Müsli selbst gemacht. Und wäre nicht so viel Schoko drin, dann wäre es sogar gesund;-)

Nachdem ich festgestellt habe, dass meine Kinder in der Früh am liebsten Müsli essen, habe ich mich auf die Suche nach einer Variante mit wenig Zucker begeben. Ergebnislos!  In wirklich allen fertigen Müslis steckt Zucker in den unterschiedlichsten Formen und mit den unterschiedlichsten Namen.

Also habe ich beschlossen selbst eines zu machen. Und ich hab auch gar kein Rezept gesucht, sondern einfach alles mögliche ausprobiert.

Und hier die Zutaten der ehemals wirklich zuckerarme Variante:

  • 5 Esslöffel zuckerfreie Cornflakes
  • 7 Esslöffel Haferflocken
  • 5 Esslöffel gepuffter Amaranth
  • 5 Esslöffel gepuffter Dinkel
  • 5 Esslöffel gepuffter Reis
  • 5 Esslöffel Mandelsplitter
  • geschmolzene Butter (ich habe ungefähr 35 g genommen)
  • Honig (einen nicht ganz vollen Esslöffel in die geschmolzene Butter rühren und auflösen)

 

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Ich habe alles außer den Cornflakes und den Mandeln zusammengemischt. Sollte die Masse zu trocken sein, einfach etwas Butter hinzufügen.

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Danach bei 160 Grad ungefähr 5 Minuten backen. Die Mandeln dazugeben und noch einmal für 5 Minuten im Rohr lassen.

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Anschließend die Cornflakes dazugeben und eigentlich ist es nun fertig. Meine mittlere Tochter hat aber angemerkt, dass sie so gerne auch ein wenig Schokolade in dem Müsli hätte. Also habe ich geschnitten. Und dann sah das so wenig aus, darum hab ich noch ein wenig geschnitten und geschnitten…

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Und dann war das Müsli sicher genauso voll Zucker wie ein gekauftes;-)

Aber ich weiß ja jetzt wie es geht und mach das in Zukunft öfter auch ohne.

Einfach ausprobieren schmeckt wirklich toll!

 

 

 

Ein Blumenstrauß, der es in sich hat

Hier kommt die Anleitung zu einem hübschen, kleinen Mitbringsel. Bei uns ist das quasi das Verlegenheitssträußchen.

Und wenn ein verzweifelter Mann am Dienstag Abend zu spät bemerkt, dass Valentinstag ist, und alle Geschäfte schon zu haben, kann er immer noch einen Strauß basteln. Vorausgesetzt er hat Süßigkeiten zu Hause.

Man benötigt:

  • Servietten
  • Geschenksband oder ähnliches
  • irgendetwas Süßes, das wie ein Zuckerl eingepackt ist und an den Enden Papier wegstehen hat (um es am Strauß anzubinden)

 

  • fullsizerender-26

 

Und so funktioniert es:

Man faltet die Servietten auseinander. Wir haben drei verschiedene genommen. Und legt sie aufeinander.

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Dann faltet man sie wie einen Fächer. (Muss nicht sehr genau sein. Meine Tochter hatte heute nicht allzu viel Lust und hat sie eher zusammengewuzzelt.)

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Die Zuckerl habe ich schon vorher auf ein Band gebunden, dann sind sie leichter zu befestigen.

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Dieses Band bindet man dann in der Mitte um die Servietten, damit ein Schmetterling entsteht. Die Zuckerl sind dabei auf der Serviette die innen sein soll.

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Nun kann man die Servietten noch in ihre Einzellagen zerteilen, dann wird es buschiger. Oder man klappt einfach die beiden Teile zusammen und klebt die Seiten fest, damit der Strauß nicht immer auseinander fällt. An der Unterseite hab ich noch einen ganz kleinen Stiel abgebunden, damit der Strauß sich leichter halten lässt.

Und fertig ist der Blumenstrauß der etwas anderen Art.

Einen schönen Valentinstag wünscht euch das Familienbundblog-Team!!fullsizerender-38

Zwillingsmamas aufgepasst!! Dieser Blog ist für euch doppelt interessant!

Heute möchten wir euch einen Blog vorstellen der besonders für Mamas mit Zwillingen interessant ist. Denn wenn euch jemand versteht, dann Anne!

„Einer schreit immer“ ist das Motto von Zwillingsmama Anne Attersee.
Unter dem Netz-Pseudonym bloggt sie auf ihrem Mamablog seit mehr als
zwei Jahren über das chaotische Leben mit zwei Kindern. Ihre
Co-Autorin Lisbeth Koch gibt am Blog DIY-Tipps und schreibt über die
schönen Dinge des Lebens: Freizeit, Design und Genuss. Die beiden
Bloggerinnen stammen übrigens aus Linz.

Hier sind die 5 Fragen, die uns am brennendsten interessiert haben:

1) Was hat dich bewogen einen Blog zu starten?

Es war als privates Tagebuch gedacht, damit ich mich daran erinnern
kann, wie das mit den Zwillingen so war. Als Journalistin ist mir das
Schreiben eine Herzensangelegenheit. Und irgendwann haben das
plötzlich einige Leute gelesen. Das war erst eine Überraschung aber
es hat mich natürlich sehr gefreut. Der Blog war also eher ein
Hoppala, denn eine bewusste Entscheidung… Meine alte Schulkollegin
Lisbeth Koch hat dann angeboten die DIY-Themen zu übernehmen, seither
bloggt sie mit…

2) Im Nachhinein betrachtet: Wie hast du dir das „Mütterdasein“ vor
deiner Zeit mit Zwillingen vorgestellt?

Oh – ich hatte da dieses Bild der glücklichen Werbe-Familie im Kopf:
Lächelnde glückliche Kinder, entspannte, schöne Mütter und eine
weiße Couch. Dass sich das Leben so extrem verändert, damit hatte
ich eigentlich nicht gerechnet.

(Hier der Link zu: so verändert sich das Leben mit
Kindern:
http://einerschreitimmer.com/wie-dich-das-leben-mit-kindern-veraendert/)

Ich hätte auch nicht gedacht, dass sich die Prioriäten so extrem
verschieben. Meinem alten Leben trauere ich schon manchmal nach um
ehrlich zu sein. Die veränderten Lebensziele finde ich allerdings
einen absoluten Gewinn.

3) Was liest du in deiner Freizeit?

Ich habe kaum Zeit zum Lesen um ehrlich zu sein. Wenn dann lese ich
Blogs oder Zeitschriften. Das letzte Buch, das ich verschlungen habe,
war das eines Blogger-Kollegen. Es gibt ja einige Blogger die nebenbei
ein Buch schreiben. Und natürlich lese ich diese dann. Das ist dann
sowohl Genuss wie auch Weiterbildung…

4) Was waren/sind für dich die besten Erholungsmethoden?

Eine verlässliche Babysitterin engagieren. Wenn man keine Großeltern
hat, dann muss man sich trotzdem ab und zu Auszeiten gönnen und vor
allem schaffen. Mamasein ist schön, aber manchmal ist es verdammt
erholsam, wenn man ohne Kinder unterwegs ist. Und damit meine ich
nicht, dass dann Papa die Kinder übernimmt, sondern, dass man als
Paar wieder etwas Zeit verbringt. Wir machen das so, dass wir uns hin
und wieder eine Babysitterin gönnen und dann gemeinsam Wellnessen
gehen. Ich hab‘ nix davon wenn ich am Abend als Paar ausgehe und am
nächsten Tag wieder um 6 Uhr in der Früh aufstehen muss. Wir nehmen
uns diese Paarzeit meistens untertags…

5) Wie sieht dein typischer Sonntag Morgen aus?

Wie jeder Tag… Außer, dass wir länger im Bett bleiben, wenn es die
Kinder zulassen…

Vielen Dank für diese ehrlichen Anworten von einer sehr sympathischen Bloggerin!!

Den Blog „Einer schreit immer“ findet ihr auf Facebook, Instagram und
Pinterest:

www.einerschreitimmer.com
www.facebook.com/einerschreitimmer
www.instagram.com/einerschreitimmer
www.pinterest.com/einerschreitimm

Gewinnspiel: Glück, Glück, komm zu mir!

Ich habe sie euch ja schon einmal vorgestellt. Die wunderschönen Glücksbänder von Rony del Mar. Zu finden unter https://www.facebook.com/glueckhateinennamen/?fref=ts.

Ein toller Farbklecks in diesem trostlosen Grau der letzten Tage.

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Und sie bringen tatsächlich Glück, das kann ich euch sagen. Ob personalisiert, mit den Buchstaben der Kinder, des Göttergatten oder mit dem eigenen Namen, ob Muschel oder Blatt, ob Glücks- oder Liebesbänder. Ich kann mich wahrlich kaum entscheiden!! Und es gibt nun drei von ihnen zu gewinnen!!

Hinter Rony del Mar steht übrigens Tina, selbst Mutter von zwei kleinen Kindern. Sie weiß daher was Groß und Klein liebt.

Was ihr tun müsst? Einfach auf der FB-Seite von mama-papa-blog.com das Gewinnspiel liken und unter die Kommentare schreiben für wen ihr das Armband gewinnen wollt.

Viel Spaß beim Gewinnen!!!

Das Gewinnspiel endet am 17.02.17 um 24.o0! Die Gewinner/innen werden über FB verständigt!

Unsere AGBs: Link

Ich will genau daaaaaaaaas!

Alva´s Glitzerschuhbande

Unlängst waren wir in der Therme. Alle fünf. Beim Hasen. Vor 10 Jahren hätte ich nie und nimmer geglaubt, dass mir diese Art von Urlaub, bei der man auch noch abartig viel zahlt, irgendwann einmal gefallen würde. Man wird älter. Und in meinem Fall kriegt man mehr Kinder.

Mit drei kleinen Mädchen ist all-inklusive und viel Aktion für Kinder schon sehr toll. Auch das Unterhaltungsprogramm war für die Mädchen lustig. Wieder zu Hause wurde ich mehrmals von verschiedenen Leuten gefragt, ob das denn tatsächlich nett war. Weil doch dort so viele Kinder sind und der ganze Lärm und die ständige Musik.

Bei mir aber liegt generell die Herausforderung, die ich an solchen Orten erlebe in einem ganz anderen Bereich. Ich habe nämlich manchmal große Schwierigkeiten. Nicht mit anderen Kindern, sondern mit den dazugehörigen Eltern. Es gibt dafür zig Beispiele. Hier nur eines davon.

Ich dümpelte gerade mit meiner Zweijährigen in der hauseigenen Therme im Babybecken herum. Rund um uns Unmengen Spielzeug, das zur Ausstattung gehörte. Mein Mädchen spielte begeistert mit einer blauen Gießkanne und einem Topf. Nach einiger Zeit fiel mir auf, dass sich hinter mir ein nicht endend wollender Dialog entwickelte, der ungefähr diesen Inhalt hatte. „Ich will das.“ Eindeutig die Stimme eines Kindes. Ein Mann antwortete: „Ja, ich weiß, dass du den Topf des Mädchen möchtest, aber das spielt noch damit.“
Nach einer Weile kam es lauter und einen Tick höher als zuvor: „Ich will aber daaaas.“ Und die Männerstimme von vorhin erklärte mit wachsender Panik in der Stimme. „Ja, ja ich weiß. Das Kind hört auch sicher gleich auf mit dem Topf zu spielen.“

Ich drehte mich neugierig um und hielt in der Bewegung inne. Denn ungefähr 20 cm hinter mir saß ein Mann im Wasser und nicht weniger weit entfernt war seine Tochter. Ahhhh. So nah! Und Ahhh. Die meinten den Topf meiner Tochter.

Der Mann betonte nun noch ca. fünf Mal, dass der Topf sofort nach dem Freiwerden in die Hände seiner ungefähr 3-4-jährigen Tochter übergehen wird. Der Appell ging also an mich. Das Mädchen schrie und plärrte mittlerweile in unangenehmer Lautstärke. Als der Mann noch ein Stück weiter in meine Richtung kam und ich mich schon wirklich beengt fühlte, rückte ich ein Stück ab. Dann schaute ich ihm mitleidig ins Gesicht, drehte mich wieder um und sagte zu meiner entzückenden Tochter: „ Schatz, das Mädchen möchte den Topf auch einmal haben. Und hier sind soooo viele andere Spielsachen. Magst du ihn ihr geben?“ Mein Goldschatz überlegte kurz, dann gab sie besagten Topf dem Mädchen und sagte zu mir: „Machst du Schüssel?“ Was so viel hieß wie, dass sie einfach in meine Hände weiter Wasser von der Gießkanne laufen lassen wollte.

Der Vater des Kindes bedankte sich artig und beide rückten zum Glück wieder ein Stück von mir ab. Die Tochter sah uns 2 Sekunden später trotzig an, schmiss ihre lila-farbige Gießkanne in hohen Bogen weg und schrie: „Und ich will die blaue Gießkanne.“ Nun war ich schon dezent genervt. Der Vater auch. Aber offensichtlich auch sehr bemüht ja alle Wünsche der kleinen Tyrannin zu erfüllen, denn er robbte (wie sollte man sich auch in diesem seichten Wasser anders fortbewegen) wieder in meine Richtung und kam mir schon wieder sehr nahe. Und nur der fehlenden Distanz und dem damit verbundenen unangenehmen Gefühl war es zu verdanken, dass ich meine kleine Tochter bat, dem Mädchen auch noch die Gießkanne zu überlassen. Diese war überrascht, dass sie auch das andere Spielzeug abgeben sollte, gab aber dem Mädchen das Teil und begann einfach mit ihren Händen Wasser in meine Hände zu schaufeln.

Das Vater-Tochter-Gespann nahm die Gießkanne nickend entgegen und entfernte sich. Nach ein paar Sekunden näherten sich beide wieder an. Die Tochter heulte und der Vater wandte sich verzweifelt in meine Richtung.

Und als die 20 cm Sicherheitsabstand zu mir überschritten wurden, reichte es mir. Ich holte tief Luft. Dabei erhaschte ich noch kurz einen belustigten Blick meines Mannes, der die Szene offenbar die ganze Zeit beobachtet hatte und auf den Ausgang des Films wartete. Das fremde Mädchen brüllte in meine Richtung: „Ich will…!!“ Der Vater hob an etwas zu sagen. Und ich brüllte zurück. „Wir haben nichts mehr. Außer ihr Kind will die Schwimmwindel meiner Tochter.“ In dem Moment schrie das Mädchen den Satz zu Ende: „…auch so eine Windel.“

Ich verdrehte die Augen. Da, bitte! Wusste ich es doch. Und kurz war ich geneigt die Hose meinem Kind runterziehen und sie den beiden Eindringlingen hinzufetzen.
Doch nur kurz. Kopfschüttelnd und kommentarlos stand ich unter größter Selbstbeherrschung auf, nahm mein Kindlein und ging zu meinem Mann, der ein paar Meter weiter mittlerweile laut lachte. Dort ließ ich mich wieder ins Wasser sinken mit dem Bewusstsein, dass ich hier in Sicherheit war. Denn mein Mann hatte noch ein viel größeres Problem mit der Nähe von fremden Menschen als ich. Und so harmlos er war, so bedrohlich sah er wenigstens aus.

Gemüsekrokodil…das neue cool!

Früher saßen wir nebeneinander in der Schule oder ließen diese gemeinsam sausen. Auf alle Fälle waren wir cool. (Und sind es noch;-))

Und heute sehen wir uns, wegen der Entfernung und weil unsere Leben so schnell und dicht sind, wenig. Aber, dass meine coole Freundin aus Steyr tatsächlich nun Krokodile aus Gemüse macht, hat mich dann doch irgendwie vom Hocker gerissen. Wo sind die Zeiten in denen wir Red Bull trinkend (wähhh) und laut Metallica singend (uaaa) durch den Park geschlendert sind? Na gut, ich gehe mal stark davon aus, die Zeiten kommen wieder!!

Und bis dahin, bitte schick mir weiterhin so geniale Fotos (auch wenn du sagst sowas gibt es schon 100 Mal im Netz, ich hab es noch nie gesehen), denn ich hab für sowas keine Geduld!! Und cooler als ein Gemüsekrokodil geht ja wohl nicht!!!

Für das ungefährliche Tierchen braucht man:

  • eine große Gurke
  • jede Menge Gemüse (angeblich kann man auch Wurst und Käse nehmen, aber dann ist es weniger bunt)…Karotten, Paprika, Radieschen, Gurken…
  • ziemlich lange Spießchen…gibt es in jedem größeren Lebensmittelgeschäft (und in diesem Fall waren sogar wunderschöne Glitzersteine darauf)

 

Zuerst flacht man die Gurke mit dem Messer an der Unterseite ab, damit sie nicht wegrutschen kann…einfach ein bißchen der Länge nach wegschneiden. Dann spalten man die Gurke an einer Seite ca.5 cm lang und schneidet die Zähne aus. Ist laut meiner Freundin ein bißchen ein „Gefuzel“. Aber mit einer dünnen Schnitte Karotte als Zunge schaut es einfach großartig aus.

Nun spießt man Gemüse auf die Staberl und dann steckt man sie in die Gurke. Das Gesicht läßt sich ganz individuell gestalten. Für die Augen eignen sich z.B. auch hervorragend kleine Mozzarellabällchen.

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!! Viel Spaß und danke Mim!

 

Kochen für Papas

Eva & Markus‘ Ansichtssache

Markus:

Ich koche sehr gerne. Jedoch nur nach Intuition und leider auch nicht sehr gesund. Ich vermeide Kochbücher und verachte Dampfgarer. Ich liebe es würzig und scharf – am besten gegrillt oder gebraten. Wenn ein Essen eine Geschmacksexplosion im Mund auslöst, ist es meiner Meinung nach gelungen. So – und seitdem ich in Karenz bin, ist das alles vorbei.

In den letzten Wochen, in denen Eva noch zuhause und Herrin der Küche war, wurde ich beim Essen immer öfters aufgeklärt, wie gesund gekocht wird.

Ganz ohne Pfeffer, Salz, E-Stoffe oder sonstige Geschmacksverstärker. Ich war mir sehr wohl bewusst, dass dieser Wink mit dem Zaunpfahl mir galt. Innerlich wurde mir sogar etwas bang, denn ich wusste nicht, wie und was ich in der Karenz jeden Tag kochen sollte. Thailändisch oder meine berühmten Spaghetti al Diavolo konnte ich mir wohl abschminken.

Und gleich am ersten Tag meiner Karenz-Koch-Karriere, traf es mich mit voller Wucht. Ich kochte Nudeln mit Schinken-Käse-Schlagobers-Sauce, wenig gewürzt. Lauter Dinge, die unsere Maus eigentlich sehr gerne aß – einzeln zumindest. Mein Gericht wurde verschmäht und auf den Boden verteilt. Der Einheitsbrei von Hipp wurde bevorzugt und verschlungen. Nacktes Unverständnis machte sich in mir breit. Als ich am Abend unsere Kleine bei Eva verpetzte, wie heikel sie denn sei, wurde mir die Frage gestellt, ob ich auch einen Suppenwürfel in die Sauce gegeben hatte. „Natürlich habe ich das“, antwortete ich, „sonst schmeckt es ja nach gar nichts.“ Augenrollen und ein „für dich vielleicht“ war die Antwort von Eva.

Also habe ich meinen Kochstil von „viel Geschmack“ auf „ohne Geschmack“ umgestellt und siehe da – unserer Kleinen schmeckts jetzt tatsächlich. Das freut den Papa natürlich, der dann jedes Mal zu Mittag der Mama whatsapped, wie viel die Kleine schon wieder von Vaters Hausmannskost vertilgt hat.

Eva:

Das Essen von Markus und mir war vor dem Leben zu dritt pädagogisch nicht sehr wertvoll: Gerne scharf und oft auch Junk. Aber das änderte sich – zumindest bei mir – mit der Schwangerschaft. Ich versuchte mich an die gängigen Empfehlungen zu halten.

Meinen erhöhten Energiebedarf deckte ich also nicht mehr nur mit Schokolade, sondern auch mit einer Extraportion Nährstoffe. Außerdem mied ich gewisse Produkte, da ungesund oder zu gefährlich für unser Baby. Sushi vermisste ich schon etwas, aber sonst war es eigentlich ganz leicht!

Das bewusst-gesunde Ernährungsprogramm zog ich später dann auch bei unserer Kleinen durch. Da ließ ich nichts über uns kommen. Es gab selbstgemachte Gemüse-, Fleisch-, Milch- und Getreidebreie fürs Schlemmermäuschen. Natürlich bio und schonend zubereitet.

Im ersten Jahr kein Salz und Zucker nur dann, wenn er von Natur aus darin vorkam. Das war schon recht anspruchsvoll und meistens eine Mega-Patzerei für einen kleinen Batzen Brei. Aber das war es mir wert.

Ganz so „gesund um jeden Preis“ ist es aber dann doch nicht gelaufen, weil mir Markus natürlich auch immer dazwischen funkte. Er nahm es und nimmt es nicht so genau. Seine Einstellung ist: „Alles mit Maß und Ziel. Ein bisschen schadet nie!“ Das konnte ich doch tatsächlich noch von ihm lernen.

Aber als er in Karenz ging, musst ich tatenlos mitansehen, wie er weiter beim Kochen herum experimentierte. Unsere Zuckerpuppe war gerade mal ein Jahr als er mit ihr die erste Pizza beim Lieferservice bestellte. Dieses Experiment ging aber wortwörtlich in die Hose und war damit gegessen. Seither war er echt bemüht gesund zu kochen und vor allem so, dass es unsere kleine Feinschmeckerin nicht verschmäht. Und mittlerweile isst sie zum Glück fast alles.