Wir sind schwanger

Eva & Markus´Ansichtssache

Eva

Die ersten drei Monate sind hart. Das kommende Glück ist noch ein großes Geheimnis und obwohl ich noch nicht schwanger aussah, fühlte sich mein Körper schon sehr schwanger an: Mir war übel, nicht speiübel, aber doch richtig unangenehm schlecht. Komischerweise reckte es mich vor allem beim Zähneputzen. Außerdem war ich müder als Dornröschen. Schlafen gehörte während der ersten drei Schwangerschaftsmonate zu meiner Lieblingsfreizeitbeschäftigung. Danach ging es aber – wie von vielen Seiten prophezeit – richtig bergauf. Ab der 12. Woche etwa war alles schwangerschaftsglowgenial. Ich spürte die ersten Bewegungen meiner kleinen Mitbewohnerin und das Bäuchlein wuchs. Manchmal überkam mich eine Woge des Glücks und ich wurde richtig sentimental. Ich war gern schwanger. Nachdem ich zwölf Kilogramm zugenommen hatte, war meine Schwangerschaftsgrazie aber völlig dahin. Glücklicherweise wurde es auch unserer Kleinen langsam zu eng.

Markus

Ich habe unsere Schwangerschaft als sehr angenehm empfunden. Manche werden jetzt sicher gleich aufschreien und sagen: „Eh klar, für den Mann ist’s ja ein Kinderspiel.“ Und darauf kann ich nur antworten: „Ihr habt Recht – zumindest in meinem Fall.“ Meine Frau Eva war erstaunlich unlaunisch. Ich hatte mich ehrlich gesagt schon auf Gröberes eingestellt. Gut, sie hatte zwar ein paar neue, divenmäßige Ansätze, aber ich muss sagen, das hatte sie sich mehr als verdient. Sie war taff und gleichzeitig relaxed. Nur bei der Programmwahl im Fernsehen mussten wir aufpassen, dass wir nicht zu sehr auf die Tränendrüse drückten. Ein Duett beim Disney-Film „Die Eiskönigin“ beispielsweise stellte sich als extrem grenzwertig heraus. Alles in allem war die Zeit aber einfach nur genial. Unsere kleine Maus war für uns vom ersten Tag an ein vollwertiges Mitglied unserer Familie. Wir erzählten ihr von harten Arbeitstagen, lustigen Begegnungen und auf was sie sich alles in der Welt da draußen freuen kann. Wir jubelten, wenn wir ihre Tritte fühlten und waren etwas besorgt bei ihrem täglichen, abendlichen Schluckauf. Wir konnten es kaum erwarten, unser kleines Mädi endlich in den Händen zu halten.

 3 Fragen, 6 Antworten

Welche Vorteile brachte die Schwangerschaft?
Eva: Ich war stolz auf meinen Bauch, hatte immer einen Platz in der Straßenbahn und bekam viele Komplimente.
Markus: Ich durfte mit jedem auf das Vaterwerden anstoßen, hatte immer eine Chauffeurin und die war meistens noch dazu gut drauf.

Welche Nachteile brachte die Schwangerschaft?
Eva: Übel- und Müdigkeit und ich sah kaum einen Film bis zum Ende.
Markus: Papa´s Gewichtzunahme.

Wie habt ihr euch auf die Geburt vorbereitet?
Eva: Mit Büchern und zahlreichen wohlgemeinten Ratschlägen von Freunden und mir völlig Fremden.
Markus: Im Geburtsvorbereitungskurs und mental.

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