Was heißt es, ein Kind zu lieben?

Hmh, die Liebe die kennen wir alle. Aber nur weil sie etwas sehr Schönes, Starkes und ja Unverzichtbares ist, ist es nicht immer leicht zu lieben….

Wir sind auf einen interessanten Philosophen gestoßen, der da sicher einiges dazu zu sagen hat: Clemens Sedmak meint, dass die Liebe wie eine Kunst ist, die eingeübt werden will. Ein spannender Gedanke! Wir wissen ja: an Beziehungen muss man auch arbeiten. Ein Kind zu lieben gleicht somit einer anspruchsvollen Aufgabe, die Ernsthaftigkeit und Hingabe verlangt. Doch was bedeutet es, einen Menschen zu lieben? Und was heißt es insbesondere ein Kind zu lieben?

Für Professor Sedmak sind das Schaffen von Geborgenheit und das Erlernen einer Sprache der Liebe, die dem Kind gerecht wird, zentrale Bausteine. Als dreifacher Vater weiß er wovon er spricht. Wer ihn gern mal persönlich erzählen hören will: Am 28. September 2016 kommt er für einen Vortrag um 19:30 Uhr in die Welser Stadthallte, um dem bedeutungsvollen Wörtchen auf den Grund gehen.
Details findet ihr hier: http://www.erziehungsimpulse.at/

Freu mich auf spannende Denkanstöße!
Eure Sarah

Weitere Termine im Rahmen der Vortragsreihe „ErziehungsImpulse“:
Birgit Kelle
Weg mit den Ratgebern – Mut zum Bauchgefühl
Dienstag, 11.10.2016
19:30 Uhr, Star Movie Kino Regau

Dl Dr. August Höglinger
Kinder liebevoll führen
Montag, 17.10.2016
19:30 Uhr, Neues Rathaus Linz

Bild: http://www.pixabay.com

Eine für alle? Oder eine für eine?

Alvas´Glitzerschuhbande 

Meine große Tochter legt im Moment großen Wert darauf, auch Zeit mit mir oder dem Papa alleine zu verbringen. Egal ob einkaufen gehen oder sonstiges, immer betont sie, dass sie ja immer ihre Schwestern im Schlepptau hätte.
Womit sie natürlich völlig recht hat und obendrein genau die richtigen Knöpfe drückt, mein schlechtes Gewissen zu aktivieren. Denn seit ich drei Kinder habe, habe ich ohnehin ständig das Gefühl nicht allen gerecht zu werden und immer eine zu vernachlässigen.

Also habe ich einen Plan erstellt, der vorsah mit jedem Kind Zeit zu verbringen und die anderen beiden irgendwo anders unterzubringen. Ein schwieriges Unterfangen, denn wem soll ich denn auf die Schnelle einmal zwei Kinder andrehen.

Aber gesagt getan. Als meine Mittlere unlängst auf ein Geburtstagsfest eingeladen war, bat ich die Nachbarin, eine Weile auf die Jüngste aufzupassen. Dann fragte ich meine Große spontan worauf sei denn Lust hätte und was sie gerne mit mir unternehmen wollte. Zuallererst fiel ihr nichts ein. Nach einer Weile, in der kostbare Minuten verschwendet wurden, einigten wir uns auf einen Kaffeehausbesuch.
Wir stapften los und in den ersten 30 Minuten sprudelte sie drauflos und erzählte mir enthusiastisch alle Geschichten und Sorgen, die sie mir in letzter Zeit immer schon mal unbedingt erzählen wollte. Als wir dann im Kaffeehaus angekommen waren, wurde sie auf einmal still. Auf meine Frage, ob denn alles ok ist, meinte sie: „Ja, klar. Nur schau, da gibt es den Schokokuchen, den meine Schwester so gerne isst.“
Ich nickte. „Und glaubst du, Mama, die N. macht das gut mit der ganz Kleinen oder weint sie schon?“ Auf meine Antwort, dass ich mir sicher bin, dass die Jüngste sehr viel Spaß mit N. hat und ganz bestimmt nicht weinte, zuckte sie mit den Schultern. „Vielleicht gehen wir doch lieber wieder nach Hause und nehmen meinen Schwestern etwas zum Naschen mit.“ Ich hielt den Kopf schief und betrachtete meine Tochter fragend. Sie zuckte mit den Schultern: „Ja ich weiß, ich wollte unbedingt mit dir alleine sein und jetzt vermisse ich die beiden irgendwie.“ Ich lachte.

Als ich der Fairness halber ein paar Tage später mit der Mittleren eine Stunde alleine verbrachte, dauerte es keine Sekunde, bis sie wusste was sie tun wollte. „Barbie spielen!“ Nach 5 Minuten, in denen ich mir ständig anhören musste, dass die große Schwester aber viel besser spiele und ich das nicht richtig mache, war klar, auch dieses Mädchen war eigentlich recht glücklich mit den anderen. Bei der Kleinsten brauchte ich das Experiment nicht weiterführen. Die war ja jeden Vormittag außer in den Ferien mit mir allein. Und da lief sie alle paar Minuten in ein Zimmer um die Namen der Schwestern zu brüllen.

Außerdem war sie, wenn die Großen dabei waren, viel besser gelaunt und freute sich jedes Mal wie ein Honigkuchenpferd, wenn wir sie von der Schule und dem Kindergarten abholten. Mein neuer Vorsatz lautet daher: Einmal im Monat werde ich die „Alleinetage“ weiterhin durchführen, um meine Kindern das Gefühl zu geben, wenn sie es wirklich wollen und brauchen, dann nehme ich mir die Zeit auch. Und die restlichen Tage werde ich mich in der Gewissheit wiegen, dass auch wenn sie streiten wie zwei Wikinger, sie sich lieben und vermissen sobald die anderen außer Sichtweite sind.

Bild: Susanne Binder

Erlebniswanderung Burg Prandegg

Habt ihr euch auch schon mal gefragt, wie die Ritter und Burgfräulein so lebten? Angeblich gab es ja auf jeder Burg ein unheimliches Burggespenst …. Das Geheimnis könnte bald gelöst sein, denn nächsten Sonntag gibt’s eine Erkundungstour der besonderen Art auf OÖs zweitgrößter Burgruine.

Geplant ist eine kurze Wanderung vom Parkplatz zur Burg. Dabei gibt es eine kinderwagentaugliche Variante und eine etwas längere für sportliche Besucher (ca. 1 Stunde). Es besteht auch die Möglichkeit mit dem PKW direkt bis zur Burgtaverne zu fahren. Beim Ausgangspunkt der beiden Wanderungen werden die Familien mit einer kleinen Wegzehrung versorgt. Anschließend geht’s zur mittelalterlichen Burgführung. Besonders Abenteuerlustige können sich auf eine Rätselreise durch den Burgrundweg begeben, der Wald- & Wiesenpädagogin lauschen oder selbst Brot backen. Für das leibliche Wohl für fleißige Entdecker sorgt die liebevoll restaurierte Taverne am Fuße der Burg.

Wann: Sonntag, 18. September von 10-17 Uhr
Wo: Burg Prandegg, Prandegg 3, 4274 Schönau
Eintritt ist frei😉
Weitere Infos findet ihr hier: http://www.ooe.familienbund.at/

Ich hab am Sonntag leider keine Zeit, drück euch aber die Daumen zwecks schönem Wetter! Eure Sarah

Bild: Burgverein Prandegg

Die schnellsten Apfelküchlein

Oh ja, ich darf wieder ein Backrezept schreiben.
Dann gebe ich hier einmal eines meiner Lieblingsrezepte zum Besten. Eines für komplett Ungeübte, das sogar bei mir immer gelingt (bis jetzt;-)). Quasi mein Notfallsrezept, wenn jemand kommt und ich vergessen habe etwas Süßes einzukaufen:

Man nehme:

  • einen Fertigblätterteig
  • einen Apfel/bei kleineren zwei
  • Zucker und Zimt
  • Ein Glas

 

Zuerst schäle und schneide man die Äpfel in kleine Stücke.
Wenn man so ein Schälerding hat, dessen Namen ich nicht kenne, mit dem man in der Mitte den ganzen Putz rausdrehen kann, dann kann man auch einfach Apfelringe machen und dann wie folgt fortfahren. Ich mische zu den Äpfel nun etwas Zucker und Zimt. Die Menge variiere ich je nach Süße der Äpfel. Dann nimmt man das Glas (wenn man Apfelringe gemacht hat, sollte es größer sein, als der größte Ring, sonst kann man irgendein Trinkglas nehmen) und sticht lauter Kreise aus.
Dann platziert man ein wenig von den Äpfeln in die Mitte eines Kreises (oder eben den mit Zucker und Zimt bestreuten Apfelring )und deckt das ganze mit einem weiteren Kreis zu und drückt den Rand ein wenig fest.

Meine Töchter lieben es nun mit der Gabel Muster in den Rand zu drücken…Nun sticht man noch ein zwei mal vorsichtig in den Teig und dann ab ins Rohr. Je nach Herd und Blätterteig so um die 180 Grad für circa 15 min.

Aus dem vom Ausstechen übrig gebliebenen Teig mache ich meist einen Mini-Apfelstrudel.

Schmeckt wirklich gut und ist so schnell gemacht…ohne Herumgepatze!! Viel Spaß!!

 

 

 

Australien! Wir kommen!

Die Australienreise von Michi und ihrer Familie rückt näher. Als ich sie bat ein kurzes Feedback zum Thema „Packen und Vorbereitungen“ zu geben, schrieb sie mir folgendes:

Für ein Abenteuer, wie wir es vor uns haben, sieht natürlich auch das Packen etwas anders aus. Gerade mit Kleinkind fordert das doch sehr unsere Gehirnzellen, denn es kreisen Gedanken in unserer Köpfen herum wie: „Was, wenn es dort nichts gibt, was unsere Tochter gerne isst?“ oder „Brauchen wir einen eigenen Kopfpolster für unsere Zwetschke mit?“ bis hin zu „Womit beschäftigen wir sie 14h lang im Flugzeug?“
Seit einer Woche sammeln wir diverse Stapel an Zeug und Kleidung bei uns in der Wohnung, sortiert nach Koffer, Handgepäck und „KommtmitwennPlatzbleibt“. Neulich abends, während wir eine Krimiserie schauten, stellte immer einer von uns (meist ich) irgendeine Frage wie zB: „Nehmen wir einen Autositz mit?“, in den Raum, die wir dann die ganze Krimiserie hindurch erörterten und dabei verpassten, wer der Mörder war.

Kurz um, ja, die Nervosität steigt.
Die Vorbereitungen der etwas anderen Art beinhalten sogar, dass ich einer kleinen Barbiepuppe noch schnell etwas zum Anziehen genäht habe, da diese wenig Platz braucht, aber das An- und Ausziehen der Puppe mehr Beschäftigung für unser Mädchen bietet. Für 3 Personen alles für 7 Wochen auf 2x20Kilo zu packen (da wir vor Ort einen Inlandflug gebucht haben,bei dem die Auflagen strikter sind), ist eine Herausforderung, aber ein paar Tage haben wir ja noch! Genau genommen bis Dienstag. Huiiiiii!

Die Pubsertät

Alva´s Glitzerschuhbande

Manchmal läuft bei uns zu Hause die „stille Post“. Nein, wir spielen nicht „stille Post“, sondern sie „passiert“ einfach. Unlängst fragte mich meine Große aufgrund eines Liedtextes, was das Wort „Pubertät“ bedeute.
Ich erklärte es ihr, so gut ich konnte. Ich redete von dem „Erwachsenwerden“, das nicht so einfach ist. Von den Hormonen. Und von den unvermuteten Gefühlsausbrüchen, die schon einmal (ja genau, einmal! Ha, ha!!) vorkommen können. Nachdem meine Tochter neuerdings in einer Phase steckte, in der sie auch des Öfteren unkontrollierte Gefühlsausbrüche hatte, fragte sie mich ob es denn das schon war. Ich sagte ihr, dass die Pubertät meist nicht mit 8 Jahren begann, aber dass es eine Art Vorpubertät tatsächlich gab. Und um das Thema schnell abzuhaken, weil gerade die Jüngste vom Sessel gefallen war und weinte, fügte ich rasch und abwiegelnd hinzu, dass ich aber glaubte, dass ihre Heulattacken im Moment eher auf das Ende der Ferien und den herannahende Schulbeginn zurückzuführen waren. (Zumindest waren das die Beweggründe für meine derzeitige Laune). Sie begnügte sich vorerst mit dieser Antwort.

Nach einer Weile kam sie dicht gefolgt von ihren kleineren Schwestern wieder in den Raum und fragte: „Wenn ich diese Vorpumpertät habe, krieg ich sie dann später nicht?“ Ich konnte mir ein Lachen nicht verhalten. Ich sagte: „Schatz, das Wort heißt anders und ist ja keine Krankheit.“ Ihre mittlere Schwester nickte und brüllte: „Ha, ha, ich weiß es. Ich habe es mir gemerkt, das richtige Wort. Bitte darf ich´s sagen!? Es heißt Vorpopotät.“ Stolz blickte sie in die Runde. Ich lachte noch mehr. Die Jüngste drehte sich im Kreis und sang: „Pupsertät, Pupsertät!“ Wie sollte ich jemals ernste Antworten geben auf ernste Fragen, wenn sich diese als Slapstick tarnen?!!

Und außerdem werden die drei immer schlagfertiger. Richtig aufpassen muss man, was man sagt. Ich habe sie unlängst (klar liebevoll, aber doch in einer Situation in der sie mich ordentlich reingelegt hatten) als „kleine Kröten“ bezeichnet. Worauf meine Älteste meinte. „Tja, Krötenmama, die kleinen dieser Tiere sind wenigstens noch niedlich, aber die dicke große Kröte…“.

Wo sie recht hat. Also keine Tiernamen mehr. Denn als ich zu meiner Jüngsten einmal sagte: „Du bist aber eine kleine Laus.“ Drehte sich die Mittlere zu ihr um und sagte: „Läuse sind das Ekelige, das es manchmal in der Schule gibt. Da wo die Mama dann immer panisch unsere Köpfe anschaut. Also ich glaub nicht, dass die jetzt etwas Nettes zu dir gesagt hat.“ Diese Szene hatte Erklärungsbedarf. Tja, kluge Kinder sind ein Segen. Meistens;-)

Bild: Susanne Binder

Kommt ein Fischchen geschwommen…

Ein Basteltipp, der sogar für die Jüngsten ein Spaß ist. Und einer den auch ich gerne nachmachen werde. Sieht einfach aus und geht schnell. Die Kriterien, die für mich am wichtigsten sind;-)

Ja klar kleben manche Kinder den Kleber überall hin nur nicht an die vorgegebenen Stellen.
Und ich bin mir auch nicht sicher ob ich nicht demnächst ein paar Glitzersteine in der Windel meiner Kleinsten finden werde, aber der Fisch ist schnell fertig, sieht lustig aus und der Aufwand ist minimal. Danke Gisi für den Tipp und das Foto! (Leiterin des Familienbundzentrums Regau-Voecklabruck )

Für den Papptellerfisch braucht man

  • runde Pappteller (das war jetzt irgendwie klar oder?);-)
  • Dekomaterial (Stifte, Sticker, Glitzersteine, buntes Tixo…)

Zuerst schneidet man vom Pappteller ein Dreieck ab und klebt es auf die gegenüberliegende Seite als Schwanzflosse. Nun kann man den Fisch zum Leben erwecken  und nach Lust und Laune gestalten.

Und wer will schon nur einen Fisch. Besser sind ja doch zwei oder drei oder vier oder fünf…