Eine ganz normale „Schlafsituation“

Alva´s Glitzerschuhbande 

Heute Nacht durfte ich schlafen. Zumindest war dies das Vorhaben. Und mein Göttergatte hat sich bereit erklärt, das Baby, das mittlerweile schon 1,5 Jahre ist, aber nicht daran denkt sich irgendeinem guten Schlafverhalten anzupassen und oft sogar teilweise viertelstündlich kräht, bis in die Morgenstunden zu nehmen. So der Plan.

Aus lauter Nervosität, dass ich jetzt schlafen sollte und zwar gleich einschlafen sollte, weil das meine einzige Zeit war und zwar sofort (!), blieb ich einmal vorsichtshalber bis 23.00 Uhr wach und wälzte mich im Bett herum. Dann fiel ich ins Traumland. Und zwar genau bis 00.15 Uhr. Da begann dann nämlich meine Mittlere zu husten. Und alle meine Fragen: „Warum jetzt und warum heute?“ wurden ebenso wenig beantwortet, wie mein Flehen sie möge doch sofort aufhören. Sie hustete bis 3.00 Uhr.

Diesmal fiel es mir leichter wieder in den Schlaf zu finden. Bis exakt 3.35 Uhr. Dann brachte mir mein Mann ein weinendes Baby mit dem Satz: ich leg mich jetzt hin, habe mit ihr bis jetzt auf der Couch geschlafen und bin fertig. Ich bedankte mich artig und bestätigte ihm, dass er am nächsten Tag natürlich ausschlafen konnte. Mit Blick auf die Uhr stellte ich fest, dass ich mit Glück noch ein Weilchen hätte, bevor die Große aufwacht.

Ich hatte keines. Um 5.00 Uhr war meine Große wach und versprach leise zu sein, kam aber doch öfter ins Zimmer, weil es in ihrem gruselig knackste, der Lichteinfall komisch aussah, seltsame Schatten an der Wand waren und ihr partout heute nicht einfallen wollte, wo denn die Trinkgläser waren oder ob sie sich gemeinerweise versteckt hatten. Also stand ich um sechs Uhr genauso gerädert auf wie die 549 Tage davor.

Als sich mein Mann dann aus dem Bett bequemte und mich aufmunternd ansah und fragte ob es nicht toll war, dass er mich in der Nacht so lange schlafen hat lassen, wäre ich ihm am liebsten ins Gesicht gesprungen oder hätte geweint. Ich verkniff mir beides, lächelte müde und bedankte mich erneut. Ich wusste aus Erfahrung, wenn ich ihm jetzt sagte, wie die Nacht gewesen war, wurde ich als undankbar abgestempelt und es dauert weitere 549 Tage ehe er das Baby nimmt. Zum Glück gab es Kaffee! 😉

Bild: Susanne Binder

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