen wir bevorzugt mit Babytrage raus. Dort trifft Mama mit zuckersüßem, alle Welt anlächelnden Baby auf viele wunderliche Menschen. Die sagen dann meistens: „So eine freundliche Maus!“, und wir finden das wirklich sehr nett. Außerdem haben wir gelernt, allzu aufdringlichen, Baby tätschelnden Muttis und Omis geschickt auszuweichen und uns mit freundlichen Worten an ihnen vorbei zu winden.

Manche Begegnungen sind aber anders. Manche sagen dann solche Sachen: „Kriegt das Baby da auch genug Luft?“, „Die kann sich da drinnen ja gar nicht rühren!“, „Kriegen Sie davon nicht Kreuzweh?“, „Haben Sie keine Angst, dass Ihr Kind da heraus fällt?“ Mit diesem letzten Satz machte mich die Verkäuferin an der Supermarktkasse tatsächlich kurz sprachlos. „Äähhh nein, da fällt nix raus, aber danke!“

Markus:

Wir haben uns extra einen geländetauglichen Kinderwagen gekauft – sozusagen einen Jeep. Denn schließlich sind wir ja ursprünglich vom Land und möchten das auch mit unserer Kleinen erkunden. So müssen wir es jetzt hinnehmen, dass unser Baby-Geländewagen für die Stadt äußerst ungeeignet ist. Ist aber egal, denn unsere Kleine möchte sowieso lieber getragen werden – da sieht sie mehr und ist immer live dabei. Deswegen haben wir uns ein Tragetuch ausgeborgt. Das war jedoch für unseren Geschmack, trotz offizieller Babytragetuch-Beratung, zu kompliziert. Darum haben wir auf Willhaben eine Babytrage ersteigert, die tatsächlich wesentlich einfacher zu handhaben ist und mit der auch Papa zurechtkommt. Unserer kleinen Maus gefällt die Trage, auch wenn sie lieber auf die Hand genommen wird. Mit ihrer Vorliebe rennt sie bei Papa offene Türen ein. Denn der ist auch der Meinung, dass das Baby auf der Hand sicher mehr Spaß hat. Zudem schwitzt man sich gegenseitig nicht so an, was bei der Babytrage im Sommer schon der Fall ist. Aber egal welches Tragemittel Mama und Papa lieber haben, wir geben sowieso nur eine Empfehlung ab. Am Ende entscheidet eh die Kleine, mit was wir ausgehen 😉

3 Fragen, 6 Antworten

Habt ihr eine Trageberatung gemacht?
Eva: Unsere Kleine hat sich immer so überstreckt, da wurde das Tragen zu einer richtigen Challenge. Daher habe ich mir von einer Trageberaterin die Kreuzwicklung im Tragetuch richtig erklären lassen, damit da nix sein kann. Zur Sicherheit.
Markus: Ja, Eva. Sie hat mir dann gezeigt, wie es richtig angelegt wird. Aber mir war das eindeutig zu kompliziert.

Welche Trage habt ihr?
Eva:Zu Beginn borgten wir uns vom Familienbundzentrum ein elastisches Tuch von „je porte mon bébé“. Das kann man vorbinden und ist optimal für eine Trageanfängermama wie ich eine war. Aus fitnesskurstechnischen Gründen tauschten wir das dann gegen ein gewebtes Tuch. Den langen Bodenaufwischer fand ich aber eher umständlich. Als die Kleine dann alt genug war, kauften wir eine gebrauchte Babytrage. Die Handhabung gegenüber dem Tuch ist so viel einfacher. Und der Maus taugt es auch.
Markus: Die Babytrage, die wir jetzt haben, benutze ich auch. Nur im Sommer ist es mir mit der Kleinen umgespannt zu warm.

Trage oder Kinderwagen – Wo seht ihr die Vorteile?
Eva: Die Trage finde ich super, wenn ich wo bin wo viel los ist. Zum Beispiel in der Bim oder bei Veranstaltungen, wo der Kinderwagen zu langsam vorankommt. Auch beim Großeinkauf nehme ich die Maus statt in der schweren Auto-Babyschale lieber in der Trage mit.
Markus: Der Kinderwagen ist für länger Ausflüge super oder wenn wir Essen gehen. Das Tragetuch ist optimal, wenn man die Hände frei haben möchte. Am liebsten trage ich unsere kleine Maus aber auf der Hand.