Sommerliche Ausflugstipps für die ganze Familie

Saftig blühen die Wiesen, sanft bläst der Wind und die Sonne kitzelt uns frech an der Nase – an Sommertagen wollen wir gemeinsam was erleben! Hier ein paar Ausflugstipps für actionreiche Sonnentage:

Burgenland

Familypark in St. Magarethen
Österreichs größter Freizeitpark bietet auf über 145.000 m² Attraktionen für alle Altersstufen. Die Themenwelten (Erlebnisburg, Bauernhof, Märchenwald und Abenteuerinsel) versprechen jede Menge Action. Besonders beliebt sind neben der Familienachterbahn auch die Wasserspielplätze sowie der Streichelzoo.
www.familypark.at

Sonnentherme Lutzmannsburg
In der Baby- und Kindertherme finden Badenixen und Wasserratten alles was das Herz begehrt. Neben der längsten Rutsche Österreichs erwartet die Gäste ein eindrucksvoller Outdoor-Bereich mit Highlights wie einer Kletterwand, einer Riesensandkiste mit Trampolin oder eine Bobby Car-Rennstrecke.
http://www.sonnentherme.at/

Kärnten

Minimundus
In der kleinen Welt am Wörthersee befinden sich über 150 Modelle aus mehr als 40 Ländern von bekannten Gebäuden, Zügen und Schiffen für entdeckungshungrige Besucher. Darüber hinaus lockt die Indoor-Ausstellung mit interaktiven Abenteuerstationen zu einer spielerischen Reise um die Welt.
http://www.minimundus.at/

Märchenwandermeile-Drachenschlucht
Ein erlebnisreicher Tag mit den Drachen „Schluchti“ und „Meilino“ erwartet große und kleine Besucher auf der 3 km langen Märchenwandermeile. Die kinderwagentaugliche Strecke hält märchenhafte Stationen samt Kinderanimation bereit. Ein besonderes Highlight ist die Überquerung der Drachenschlucht auf der Hängebrücke mit einer Spannweite von 175 m.
http://www.babydorf.at/

Niederösterreich

Kittenberger Erlebnisgärten
Über 40 Themengärten mit bezaubernder Blütenbracht und zahlreichen Gartengestaltungsideen verzaubern Familien in Kittenberg. Zwei Rutschen sorgen für einen Adrenalin-Kick, zusätzlich können die kleinen Besucher Floßfahren oder Alpakas, Zwergziegen & Co. bestaunen. Im „Naturgarten Kinderwelt“ werden Burgen in einer Sandgatschmulde gebaut, im Felsengarten geklettert und Naturbeobachtungen im Insektenhotel angestellt.
http://www.kittenberger.at/

Schallaburg
Die Schallaburg ist ein beliebtes Ausstellungszentrum mit jährlich wechselnden Themen genauso wie eine wichtige Veranstaltungs-Location. Für (Groß-)Eltern und Kinder gibt’s attraktive Familienpreise. Anschließend geht´s im historischen Garten der Renaissance zum Picknicken oder auch zum Bogenschießen.
http://www.schallaburg.at/de

Oberösterreich

Motorikpark Lungitz/Gusen
Mitten in der Natur inkl. Biotop können sich die kleinen und großen Gäste austoben, um ihre Koordination, Beweglichkeit sowie ihre Kraft spielerisch unter Beweis stellen.
www.katsdorf.at/Motorikpark-Oasen [PDF]

Märchenweg in Neufelden
Am Rundweg von Neufelden hinauf auf den Annaberg bringen kunstvolle Märchenfiguren aus Holz Kinderaugen zum Leuchten. Die rund 4 km lange Strecke ist kinderwagentauglich.
www.neufelden.at/Wandern.33.0.html

Salzburg

Erlebnisburg Hohenwerfen
Familien tauchen auf dem steilen Felskegel über dem Salzachtal mit Museumspädagogen ins Mittelalter ein. Für Kinder von 3 bis 7 Jahren gibt es spezielle Führungen mit der verkleideten Hexe Burgi, die von ihrem Leben auf der Burg erzählt. Neben bewegten Geschichten finden auch beeindruckende Greifvogelvorführungen statt.
www.salzburg-burgen.at/de/werfen/index.htm

Keltenblitz in Hallein (Bad Dürrnberg)
Salzburgs längste Sommerrodelbahn ist Teil der Kelten Erlebniswelt. Von der Bergstation sausen Familien 2.200 Meter ins Tal. Die Bergwelt vom Untersberg bis zum Dachstein garantiert dabei einen herrlichen Panoramablick.
www.tennengau.com/sommerrodelbahn-duerrnberg#.V0Vrvpxf1i4

Steiermark

Schoko-Laden-Theater von Zotter
Mit einer Filmreise zu den Kakaobauern in Indien beginnt die Verkostungstour bei Zotter. Danach können die Besucher der Produktion zusehen und an den Naschstationen testen, wie sich die Kakaobohne in Schokolade verwandelt. Anschließend sorgt der essbare Tiergarten am Erlebnis-Bio-Bauernhof mit Öko-Essbar für tierisches Vergnügen.
http://www.zotter.at/de/startseite.html

Wasser- und Erlebnispark St. Gallen
Spaß und Action für die ganze Familie gibt’s im Wasserpark St. Gallen. Bei verschiedensten Stationen wie einer Stauanlage, einer Zugbrücke, einem Schöpfrad, einer Go-Kart-Bahn oder einem Baumhaus können die jungen und junggeblieben Besucher vieles entdecken, ausgelassen spielen und fleißig paddeln.
http://www.wasserspielpark.at/

Tirol

Aussichtsplattformen und Alpine Coaster in Imst
Die Aussichtspunkte SunOrama und der Adlerhorst der Imster Bergbahnen im familienfreundlichen Wandergebiet laden bei herrlichem Rundumblick zum Genießen ein. Der Alpine Coaster Imst sorgt anschließend für eine spannende Achterbahnfahrt. Denn die längste Sommerrodelbahn Tirols (3,5 km) hält spektakuläre Steilkurven und Wegbiegungen bereit. Und zum krönenden Abschluss können sich die Kids bei der Talstation im Albins Spielepark auf der Vogelschaukel, der Hüpfburg oder im Kinderkarussell austoben.
http://www.imster-bergbahnen.at/de/sommer/

Fun Connection Hochseilgarten
Actionreiche Stationen wie Flying-Fox oder Flying-Snowboard garantieren Adrenalin pur inmitten der heimischen Bergwelt. Der Sprung aus zehn Metern Höhe ins Nichts am „King Swing“ ist besonders Mutigen vorbehalten. Der Hochseilgarten ist für Kinder ab 6 Jahren geeignet.
www.func.at/hochseigarten

Vorarlberg

Golmi’s Forschungspfad
Wandern oder Spielen verbindet der interaktive Forschungspfad von der Bergstation Grüneck zur Mittelstation Matschwitz (3,5km). Murmeltier „Golmi“ zeigt den Wanderfans anhand von 21 Erlebnis-Stationen zum Drehen, Ziehen, Schieben und Drücken die Tier- und Pflanzenwelt im Montafon. Der Weg ist für Kinder ab 6 Jahren gut begehbar.
http://www.golm.at/golmis-forschungspfad

Tiererlebnispfad in Brand
Heimische Tiere hautnah erleben können Kinder jeden Alters am 1,5 km langen Tiererlebnispfad. Da werden im Ziegengehege die Kletterkünste ausprobiert, mit den Hühnern auf einer Stange balanciert und die Schafe und Kaninchen gestreichelt. Offene Stallbereiche zeigen den bäuerlichen Alltag. Zusätzlich gilt es die Beobachtungsstationen für das Insektenhotel und den Auwald, einen Spielplatz mit Reitpferden und den Naturbadesee Alvierbad auszuprobieren.
www.vorarlberg-alpenregion.at/brandnertal/familie/familiensommer/familienaktivitaeten/tiererlebnispfad/

Wien

Schloss Schönbrunn
Das Schloss Schönbrunn ist ein barockes Kunstwerk und zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Wiens. Beim Rundgang durch die prachtvollen Wohnräume Kaiser Franz Josephs und seiner Sissi erfahren die Besucher Interessantes über den damaligen Lebensstil. Zusätzlich gibt’s ein eigenes Kindermuseum. Danach geht´s zur Entspannung in die idyllische Gartenanlage – ein beliebtes Erholungsgebiet.
http://www.schoenbrunn.at/

Tipp: Familienbund Mitglieder erhalten 10% Rabatt für die Vorstellungen „Die Zauberflöte“ im Marionettentheater im Schloss Schönbrunn. Einfach Vorteilskarte am Smartphone herzeigen und den Rabatt für das international ausgezeichnete Marionettenspiel mit modernster Bühnentechnik, imperialem Ambiente und kunstvoll von Hand gefertigten Marionettenfiguren genießen. http://www.marionettentheater.at/

Tiergarten Schönbrunn
Der älteste Zoo der Welt, der Teil des UNESCO Weltkulturerbes Schönbrunn ist, verbuchte bereits großartige Zuchterfolge. Mit zeitgemäßer Tierhaltung bei imperialem Flair ist er Lebensraum für über 700 Tierarten. Für Familien werden spezielle Führungen angeboten.
https://www.zoovienna.at/

Damit unsere Liste noch kräftig wächst, sind wir auf eure Geheimtipps gespannt! Postet einfach in den Kommentaren, wo sich euer schönster Familienfleck versteckt?!

Bild: Sonnentherme Lutzmannsburg

Das Barbiebuch

Alva´s Glitzerschuhbande 

Ich liebe das Vorlesen für meine Kinder. Als mein erstes Kind noch klein war, suchte ich die Bücher für sie aus. Ich ließ mir viel Zeit, um hübsche und auch inhaltlich und stilistisch „wertvolle“ Bücher auszusuchen. Auch die Bilder waren sehr wichtig.

Dann kam mein Mädchen in den Kindergarten und Barbie fand Einzug in unser Haus. Gleich mehrfach und in vielen Spielbereichen. So bekam mein Schatz zum vierten Geburtstag von einer Freundin ein Barbiebuch. Die Geschichten darin waren gänzlich sinnbefreit und auch wenn man viel Humor besaß, blieben die Geschichten einfach nur blöd. Aber das Schlimmste daran war nicht einmal der Inhalt. Nein, offensichtlich war die Originalsprache des Buches Englisch und um Kosten zu sparen wurde der Text vermutlich in eine Übersetzungsmaschine gegeben. Darum ergaben manche Sätze weder Sinn, noch waren sie grammatikalisch richtig. Aber, mein Kind liebte das Buch. Immer und immer wieder musste ich die „Fünf Minuten Barbie Geschichten“ lesen. Die nebenbei bemerkt auch niemand in fünf Minuten lesen konnte. Ich brauchte selbst wenn ich wirklich schnell las, so schnell, dass man kaum mehr etwas verstand, neun Minuten. Doch irgendwann konnte ich die Texte sogar auswendig. Ich las schon vollautomatisiert und berichtigte die Sätze.

Als ich es gar nicht mehr aushielt, ließ ich das Buch verschwinden. Nach ein paar Tagen Geraunze war es vergessen. Was war ich glücklich! Als dann mein zweites Kind auf der Welt war und die „fabelhafte Welt der Glitzerfeen“ entdeckte war das Buch bei mir längst in Vergessenheit geraten. Nicht so bei meinem größeren Mädchen. Sie erzählte ihrer mittlerweile ebenfalls „barbieinfiltrierten“ Schwester was für ein wunderbares Buch wir dereinst hatten. So lange bis diese es sich zum Geburtstag wünschte. Ich kramte das Buch, das ich einem Impuls folgend damals nur versteckt und nicht weggeworfen habe, wieder aus der Abstellkammer. Und der Zirkus begann von Neuem. Ich las die schrecklichen Geschichten wieder abends vor und selbst das große Töchterlein folgte gespannt. Mit dem großen Unterschied, dass es mir nicht mehr möglich war, „textsparend“ zu lesen und Sätze zu korrigieren, denn die Große konnte ja neuerdings lesen. „Mama, da hast du etwas ausgelassen. Mama, da steht aber etwas anderes. Mama, die Geschichte müsste viel länger sein…“ Hilfe! Das Buch ist schon so zerlesen, dass Seiten herausfallen, die immer wieder von meinen Töchtern liebevoll geklebt werden.

Wir haben ca. 150 Bücher und trotzdem schafft es genau dieses in regelmäßigen Abständen in die Endrunde zum Abendlesen. Aber eines habe ich mir versprochen, beim nächsten „Verschwinden des Buches“ gibt es keine Wiederkehr. Und das muss geschehen, bevor die kleinste im Barbiealter ist. Denn eine dritte Runde „Glitzerfeen“ übersteh ich beim besten Willen nicht.

Die ersten Tage zu Dritt

Eva & Markus´ Ansichtssache

Eva:

Auf der Geburtenstation starteten wir in unser neues Lebensglück. Die drei Tage dort waren gut, um sich einzugewöhnen. Ich nehme an, ein bisschen nervös und unbeholfen sind fast alle Eltern zu Beginn. Kein Wunder! Dieses kleine, noch ganz zerknautschte Wesen sieht so zerbrechlich aus und ist völlig auf einen angewiesen – Das macht schon mega Bauchkribbeln! Deswegen versuchte ich auch nicht zu schmunzeln, als der Mann meiner Zimmerkollegin beim Anziehen seines Sohnes sichtlich verzweifelte. Er hielt den Body in die Höhe, drehte ihn in alle Richtungen, schaute auf das Baby, dann auf seine Frau und meinte: „Ich weiß nicht wie ich ihm DAS anziehen soll?!“ Als Jungmami konnte ich hier gut mit ihm fühlen. In diesen ersten Tagen gibt es viele „Erste Male“. Und auf diese Ersten Male folgen viele weitere Erste Male. Gerade in den ersten Wochen lernen die kleinen Wunderkinder unheimlich viel Neues und wir Eltern müssen lernen, uns auf das Neuerlernte einzustellen.
Aber soweit waren wir noch nicht. Jetzt musste ich erstmal lernen unsere Kleine zu stillen. Leichter gedacht als getan. Unser Prinzesschen verlor an Gewicht. Bis zu 10 % des Geburtsgewichtes „dürfen“ Babys in den ersten Tagen verlieren. Ahhh!! Es wurde knapp. Am dritten Tag konnten wir trotzdem heim. Die Milch schoss ein und unsere Zuckermaus nahm fleißig zu. Wir lieben jedes Gramm an ihr 😉

Markus:

Die Zeit nach der Geburt, in der meine Mädels im Krankhaus waren, kam mir wie eine kleine Ewigkeit vor. Es waren zwar nur 3 Tage, aber gefühlt handelte es sich um Wochen. Sobald ich das Krankenhaus, immer am Ende der Besuchszeit für Väter, verlassen musste, wusste ich nicht, was ich mit meiner Zeit anfangen sollte. Ich kam mir hilflos vor und fragte mich andauernd, wie es wohl unserer kleinen Maus ging. Jeden Tag trottete ich widerwillig aus der Kinderklinik, staunte dann jedes Mal aufs Neue über den hohen Betrag, den ich für das Parkticket zahlte, ärgerte mich kurz und bekam darauf hin riesen Hunger. Denn Männer werden nicht nur ausgesperrt, sie bekommen auch nichts zum Essen im Krankenhaus. Und wenn die Jungmama etwas von ihrem leckeren Menü überlässt, dann müssen Väter den Rest möglichst schnell hinunterschlingen, bevor eine Krankenschwester kommt und dich mit vorwurfsvollen Blicken durchlöchert. Denn schließlich brauchen Jungmütter genug Nahrung, denn sonst kommt keine Milch. Und indirekt bist dann du Schuld, wenn deine Tochter abnimmt und deine Frau erledigt ist. Zumindest kam es mir so vor. Zweifel, die ich tagtäglich mit abendlichen Big Macs und Cola hinunterspülte. Anschließend fernsehen bis die Augen tränten und dann von selbst zufielen. Endlich ein neuer Vormittag! Ich darf wieder rein! Papa is back und heute nehme ich meine Mädels mit nachhause. Schlussuntersuchung bei der allmächtigen Ärztin, die über die Entlassung entscheidet. Unsere kleine Maus wird in alle Himmelsrichtungen gedreht und auf unseren gemeinsam erklärten Feind, die Waage, gelegt. Sie ist mit dem Gewicht an der Untergrenze. Blöde 10%-Regel. Wir fahren heim! Gott sei Dank sieht das auch die Ärztin so 🙂

3 Fragen, 6 Antworten

Was ratet ihr jungen Eltern in der Anfangszeit?
Eva: Lest nicht zu viele Elternforen – Die machen einen schnell wahnsinnig. Vertraut auf die eigene Intuition und fragt beim Kinderarzt oder der Hebamme nach, wenn ihr unsicher seid.
Markus: Lasst euch von den oft sehr unterschiedlichen Meinungen von Bekannten, Krankenschwestern, Hebammen und Ärzten nicht verunsichern.

Wie waren die ersten Tage zu Dritt?
Eva: Schön, aber anstrengend. Gerade am Anfang waren wir im 24h-Dauerbetrieb: Aber es pendelt sich ein und ja, es wird leichter! 😉
Markus: Unglaublich schön. Von da an drehte sich alles um unsere kleine Maus.

Was darf zuhause nicht fehlen?
Eva: Bodys, Windeln fürs Baby, Binden und Schokolade!
Markus: Ein Flascherl und HA-Nahrung für Säuglinge, sollte etwas mit dem Stillen nicht klappen. Eine Babydecke ist auch sehr hilfreich.

Turnschuhe & Co

Alva´s Glitzerschuhbande 

Es ist kein Geheimnis, dass mir immer wieder davor graut mit meinen Kindern Schuhe kaufen zu gehen. Während die Jüngste die größte Freude damit hat, mir ständig von allen Stapeln an Kartons den Untersten herauszuziehen, bringt mir die Mittlere alle Schuhe die ihr gefallen und die sie gerne hätte. Und das sind fast alle, immer ein Ausstellungsstück, egal welche Größe und ob kindergeeignet oder nicht. Sie hat schon so viele, auch von Freundinnen oder der größeren Schwester, dass ich sie alle nie und nicht mehr auf ein Foto bringen würde. Meine Größte dagegen schüttelt bei jedem Paar, das ich ihr zeige den Kopf oder sie stellt sich beim „Hineinschlüpfen“ so ungeschickt an, dass ich verzweifle. Und die Verkäuferinnen ebenso.

Ich mag ja nicht einmal selber Schuhe kaufen, weil mich die Anzahl und Auswahl schlichtweg überfordert. Im Gegensatz zu meinem Mann. Der liebt Schuhe. Darum habe ich ein paar wenige Paare und er füllt mit seinen Schuhen gut und gerne drei Schränke. Das ist auch der Grund, warum ich manchmal meinen Mann bitte, mit den Größeren oder gar nur mit einem Kind Schuhe kaufen zu gehen. Und die Kinder freuen sich drauf. Die Mittlere weiß genau, selbst wenn sie nichts benötigt, wenn sie ihren Papa mit den großen Augen nur lange genug anschaut und anlächelt, fällt für sie auch ein Paar ab, oder wenigstens neue Hauspatschen. Und die Große weiß, der Papa ist geduldiger als die Mama. 

Als ich ihn also unlängst mit der Aufgabe betraute, Turnschuhe für unsere Größere zu kaufen zogen alle zufrieden ab. Baby und ich machten uns einen gemütlichen Nachmittag.

Nach drei Stunden kam die Meute nach Hause. Hochzufrieden. Zumindest teilweise. Die Mittlere hatte ein neues Paar Glitzerfunkelturnschuh bekommen und war begeistert. Mein Mann war ziemlich ko, weil die Große so einen „außergewöhnlichen“ Geschmack hat, aber sie sind fündig geworden und haben sogar zwei Paare ergattert. Eines davon stark verbilligt.

Stolz zeigte sie mir das Erste. Goldglänzend, zum Schnüren und recht schick. Sie stolzierte zufrieden auf und ab. Ich verlangte nach dem zweiten Paar. Das Mädchen stockte kurz, brachte die Schuhe herein, schwenkte sie blitzschnell vor meinen Augen herum und wollte den Raum wieder verlassen. Doch ich war schneller und zog sie ahnungsvoll an mich heran. Nach einem kurzen Blick auf die Schuhe verzog ich finster das Gesicht und sagte zu meinem Mann. „Mit den Schuhen kann sie aber nicht in die Schule.“ Mein Mann zog die Stirn in Falten. „Warum?“ Ich legte den Kopf leicht schief. „Hat Zwetschke sie denn probiert.“
„Jaha.“
Ich zog eine Augenbraue hoch. „Und dir ist nicht aufgefallen, dass sie ein wenig komisch läuft.“
Er wusste immer noch nicht worauf ich hinaus wollte. „Na, vielleicht sind sie ein bisschen zu groß..“
„Die sind nicht zu groß, die haben einen Stöckel.“
Mein Mann sah mich an als hätte ich den Verstand verloren, nahm einen Schuh in die Hand und drehte ihn. „Die haben doch keinen Stöckel! Wo soll denn da ein Stöckel sein?“

Mein Kind, das auffallend still und mittlerweile auch tiefrot im Gesicht geworden war, sah mich mit großen Augen an. Ich fragte sie direkt. „Ist dir denn aufgefallen, dass du mit den Schuhen größer bist?“

„Na schon ein bisschen“, antwortete sie verlegen. Mein Mann der mich immer noch verärgert anstarrte und dabei den Schuh drehte, wollte gerade etwas sagen, ehe ich abwinkte und ihn aufklärte, dass bei Plateau-Schuhen der Stöckel auch innen sein kann. In diesem Fall satte sechs Zentimeter. Warum dieser Kinderschuh wohl so stark verbilligt war?

„Autofahren“ für Kids ;)

Rasch werden die Kleinen groß! Und sie haben jede Menge Spaß dabei, in Mamas Stöckelschuhen zu flanieren oder mit Papas Werkzeug zu hantieren. „Autofahren“ kommt da ebenfalls stets gut an. Man kann kaum früh genug damit beginnen…

Die Melodie von „Kommt ein Vogel geflogen“ bietet sich hervorragend an – wir texten es einfach um:

Kommt ein Auto angefahren

Kommt ein Auto angefahren,
erst ganz langsam, dann ganz schnell,
fährt mit hundert um die Ecke,
seine Räder quietschen hell.
Liebes Auto fahr doch langsam,
und nimm dir doch ein wenig Zeit,
genieß die schöne Landschaft,
bis nach Haus ist´s nicht mehr weit.

Tipp: Ihr könnt euren Nachwuchs bei euch am Schoß „fahren lassen“ oder ihr schnappt euch das Rutschauto…

Viel Vergnügen den künftigen Führerscheinbesitzern 😉

Julia, Familienbundzentrum Puchenau

Bild: http://www.pixabay.com

Muttertag Teil 2

Alva´s Glitzerschuhbande 

Dieser letzte Muttertag gehört unbedingt in einem Nachtrag erwähnt, denn ich bekam ausschließlich schöne Karten mit Liebeserklärungen von meinen Kindern. Am Vortag haben sie mir außerdem unter vorgehaltener Hand erzählt, dass ich wohl vom Papa zwei Bücher geschenkt bekommen werde. Eines, einen Krimi und eines, Zitat großes Kind „ein ganz seltsam Komisches, in dem nix drinnen steht“.

Ich ahnte Schlimmes. Und am nächsten Tag bewahrheitete sich meine Vorahnung. Ein Krimi. Sehr schön. Und ein hübsch aussehendes Buch. Doch schon beim Anblick bekam ich Schweißausbrüche und ein schlechtes Gewissen. Es handelte sich nämlich um ein „Selberausfüllbuch“ das gedacht ist, um es seiner eigenen Mutter (am besten wenn man noch ein kleines Kind ist) zu schenken und die darf dann auf den vielen leeren Seiten die Lieblingsspeisen des Kindes, die Lieblingslieder samt Text, die Lieblingstiere im Zoo samt Bildern und vieles mehr eintragen. Sozusagen ein „Extra Zusatz“ zum ursprünglichen Babybuch.

Nachdem ich es bis heute nicht geschafft habe, die Babybücher der kleineren Mädchen auszufüllen (wohlgemerkt tatsächlich nur mit einzelnen Wörtern auszufüllen) werde ich das Projekt „dickes Buch mit vielen Einträgen“ gar nicht erst in Angriff nehmen. Außerdem frage ich mich für welches Kind ich es denn ausfüllen sollte, hab ich doch mehrere.

Mein Mann meinte auf meinen Einwand hin sehr lösungsorientiert: “Na machst halt drei Spalten.“ Aha, ja dann. Sagt der Mann dem das „Einkaufslistenschreiben“ schon zu viel Aufwand ist.

Ich werde es wohl meiner Nachbarin schenken, die hat derweil nur ein kleines Mädchen.

Der Tag der Geburt

Eva & Markus´ Ansichtssache

Eva:

Ich blieb solange zuhause bis Markus es nicht mehr aushielt. Um 16:00 Uhr sind wir ins Krankenhaus gefahren. Es folgten einige Wehen im Auto, in der Tiefgarage, im Lift und am Gang des Krankenhauses. Nach der Anmeldung hängten sie mich noch mal an den Wehenschreiber. Markus kaschierte seine Nervosität indem er mich über meinen Wehenverlauf laut CTG auf dem Laufenden hielt. Er: „Diese war jetzt nicht so stark wie die davor…!“ Ich: „Danke! Ich hab’s gespürt. Können wir jetzt über etwas anderes reden?“ Alles klar 😉 Da der Muttermund schon weit offen war, kamen wir gleich ins Kreißzimmer. Und das war gut so, denn um 18:22 war unsere Maus dann schon auf der Welt. In dieser Nacht habe ich auf der Geburtenstation kein Auge zugetan. Ich musste dieses Wunder die ganze Nacht betrachten.

Markus:

Ich schlafe grundsätzlich wie ein Stein. Doch am 11. November um ca. 5 Uhr früh hoben mich schleichende Schritte und ein leises Stöhnen aus dem Bett. Eva war wach und ging im Zimmer herum. Sie hatte Wehen. Ich wäre am liebsten gleich ins Krankenhaus gefahren. Das Kind konnte jederzeit kommen. Doch sie beruhigte mich und versicherte mir, dass alles in bester Ordnung sei. Schwer zum Überzeugen, schlief ich gleich wieder ein. Ein paar Stunden später ging ich daher wie gewohnt zur Arbeit. Meine stündlichen Kontrollanrufe zuhause, wurden als unnötige Besorgnis abgetan. Um 15 Uhr schickten mich meine Arbeitskolleginnen nach Hause, weil ich mit dem Kopf sowieso wo anders war. Daheim angekommen, erzählte mir Eva, dass sie jetzt plötzlich alle 5 Minuten Wehen hatte. In mir schrillten die Alarmglocken. Das war die Deadline, von der ich im Geburtsvorbereitungskurs gehört hatte. Auf eindringliches Drängen meinerseits, schnappten wir uns also die vor Wochen gepackte Tasche und ab ins Krankenhaus. Jetzt ging es Schlag auf Schlag. Um 16 Uhr waren wir im Spital angekommen, dann Aufnahme und gleich zum Wehenschreiber, der mich stark an einen Seismografen erinnerte. Ich wusste genau, wann Eva eine Wehe hatte und wie stark diese war. Das teilte ich ihr auch voller Enthusiasmus mit, bis sie mich höflich bat, das zu unterlassen. Dann ging’s in den Kreißsaal und um 18:22 war unsere wunderschöne Tochter geboren. Meine Tränensäcke waren randvoll. Ich war erledigt aber überglücklich.

3 Fragen, 6 Antworten

Wie habt ihr die Geburt erlebt?
Eva: Sie war anstrengend, aber unkompliziert und alles ging recht flott.
Markus: Die Geburt war intensiv, laut und unglaublich. Ich bewundere Hebammen.

Wie fandet ihr den Kreißsaal?
Eva: Er war sicher schön, aber ich hatte gar nicht so richtig Zeit mich dort genauer umzusehen.
Markus: Ich hätte mir viel mehr Metall und Chrom erwartet. Der Raum war eher wie ein Wohnzimmer, nur mit etwas gewöhnungsbedürftigen Turngeräten.

Habt ihr einen Tipp für Eltern, die den großen Tag erst vor sich haben?
Eva: Nicht zu früh und nur mit leichtem Gepäck ins Krankenhaus fahren.
Markus: Überlasst der Frau das Kommando.