Tauflieder

Zu einer feierlichen Taufe gehören unbedingt schöne Lieder! Hier ein paar Ideen…

Kirchliche Lieder:

  • Da berühren sich Himmel und Erde / Thomas Laubach
  • Danke für diesen guten Morgen! / Martin Gotthard Schneider
  • Du bist das Licht der Welt / Helga Esther Poppe
  • Fest soll mein Taufbund immer stehn / Christpoh Bernhard Verspoell
  • Mögen Engel euch begleiten / Jürgen Grote

Weltliche Lieder:

  • Always be a child / Ray Boltz und Steve Millikan
  • Apfelbäumchen / Reinhard Mey
  • Bitte hör nicht auf zu träumen / Xavier Naidoo
  • Das kleine Mädchen / Reinhard Mey
  • Der ewige Kreis / König der Löwen
  • Dir gehört mein Herz / Phil Collins
  • Engerl / Andreas Gabalier
  • Flügl und Fiaß / Findling
  • May the road rise to meet / Lori True
  • Mein liebes Kind / Bluatschink
  • Menschenjunges / Reinhard Mey
  • Sind so kleine Hände / Bettina Wegner
  • Wir wünschen dir Liebe / Sunny Dale
  • You`ve got a friend / Carole King

Kleiner Tipp: Tauflieder klingen besonders toll, wenn sie selbst gesungen werden – vielleicht habt ihr ja musikalische Talente in der Verwandtschaft oder im Freundeskreis 😉

Welche Tauflieder könnt ihr empfehlen?!

Bild: http://www.pixabay.com

Plastilin selber machen

Plastilin fasziniert den Nachwuchs (und manchmal auch noch Mama und Papa 😉 ). Am meisten Spaß macht es, wenn man das Plastilin auch selbst herstellt:

Zutaten

  • 400g Mehl (glatt)
  • 200g Salz (fein)
  • 2 Eßl. Alaun (kriegt man in der Apotheke) ODER Zitronensäure
  • 2-3 Eßl. Öl
  • Ca. ¼ – ½ Liter heißes Wasser
  • Lebensmittelfarbe (gibt’s auch in der Apotheke – gleich im Wasser auflösen)

Alles zusammenmischen und langsam das heiße, gefärbte Wasser beimengen. Die Wassermenge variiert – das Plastilin ist fertig, wenn es nicht mehr klebrig ist.

Viel Spaß beim Kneten und Formen wünscht euch Julia!

Julia, Familienbundzentrum Puchenau

Bild: http://www.pixabay.com

Weckerl-Tag

Jeden Tag wird bei uns im Kindergarten gemeinsam mit den Kindern eine Biojause zubereitet. Montag ist bei uns Weckerl-Tag und das Brot für Dienstag backen wir gleich mit. Die Kinder kneten und formen den Teig und leisten so einen wichtigen Beitrag für die Gemeinschaft. Am Ende der Kindergartenzeit sind sie stolz drauf, selbständig Brot backen zu können.

Den Weckerl-Tag gibt’s auch für zuhause, im Bild (oben) seht ihr die benötigten Zutaten und ein paar Tipps, die die Biojause noch leckerer machen.

Viel Vergnügen bei eurem Weckerl-Tag wünscht euch Erika!

Erika, Familienbundzentrum Reiser

Wir sind schwanger

Eva & Markus´Ansichtssache

Eva

Die ersten drei Monate sind hart. Das kommende Glück ist noch ein großes Geheimnis und obwohl ich noch nicht schwanger aussah, fühlte sich mein Körper schon sehr schwanger an: Mir war übel, nicht speiübel, aber doch richtig unangenehm schlecht. Komischerweise reckte es mich vor allem beim Zähneputzen. Außerdem war ich müder als Dornröschen. Schlafen gehörte während der ersten drei Schwangerschaftsmonate zu meiner Lieblingsfreizeitbeschäftigung. Danach ging es aber – wie von vielen Seiten prophezeit – richtig bergauf. Ab der 12. Woche etwa war alles schwangerschaftsglowgenial. Ich spürte die ersten Bewegungen meiner kleinen Mitbewohnerin und das Bäuchlein wuchs. Manchmal überkam mich eine Woge des Glücks und ich wurde richtig sentimental. Ich war gern schwanger. Nachdem ich zwölf Kilogramm zugenommen hatte, war meine Schwangerschaftsgrazie aber völlig dahin. Glücklicherweise wurde es auch unserer Kleinen langsam zu eng.

Markus

Ich habe unsere Schwangerschaft als sehr angenehm empfunden. Manche werden jetzt sicher gleich aufschreien und sagen: „Eh klar, für den Mann ist’s ja ein Kinderspiel.“ Und darauf kann ich nur antworten: „Ihr habt Recht – zumindest in meinem Fall.“ Meine Frau Eva war erstaunlich unlaunisch. Ich hatte mich ehrlich gesagt schon auf Gröberes eingestellt. Gut, sie hatte zwar ein paar neue, divenmäßige Ansätze, aber ich muss sagen, das hatte sie sich mehr als verdient. Sie war taff und gleichzeitig relaxed. Nur bei der Programmwahl im Fernsehen mussten wir aufpassen, dass wir nicht zu sehr auf die Tränendrüse drückten. Ein Duett beim Disney-Film „Die Eiskönigin“ beispielsweise stellte sich als extrem grenzwertig heraus. Alles in allem war die Zeit aber einfach nur genial. Unsere kleine Maus war für uns vom ersten Tag an ein vollwertiges Mitglied unserer Familie. Wir erzählten ihr von harten Arbeitstagen, lustigen Begegnungen und auf was sie sich alles in der Welt da draußen freuen kann. Wir jubelten, wenn wir ihre Tritte fühlten und waren etwas besorgt bei ihrem täglichen, abendlichen Schluckauf. Wir konnten es kaum erwarten, unser kleines Mädi endlich in den Händen zu halten.

 3 Fragen, 6 Antworten

Welche Vorteile brachte die Schwangerschaft?
Eva: Ich war stolz auf meinen Bauch, hatte immer einen Platz in der Straßenbahn und bekam viele Komplimente.
Markus: Ich durfte mit jedem auf das Vaterwerden anstoßen, hatte immer eine Chauffeurin und die war meistens noch dazu gut drauf.

Welche Nachteile brachte die Schwangerschaft?
Eva: Übel- und Müdigkeit und ich sah kaum einen Film bis zum Ende.
Markus: Papa´s Gewichtzunahme.

Wie habt ihr euch auf die Geburt vorbereitet?
Eva: Mit Büchern und zahlreichen wohlgemeinten Ratschlägen von Freunden und mir völlig Fremden.
Markus: Im Geburtsvorbereitungskurs und mental.

Liebeserklärung Stauraum

Alva´s Glitzerschuhbande 

Wenn die Wörter „viel Stauraum“ dieselbe Wirkung haben wie eine zart gehauchte Liebeserklärung und man beinahe dieselbe Vorfreude empfindet wie beim Bezug der ersten Wohnung. Und wenn die Frage: “Wie schaut denn das aus?“ der Frage: „Wie geht sich das aus?“ weicht, kann man davon ausgehen, dass mindestens ein Kind im Spiel ist. Die Anschaffungen mit Kind(ern) sind vor allem zu Beginn teuer und meistens riesig. Beim ersten Mädchen kaufte ich alles, in der Hoffnung es hilft für irgendetwas und weil ich dachte, das brauche ich. Unbedingt. Mein Mann schüttelte zwar stets den Kopf, wenn wieder irgendein „für die Entwicklung unseres Sprosses ach so wichtiges Teil“ in unserer Wohnung stand, lag oder hing, doch traute er sich nichts zu sagen. Besser gesagt nichts mehr. Einmal hatte er es versucht und es endete in Unverständnis, Wut und Tränen. Meinerseits natürlich. Darum hat er beschlossen, sich rauszuhalten.

Trotzdem hatte ich damals noch irgendwie den Überblick über die vielen Dinge und vor allem war die Platznot nicht so spürbar. Beim dritten Mädchen überwiegten nun aber plötzlich in unserer Wohnung die „raumfressenden Kindermöbeloderspieleteile“. Selbst vor dem Auto machten sie nicht halt. Kindersitze größer als die Sitze, Kinderwägen, Buggys, Spielsachen. Anfangs hatten wir noch einen Dreitürer später einen Siebensitzer. Wobei die Kindersitze auch hier nicht nebeneinander Platz fanden und ich hinten in der Mitte unsere Ausflüge genoss. Ich saß im Auto zwischen Kindern und Kinderteilen.

Im Wohnzimmer fühlte ich mich ebenso irgendwann beengt. Da wir unsere Wohnung sehr lieben, kam für meinen Mann und mich ein Umzug nicht in Frage. Das Buch „Mein Haus ist zu eng und zu klein“ fiel mir ein. Da jammert eine Frau, dass ihr Haus zu klein ist und ein weiser Mann rät ihr nacheinander ihre Tiere (Schwein, Kuh, Huhn..) ins Haus zu holen, und dann alle gesamt rauszuschmeißen. Und? Die Frau hatte das Gefühl viel Platz zu haben. Und da ja Wahrnehmung vom subjektiven Empfinden geprägt ist, wollte ich es der Frau gleichtun. Nicht mit Tieren das war klar. Die hätte ich sicher, wenn es nach meinen Kindern ging, nicht mehr rausschmeißen dürfen. Nein, ich stellte die Möbel um und holte an sich brauchbares, aber sperriges Zeugs, das keiner wollte in die Wohnung. Nur für kurze Zeit.

Ich blickte einige Tage später auf unser zugerümpeltes Wohnzimmer und war stolz auf mich. Teil eins hatte ich mit Bravour gemeistert. Meine Kinder und mein Mann maulten zwar, weil alles so vollgestellt war, aber das war schließlich Teil des Planes. Ein paar Wochen und dann wollte ich mit dem „Rausschmeißen“ anfangen. Ich schaute auf eine riesige Gehschule und einen Stubenwagen für die Kleinste. Einen Luftwäscher für die Gesundheit. Ein E-Piano für die zukünftige Musikausbildung unserer Kinder. Drei Wäscheständer, zwei davon neu und schon beladen. Ein leeres Regal. Das alles war zusätzlich zu dem schon bestandenen Mobiliar gekommen. So und nun musste ich nur noch abwarten. In der Zwischenzeit benutzte ich die Wäscheständer, wo ich sie doch schon da stehen hatte. Meine Töchter erfreuten sich am Klavier. Das Baby spielte gerne in der Gehschule und schlief gerne im Stubenwagen. Der Luftwäscher machte die Luft sehr angenehm und das Regal war nur einen Tag ein leeres gewesen. Wir gewöhnten uns nicht nur an die Dinge, wir konnten sie uns plötzlich nicht mehr wegdenken. So viel also zu meinem Plan. Das Rausschmeißen musste warten. Aber wenn wir diese Dinge dann irgendwann aus der Wohnung verbannen, dann haben wir richtig viel Platz.

Die Glitzerschuhbande by Alva

Alva Sokopp

Wer ich bin, ändert sich ständig. Je nach Situation und Betrachtungsweise bin ich Mama, Ehefrau und Partnerin, gute Freundin, Autorin oder einfach Nachbarin. Geboren wurde ich 1977 in Steyr. Nach der Matura ging ich zum Studium der Sonder- und Heilpädagogik nach Wien. Ich arbeitete in verschiedenen sozialen Einrichtungen.

In Wien lernte ich 2007 meinen Mann kennen, heiratete ihn und bekam meine erste Tochter. Während der Karenzzeit absolvierte ich die Ausbildung zur „Expertin für Burnout- und Stressprävention“. Es folgte die Ausbildung zur Craniosacralpracticioner. 2012 kam meine zweite Tochter zur Welt. Zwei Jahre später entstand mein erster Roman „Ein Leben in 23 Tagen” und erschien im Verlag Berger. 2015 erblickte meine dritte Tochter das Licht der Welt und das „Dreimäderlhaus“ war perfekt. Es folgte das Buch „klein-groß-mittel”, eine Sammlung an lustigen Kurzgeschichten über eine (meine) Chaosfamilie.

Im Moment bin ich zu Hause und genieße das Leben mit meinen Kindern, obwohl ich mir manchmal vorkomme wie ein Passagier auf einem Schiff unter dem Motto „Steig ein, fahr mit und lass dich überraschen.“ Jeder Tag ist anders und viele Pläne werden vereitelt. Und der Satz „Es ist alles eine Phase die vergeht“ bekommt auch immer wieder einmal eine tragende Rolle.

Auf alle Fälle lehren mich meine Kinder täglich, dass mit Geduld und Humor alles viel einfacher ist. Jede Familie mit einem oder mehreren Kindern wird sich in der einen oder anderen (oder in ganz vielen) Geschichten wiederfinden und es wird sehr schnell klar: Mit vielen „Problemchen“ ist man nicht alleine.

Hier geht´s zu Alva´s Beiträgen: Die Glitzerschuhbande