Wettbewerb: beste Familienrezepte

Gemeinsame Mahlzeiten in der Familie sind wichtig. Zum besonderen Erlebnis werden sie, wenn man sie zuvor auch gemeinsam zubereitet!

Dabei vermitteln wir dem Nachwuchs unsere Werte und festigen die familiäre Bindung. Das fördert in weiterer Folge auch die soziale Entwicklung der Kinder. Damit sich die Kinder auch später ausgewogen ernähren und ein gesundes Essverhalten beibehalten, ist es wichtig, regelmäßig gemeinsam zu essen. Idealerweise schafft man dafür eine ruhige Essensumgebung.

Welches Rezept kocht ihr besonders gerne mit euren Kindern?
Wir suchen die beliebtesten Miteinander-Kochen-Rezept. Als Belohnung winken tolle Sachpreise!

Schickt euer Lieblingsrezept bis 30. Oktober 2016 an:
Österreichischer Familienbund
Buchbergerstr. 88
3100 St. Pölten
Oder per E-Mail an office@familienbund.at

Und für all jene, die ihr Rezept gerne am mama-papa-blog veröffentlichen möchten: Schickt es uns einfach an office@ooe.familienbund.at, Kennwort: „Blogrezept“


Tipp: den ganzen Beitrag findet ihr auch auf: http://www.familienbund.at/kinderwillkommen/index.php?id=58
(hier gibt’s auch weitere Spiele-, Bastel-, und Liedertipps)

Bild: http://www.pixabay.com

Auf die Kerzen, fertig, los!

Kindergeburtstagskuchen:

Zutaten:
3 Eier
4 EL Wasser
15 dag Zucker
1 P. Vanillezucker
10 dag gemahlene Haselnüsse
10 dag Mehl
1 KL Backpulver

Zubereitung:
Dotter, Zucker und Wasser schaumig rühren, dann den Schnee schlagen. Das Backrohr auf 180°C vorheizen. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen, anschließend Nüsse und Mehl unterheben.

Geburtstags-Muffins:
Die Masse in Muffinsförmchen füllen und bei 180°C ca. 25 Minuten backen. Danach mit Zuckerglasur, Zuckerfiguren und Streuzucker verzieren.

Geburtstags-Raupe:
Eine Rehrückenform mit Margarine ausfetten, bemehlen und die Masse in die Kuchenform einfüllen. Bei 180°C ca. 40 Minuten backen. Als Geburtstagsraupe noch mit Zuckerglasur verzieren, Schlecker als Füße verwenden und Augen mit Smarties mit Hilfe der Zuckerglasur anbringen – und bitte schnell verspeisen bevor die Raupe zum Schmetterling wird und davonfliegt 😉

GebRaupe

Gutes Gelingen wünscht euch eure Sigi!

Sigi, Familienbundzentrum Neuhofen

Eine ganz normale „Schlafsituation“

Alva´s Glitzerschuhbande 

Heute Nacht durfte ich schlafen. Zumindest war dies das Vorhaben. Und mein Göttergatte hat sich bereit erklärt, das Baby, das mittlerweile schon 1,5 Jahre ist, aber nicht daran denkt sich irgendeinem guten Schlafverhalten anzupassen und oft sogar teilweise viertelstündlich kräht, bis in die Morgenstunden zu nehmen. So der Plan.

Aus lauter Nervosität, dass ich jetzt schlafen sollte und zwar gleich einschlafen sollte, weil das meine einzige Zeit war und zwar sofort (!), blieb ich einmal vorsichtshalber bis 23.00 Uhr wach und wälzte mich im Bett herum. Dann fiel ich ins Traumland. Und zwar genau bis 00.15 Uhr. Da begann dann nämlich meine Mittlere zu husten. Und alle meine Fragen: „Warum jetzt und warum heute?“ wurden ebenso wenig beantwortet, wie mein Flehen sie möge doch sofort aufhören. Sie hustete bis 3.00 Uhr.

Diesmal fiel es mir leichter wieder in den Schlaf zu finden. Bis exakt 3.35 Uhr. Dann brachte mir mein Mann ein weinendes Baby mit dem Satz: ich leg mich jetzt hin, habe mit ihr bis jetzt auf der Couch geschlafen und bin fertig. Ich bedankte mich artig und bestätigte ihm, dass er am nächsten Tag natürlich ausschlafen konnte. Mit Blick auf die Uhr stellte ich fest, dass ich mit Glück noch ein Weilchen hätte, bevor die Große aufwacht.

Ich hatte keines. Um 5.00 Uhr war meine Große wach und versprach leise zu sein, kam aber doch öfter ins Zimmer, weil es in ihrem gruselig knackste, der Lichteinfall komisch aussah, seltsame Schatten an der Wand waren und ihr partout heute nicht einfallen wollte, wo denn die Trinkgläser waren oder ob sie sich gemeinerweise versteckt hatten. Also stand ich um sechs Uhr genauso gerädert auf wie die 549 Tage davor.

Als sich mein Mann dann aus dem Bett bequemte und mich aufmunternd ansah und fragte ob es nicht toll war, dass er mich in der Nacht so lange schlafen hat lassen, wäre ich ihm am liebsten ins Gesicht gesprungen oder hätte geweint. Ich verkniff mir beides, lächelte müde und bedankte mich erneut. Ich wusste aus Erfahrung, wenn ich ihm jetzt sagte, wie die Nacht gewesen war, wurde ich als undankbar abgestempelt und es dauert weitere 549 Tage ehe er das Baby nimmt. Zum Glück gab es Kaffee! 😉

Bild: Susanne Binder

Das beste Versteck

Alva´s Glitzerschuhbande 

Verstecken spielen ist toll! Draußen, im Wald. Zu Hause? Na geht so. In unserer Wohnung sind die guten Verstecke schnell abgegrast und man muss sehr erfinderisch sein um nicht in der Sekunde entdeckt zu werden. Außerdem mag meine Mittlere immer nur Suchen. Als wir unlängst voller Tatendrang, aber wegen dem miesen Wetter drinnen waren, ging ich durch die Wohnung und scannte sie im Hinblick auf Verstecke und fand doch einige. Ich brachte das Baby im elterlichen Schlafzimmer zum Schlafen, somit fiel aber nun noch ein Zimmer weg und schaltete das Babyphone ein. Dann ging es los.

Als ich an der Reihe war, schob ich mich in Windeseile unter das Gitterbett im Kinderzimmer, musste aber feststellen, dass der Spalt zwischen Lattenrost und Boden ein wenig zu klein für mich und meine Länge bzw. Breite war. Doch meine Große zählte erbarmungslos immer nur bis 20, egal wie groß das Gelände war. Und ich hörte sie schon: Eckstein, Eckstein alles muss versteckt sein…und ca. zwei Sekunden später hörte ich zwei Paar Füße trampelnd ins Kinderzimmer stürmen. Dann war es ruhig, ich hoffte schon mit meinem Versteck durchzukommen, als ich die Stimme meiner Größten vernahm. „Mama, das ist jetzt aber nicht dein Ernst. Das Gitterbett berührt den Boden nicht mehr. Wir wissen, dass du darunter liegst.“ Mist, darum war das drunter liegen so anstrengend, weil ich das Bett mit dem gesamten Körper halten musste. Ich verließ den unbequemen Platz und blickte in zwei lachende Gesichter.

Als ich das nächste Mal dran war, lief ich ins Zimmer meiner Großen und zog den dunklen Vorhang ein kleines Stück zu. Dann stieg ich aufs Fensterbrett und machte mich ganz klein. Zugegeben ich bin ganz klein. Aber eben noch kleiner. Denn meine Überlegung war, wenn nur ein kleines Stück des Vorhanges zugezogen war, dachten die Mädis es wäre unbeabsichtigt und niemand vermutete mich an dem sonst sehr beliebten Versteckplatz. Es dauert nicht lange und ich hörte die Kinder rufen: „Wir kommen. Vögelchen pieps!!!“ Aber ich dachte nicht daran zu piepsen und mein ohnehin schwaches Versteck preiszugeben. Dann wiederholte sich Szene eins. Getrampel, gefolgt von Stille. Anschließend der ungläubig klingende Ausruf meiner Tochter. „Mama! Wir sehen deinen Hintern!“ Ich verdrehte die Augen. Na toll! Zu groß, zu fett. Beim nächsten Versteck hinter dem Kinderwagen am Balkon wusste ich selbst, dass ich hervorblinkte wie ein Elefant hinter einem Sonnenschirm. Ich musste das Ganze anders angehen.

Bei der nächsten Runde hatte ich einen Einfall. Ich ging bevor das Auszählen begann in die Küche und machte mir einen Kaffee. Dann teilte ich meiner Tochter mit, dass ich nicht piepsen wollte, egal wie oft sie rief. Denn ich hätte ein großartiges Versteck! Sie nickte erfreut. Herausforderung angenommen. Ich schickte Kind groß und Kind mittel ins Bad zum Einschauen. Schnappte das Babyphoneteil um Kind klein nicht zu überhören und rannte los. Jede Sekunde zählte. Ich zog mir in Windeseile Schuhe an, schnappte die Kaffeetasse und gerade rechtzeitig als eines meiner Kinder „Zwanzig“ schrie, zog ich leise die Haustür hinter mir zu. Ich setzte mich mit dem Häferl in der einen und dem Babyphone in der anderen Hand auf unsere Türmatte, trank gemütlich ein paar Schlucke und wartete. Von drinnen war Getrampel zu hören und Geflüster. Das „Vögelchen pieps doch mal“, das nach 10 Minuten zu hören war, ignorierte ich genauso wie das Rauschen des Babyphons, das nach Empfang suchte. Meine Nachbarin, die die Stiegen herunter kam musterte mich und zog eine Augenbraue hoch. Ich zuckte mit den Schultern und sagte lächelnd: „Wir spielen Verstecken.“ Sie lachte und zog von Dannen. Ich glaub sie kann sich noch erinnern, wie es mit ihren zwei Söhnen damals war.

Wäre ich schlau gewesen und hätte mich unbemerkt in die Wohnung zurück geschlichen, hätte ich diese Auszeit möglicherweise ein paar Mal wiederholen können. War ich aber nicht. Die Große, dicht gefolgt von der Kleineren, riss irgendwann die Haustür auf und brüllte: „Ich wusste es!! Jetzt komm aber schnell rein sonst sperr ich nächstes Mal die Tür zu. Wir sagten in der Wohnung und das ist geschummelt. Außerdem plärrt das Baby, irgendetwas kocht am Herd über und dein Telefon läutet ständig…..“ Luft holen! Ich erhob mich grinsend. Mann war das schön. Da am Gang. So allein und in Ruhe. Aber das Laute innen drinnen war mir noch lieber.

Bild: Susanne Binder

Wir nehmen am scoyo ELTERN! Blog Award teil:
„Es gibt heute mehr Erwartungen an Eltern denn je. Das kann sehr verunsichernd sein, denn letztendlich gibt es tausend Wege, die Mütter und Väter nehmen können. […] Elternblogger zeigen einmal mehr: Eltern sind wunderbar – und wer dem Bauchgefühl folgt, der kann nicht ganz falsch liegen!“
Die schönsten, witzigsten, kreativsten, hilfreichsten, ehrlichsten und inspirierendsten Geschichten und Ideen aus dem Familienalltag werden prämiert – drückt uns die Daumen! 🙂
http://www-de.scoyo.com/eltern/scoyo-lieblinge/blog-award/eltern-blog-award-bewerben

Die Affen sind los

Ideen für außergewöhnliche Kindergeburtstage:

Endlich ein Jahr älter! Der Geburtstag ist ein ganz besonderes Ereignis – zumindest für die Kleinen 😉 Darum will der Ehrentag ordentlich gefeiert werden, am besten gemeinsam mit Freunden. Mama und Papa sind gefordert, eine unvergessliche Feier zu organisieren.
Wie wäre es da mit einer „Motto-Party“? Eine Möglichkeit wäre beispielsweise eine Dschungel-Party (geeignet ab 4 Jahren)…

Für die ultimative „Dschungel-Party“ benötigt ihr:

  • Musik
  • Früchte (z.B.: Bananen, Melonen, Marillen, Kokosnüsse, Orangen, Äpfel)
  • Säfte
  • Schokofondue
  • Stock, Schnur, Kleiderbügelhaken, Esslöffel
  • Krepppapier, Fischernetz, Christbaumständer, Zeitungspapier, Dixo, farbiges Tonpapier, Stofftiere

Auf die Einladung in den Urwald hin, trudeln die jungen Gäste als Tiger, Bären, Affen, Bäume, Pilze oder Käfer verkleidet ein. Doch es ist gar nicht so leicht in den Dschungel vorzudringen! Da müssen verschiedene Hindernisse überwunden werden – Krabbeln, Balancieren, Klettern… Endlich geschafft! Auf der Lichtung läuft schwungvolle Urwaldmusik.

Ausgelassenes Tanzen macht hungrig, doch da gibt es die nächste Hürde zu überwinden: Das Essen, also die Urwaldfrüchte, will erst gefunden und zum „Lager“ gebracht werden. Melonen müssen um die Wette ins Ziel gerollt werden, die Marillen werden einzeln auf dem Esslöffel transportiert. Zwei Kokosnüsse werden herangeschafft: Die Kinder stellen sich in zwei Mannschaften auf und die Frucht wird jeweils vom Hintermann bis zum Vordermann weiter und dann nochmals über den Kopf hinweg gereicht. Orangen und Äpfel dürfen nicht mit den Händen, sondern nur zwischen zwei Stirnen getragen werden. Sind alle Früchte beisammen, kann gemeinsam der Obstsalat oder das Schokofondue zubereitet werden.

Leckere Fruchtmixgetränke dürfen ebenso keinesfalls fehlen! Zum Schlemmen sucht man sich am besten einen gemütlichen Platz auf der Lichtung inmitten der großen Bäume und bunten Blumen (2m Stab in Ständer stecken und mit viel Zeitungspapier und Dixo umwickeln, danach mit braunem Krepppapier umwickeln. Oben lange grüne Blätter reinstecken oder unter die Decke kleben. Bunte Blumen aus Krepppapier zieren Baum und Wände) Aber Vorsicht auf die wilden Tiere! (Stofftiere im Raum verteilen)

Ist die Idee zur passenden Motto-Party mal geboren, beginnt mit den ganzen Vorbereitungen erst der Zirkus.
Tipp: Wer es ein bisschen gemütlicher haben möchte und zufällig in Enns oder Umgebung zuhause ist: Unser Familienbundzentrum Enns (fbz.enns@ooe.familienbund.at) bietet Motto-Partys bei Kindergeburtstagen an. Je nach Interesse werden beispielsweise ein Märchenfest, ein Musikfest oder ein Schachtelfest organisiert. Da heißt´s für die Eltern zurücklehnen und entspannen – Geburtstag ist ja schließlich was Schönes 😉

Bild: http://www.pixabay.com

Steck du das bitte ein

Alva´s Glitzerschuhbande 

Ich habe ein Rätsel gelöst. Und ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Vorweg muss ich klarstellen: Ich bin nicht dick. Aber die drei Kinder haben doch merklich Spuren hinterlassen. So bin ich ein wenig unförmiger geworden nach dem dritten Mädchen. Zum Beispiel passen mir Hosen, die ich früher mit Leichtigkeit über die Hüften gezogen habe, nicht mehr besonders gut. Wobei das vielleicht ein wenig untertrieben ist. Denn eigentlich bekomme ich sie zumeist nicht einmal mehr über den Hintern. Und dann beulen sich neuerdings meine Hosen unglaublich aus. Vor allem nach einem turbulenten Tag am Spielplatz verlieren meine Hosen komplett die Form und wenn ich sie am Abend ausziehe, sehen sie teilweise recht zeltförmig aus. Aber warum meine Hosentaschen immer ausgeleiert sind, hab ich bis jetzt nicht verstanden. Was passiert mit meiner Hinterfront, wenn ich nicht hinsehe?

Nachdem ich mich derzeit selten auf nur eine Sache konzentrieren kann, dauerte es genau zwei Wochen bis mir klar wurde, dass doch kein Kobold sich in meine Hosentaschen setzt und diese vergrößert. Ich begann nämlich an einem Abend, an dem ich besonders müde war, die Gegenstände die sich in meinen Hosentaschen angesammelt haben ohne nachzudenken, nicht wie gewohnt an die zuständigen Stellen zu verräumen, sondern in ein leeres Kosmetiktäschchen zu stecken. Und weil das ganz praktisch war und die Sachen so auch nicht verloren gehen konnten, machte ich das unbeabsichtigt zwei ganze Wochen lang. Und was soll ich sagen… Sogar Kate Moss in ihren dünnsten Zeiten würde mit diesen vielen und vielfältigen Gegenständen in ihren Taschen fett und ihre Hosen ausgeleiert aussehen.

Es war mir nicht bewusst, dass ich tagsüber ganze Haushalte und Kinderzimmer allein in meiner rechten Hosentasche transportierte. Immer wenn ein Kind etwas fand, nicht mehr brauchte, nicht mehr wollte, gab es mir die Sachen mit dem Satz: „Bitte steck das schnell ein Mama.“ Und das tat ich dann auch.

Und nun zur Ausbeute: Eine Zahnbürste, einen Plastikhund, 18 Haargummis, ein paar Münzen, eine Trillerpfeife, ein Knopf, zwei Magneten, vier Murmeln, 12 Steine unterschiedlichster Form und Größe, ein Fillypony, drei Herzen, zwei Haarspangen, ein Salamander, einen Glückschip, viele Papierstückchen, ein Pflaster, ein Fahrschein und und und….nachdem mir jetzt beim Tippen leider der Arm eingeschlafen ist, bitte die restlichen 40 Sachen selbst auf dem Foto suchen… 😉

Bettgeschichten

Eva & Markus´ Ansichtssache

Eva:

Schlafen. Ach wie schön ist schlafen. Seit meiner Teenagerzeit finde ich lange schlafen großartig. Als Mutter ändert sich daran nichts. Schlafen ist wunderbar. Aber Babys sehen das wohl anders. Denn Einschlafen ist für kleine Wonneproppen oft eine Qual und lange schlafen sowieso. So auch bei unserer kleinen Windelrockerin.

Müde vom Tag gähnt sie mir entgegen. Heute schläft sie sicher bald. Die Hoffnung ist groß, aber hinter ihren müden Augen verbirgt sich eine noch ungeahnte Ausdauer. Frisch gebadet, eingecremt und gewickelt, ziehen wir den Wohlfühl-Schlafoverall an. Dann blättern wir noch im Bilderbuch und ich lese ihr eine Gute-Nacht-Geschichte vor. Danach – entscheide ich – ist Schlafenszeit. Also lege ich sie neben mich ins Bett und schalte das Licht aus. Mein Entschluss kam für unsere Kleine aber total unerwartet. Sie schreit los. Völlig betroffen vom abrupten Ende des Tages, dreht sie sich von einer Seite zur anderen. Licht an. Ihre blauen Augen leuchten. Plötzlich lacht und quietscht sie wieder. Ich kuschle mich zu ihr. Licht aus. Weinen. So geht das eine Weile.

Dann raffe ich mich auf und leite Stufe 2 ein. Ich nehme sie hoch und gehe im abgedunkelten Schlafzimmer hin und her. In meinen Armen liegend hat sie sich immer noch nicht mit meiner Absicht, sie zum Schlafen zu bringen, anfreunden können. Entschlossen dreht sie ihren Kopf nach hinten und schluchzt. Stufe 3 beginnt – das Vorsingen. Das beruhigt sie. Gespannt lauscht sie meiner Interpretation verschiedener Schlaflieder, das in eine LaLeLu-Dauerschleife übergeht.

Nachdem mir der Text langsam zu langatmig wird, beginne ich zu summen, dann werde ich immer leiser. Stille. Sie schläft. Ich lege sie in ihr Bettchen. Leider etwas zu voreilig, denn sie wacht wieder auf! Entrüstet blickt sie mich an. Zurück zu Stufe 2. Irgendwann schläft sie dann doch ein. Und ich auch.

Markus:

Wenn ich als Papa mit unserer Kleinen schlafen gehe, ist das so eine Sache. Sagen wir so – sie muss schon ziemlich müde sein, dass sie bei mir einschläft. Aber dass unsere Kleine müde ist, heißt noch lange nicht, dass sie einschläft. Für solche Fälle habe ich die „Papa-Rolle mit beinahe 100 % Schlafgarantie“ erfunden. Ein Mittel für all jene, die keinen Busen zur Bestechung haben. Eine detaillierte Anleitung zur Papa-Rolle findest du hier:

  1. Lege dein Baby diagonal auf eine kleine, aber nicht zu kleine, kuschelige Decke
  2. Wenn du Baby-Rechtsarmträger bist wie ich, dann platziere dein Kind eher etwas links von der Mitte der Decke.
  3. Jetzt ziehe zuerst die linke und dann die rechte Ecke über den Bauch deines Babys – ruhig mit etwas Spannung, aber bitte mit Gefühl.
  4. Jetzt klappst du den unteren Teil der Decke nach oben. Das ganze erinnert jetzt etwas an einen Wrap.
  5. Lege dein Baby mit dem Gesicht zu dir auf deinen Arm.
  6. Sofern noch nicht geschehen, sollte jetzt der Schnuller zum Einsatz kommen.
  7. Wichtig ist, dass sich dein Baby mit dem Kopf in die Decke kuscheln kann und dass so viel von der Decke übrig ist, dass der Schnuller nicht andauernd auf den Boden fällt.
  8. Jetzt kannst du dein Kind ruhig ein wenig an dich drücken, damit es deine Nähe spürt.
  9. Den oberen Zipfel der Decke kannst du noch etwas über den Kopf deines Babys legen. Immer darauf achten, dass es noch genug Luft bekommt!
  10. Wenn es noch hell ist oder dein Baby recht abgelenkt scheint, hilft es auch, eine Stoffwindel, sozusagen als Dach, über den Kopf des Babys zu legen. Das Näschen und der Mund bleiben dabei frei.
  11. Et voilà – Dein Baby fühlt sich wohl und schläft (hoffentlich) ein!

Paparolle.jpg