Bettgeschichten

Eva & Markus´ Ansichtssache

Eva:

Schlafen. Ach wie schön ist schlafen. Seit meiner Teenagerzeit finde ich lange schlafen großartig. Als Mutter ändert sich daran nichts. Schlafen ist wunderbar. Aber Babys sehen das wohl anders. Denn Einschlafen ist für kleine Wonneproppen oft eine Qual und lange schlafen sowieso. So auch bei unserer kleinen Windelrockerin.

Müde vom Tag gähnt sie mir entgegen. Heute schläft sie sicher bald. Die Hoffnung ist groß, aber hinter ihren müden Augen verbirgt sich eine noch ungeahnte Ausdauer. Frisch gebadet, eingecremt und gewickelt, ziehen wir den Wohlfühl-Schlafoverall an. Dann blättern wir noch im Bilderbuch und ich lese ihr eine Gute-Nacht-Geschichte vor. Danach – entscheide ich – ist Schlafenszeit. Also lege ich sie neben mich ins Bett und schalte das Licht aus. Mein Entschluss kam für unsere Kleine aber total unerwartet. Sie schreit los. Völlig betroffen vom abrupten Ende des Tages, dreht sie sich von einer Seite zur anderen. Licht an. Ihre blauen Augen leuchten. Plötzlich lacht und quietscht sie wieder. Ich kuschle mich zu ihr. Licht aus. Weinen. So geht das eine Weile.

Dann raffe ich mich auf und leite Stufe 2 ein. Ich nehme sie hoch und gehe im abgedunkelten Schlafzimmer hin und her. In meinen Armen liegend hat sie sich immer noch nicht mit meiner Absicht, sie zum Schlafen zu bringen, anfreunden können. Entschlossen dreht sie ihren Kopf nach hinten und schluchzt. Stufe 3 beginnt – das Vorsingen. Das beruhigt sie. Gespannt lauscht sie meiner Interpretation verschiedener Schlaflieder, das in eine LaLeLu-Dauerschleife übergeht.

Nachdem mir der Text langsam zu langatmig wird, beginne ich zu summen, dann werde ich immer leiser. Stille. Sie schläft. Ich lege sie in ihr Bettchen. Leider etwas zu voreilig, denn sie wacht wieder auf! Entrüstet blickt sie mich an. Zurück zu Stufe 2. Irgendwann schläft sie dann doch ein. Und ich auch.

Markus:

Wenn ich als Papa mit unserer Kleinen schlafen gehe, ist das so eine Sache. Sagen wir so – sie muss schon ziemlich müde sein, dass sie bei mir einschläft. Aber dass unsere Kleine müde ist, heißt noch lange nicht, dass sie einschläft. Für solche Fälle habe ich die „Papa-Rolle mit beinahe 100 % Schlafgarantie“ erfunden. Ein Mittel für all jene, die keinen Busen zur Bestechung haben. Eine detaillierte Anleitung zur Papa-Rolle findest du hier:

  1. Lege dein Baby diagonal auf eine kleine, aber nicht zu kleine, kuschelige Decke
  2. Wenn du Baby-Rechtsarmträger bist wie ich, dann platziere dein Kind eher etwas links von der Mitte der Decke.
  3. Jetzt ziehe zuerst die linke und dann die rechte Ecke über den Bauch deines Babys – ruhig mit etwas Spannung, aber bitte mit Gefühl.
  4. Jetzt klappst du den unteren Teil der Decke nach oben. Das ganze erinnert jetzt etwas an einen Wrap.
  5. Lege dein Baby mit dem Gesicht zu dir auf deinen Arm.
  6. Sofern noch nicht geschehen, sollte jetzt der Schnuller zum Einsatz kommen.
  7. Wichtig ist, dass sich dein Baby mit dem Kopf in die Decke kuscheln kann und dass so viel von der Decke übrig ist, dass der Schnuller nicht andauernd auf den Boden fällt.
  8. Jetzt kannst du dein Kind ruhig ein wenig an dich drücken, damit es deine Nähe spürt.
  9. Den oberen Zipfel der Decke kannst du noch etwas über den Kopf deines Babys legen. Immer darauf achten, dass es noch genug Luft bekommt!
  10. Wenn es noch hell ist oder dein Baby recht abgelenkt scheint, hilft es auch, eine Stoffwindel, sozusagen als Dach, über den Kopf des Babys zu legen. Das Näschen und der Mund bleiben dabei frei.
  11. Et voilà – Dein Baby fühlt sich wohl und schläft (hoffentlich) ein!

Paparolle.jpg

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